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08:30 Uhr, 04.09.2026

S&P 500® - Extrem enge Schiebezone

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Extrem enge Schiebezone

Gestern hatten wir an dieser Stelle die besonderen saisonalen Rückschlaggefahren im September diskutiert. Zur DAX®-Auswertung haben uns einige Fragen erreicht. Deshalb weiten wir die Analyse auf die längere Historie des S&P 500® seit 1945 aus. Die wichtigste Botschaft vorweg: Das gestern vorgestellte Phänomen, dass die Trendkomponente das Ausmaß der Septemberkorrektur beeinflusst, gilt auch am US-Aktienmarkt. Während der S&P 500® über die letzten 80 Jahre im September im Mittel um 3,45 % korrigiert, fällt der „drawdown“ in Haussephase wie im Jahr 2026 deutlich moderater aus (-2,36 %). Charttechnisch bewegen sich die amerikanischen Standardwerte in den letzten Wochen in einer äußerst engen Range zwischen 7.600 und 7.817 Punkten seitwärts. Immerhin wird dadurch die Ausbruchszone bei 7.600 Punkten bzw. die 50-Tage-Linie (akt. bei 7.584 Punkten) verteidigt. Eine weitere Schlüsselunterstützung stellt das Junitief bei 7.238 Punkten dar, welches recht gut mit dem deutlich steigenden, längerfristigen Durchschnitt der letzten 200 Tage (akt. bei 7.137 Punkten) harmoniert. Um die jüngste Lethargie zu überwinden, ist dagegen der Ausbruch aus der o. g. Schiebezone notwendig.

S&P 500® (Daily)

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart S&P 500®

Chart S&P 500®

Quelle: LSEG, tradesignal²

Extrem kritisch: Diese Marken müssen Sie kennen!

Um gar keinen großen Spannungsbogen aufzubauen: Den Kursverlauf der 10-jährigen Rendite USA müssen Anlegerinnen und Anleger derzeit unbedingt auf dem Radarschirm haben. Seit Ende 2023 bewegt sich das Zinsbarometer in verhältnismäßig engen Grenzen zwischen 3,60 % auf der Unterseite und 4,80 % auf der Oberseite seitwärts. Aktuell „wackelt“ die obere Signalmarke, womit gleichzeitig der Ausbruch aus der fast drei Jahre alten Schiebezone zur Disposition steht. Wird die beschriebene Tradingrange tatsächlich nach oben aufgelöst, entstünde nochmals ein bemerkenswertes Signal in Sachen „Fortsetzung des jüngsten Renditeanstiegs“. Aus der Höhe der Schiebezone ergibt sich ein kalkulatorisches Kursziel von rund 6 %. Fast noch wichtiger ist aber, dass dieses Anschlusspotenzial mehr als ausreicht, um den ultimativen Deckel bei gut 5 % zu lüften (siehe Chart). Seit 1993 hat die 10-jährige Rendite USA in diesem Dunstkreis immer wieder wichtige Hoch- und Tiefpunkte ausgebildet – verstärkt durch ein Fibonacci-Level (5,08 %). Auf der Unterseite dient dagegen die 38-Monats-Linie (akt. bei 4,30 %) als solider „support“.

10-jährige Rendite USA (Monthly)

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart 10-jährige Rendite USA

Chart 10-jährige Rendite USA

Quelle: LSEG, tradesignal²

Kerzen machen Mut

Hinter der Netflix-Aktie liegen bereits 12 Monate Korrektur, in deren Verlauf der Titel von seinem Allzeithoch bei 134 USD bis auf 65 USD zurückfiel. Unter dem Strich kam es damit zu einem lehrbuchmäßigen Pullback an die alte Ausbruchszone bei 70/65 USD. Auf dieser Basis hat das Papier in den letzten drei Monaten einen lehrbuchmäßigen „morning star“ ausgebildet – ein konstruktives Kerzenmuster, welches auf eine Trendwende hoffen lässt. In die gleiche Kerbe schlagen auch diverse Indikatoren im Wochenbereich. Hervorheben möchten wir die positiven Divergenzen seitens der Relativen Stärke (Levy) und des MACD, die oftmals im Vorfeld wichtiger Trendwechsel auftreten. Aus charttechnischer Sicht fehlt für einen endgültigen Befreiungsschlag noch ein wichtiges Puzzleteil: Ein Anstieg über die Widerstandszone aus der 38-Monats-Linie und dem 1-jährigen Korrekturtrend (akt. bei 82,34/85,95 USD). Ein Ausbruch hätte den zusätzlichen Charme, dass dann die Korrektur der vergangenen 12 Monate als klassische Flagge zu interpretieren wäre (siehe Chart). Im Ausbruchsfall bietet sich die o. g. langfristige Glättung als engmaschiger Stopp an.

Netflix (Monthly)

Chart Netflix

Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang

5-Jahreschart Netflix

Chart Netflix

Quelle: LSEG, tradesignal²

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