US-Aktienmarkt mit Parallelen zu 1929 und 1999?
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Am Montag dieser Woche sah an der Wall Street zunächst alles nach einem Tag für die Bullen aus. Die Ölpreise gaben nach, die Renditen sanken, und der S&P 500 legte 1,49 % auf 7.764,70 Punkte zu. Bis zum Rekordhoch im Handelsverlauf vom August bei 7.816,70 Punkten fehlten nur noch 0,67 %. Unter der Oberfläche lief es dagegen schlecht. Unter den Indexmitgliedern gab es zugleich deutlich mehr neue 52-Wochen-Tiefs als neue Hochs. Je nach Datenanbieter lag das Verhältnis bei 29 zu 7 oder 30 zu 7. Der Index zeigte Stärke, die viele seiner Aktien nicht teilten.
Jason Goepfert, Gründer des Analysehauses SentimenTrader, hat die Daten von fast einem Jahrhundert ausgewertet. Er fand nur zwei Tage, an denen der S&P 500 um mindestens 1 % stieg, bis auf weniger als 1 % an sein 52-Wochen-Hoch heranrückte und trotzdem mehr Einzelwerte neue Tiefs als neue Hochs markierten. Das waren der 23. Juli 1929 und der 21. Dezember 1999. "Wir haben in fast 100 Jahren noch keine so schlechte Marktbreite gesehen“, schrieb Goepfert.
Der Index sagt also etwas anderes als die Mehrheit der Aktien, aus denen er besteht.
