Sind aktive Trader zum Scheitern verurteilt?
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Der Spruch „Hin und Her macht Taschen leer.“ richtet sich meiner Meinung nach nicht gegen aktives Trading an sich, sondern gegen eine bestimmte Art zu handeln: uninformiert, impulsiv und von Emotionen getrieben.
Ein kleiner Rücksetzer reicht aus, und schon wird verkauft, aus Angst, dass es noch weiter nach unten geht. Kurz darauf stabilisiert sich der Kurs oder steigt sogar wieder, und man steigt erneut ein, häufig zu einem höheren Preis. Bei den meisten Broker entstehen durch Transaktionen zusätzliche Kosten. Und auch Rendite geht verloren.
Aktives Trading ist per se nichts Negatives. Im Gegenteil: Erfahrene Anleger, die mit einer klaren Strategie arbeiten, Marktmechanismen verstehen und diszipliniert bleiben, können bewusst Chancen nutzen. Der Unterschied liegt nicht in der Aktivität, sondern in der Qualität der Entscheidungen.
Für mich sind dabei drei Fragen entscheidend:
- Handle ich nach einem klaren Plan oder reagiere ich nur auf Schlagzeilen?
- Treffe ich meine Entscheidungen auf Basis von Daten oder aus Angst und Gier?
- Weiß ich im Vorfeld, warum ich einen Trade mache, oder entscheide ich erst im Moment?
Die Börsenweisheit ist deshalb weniger eine Kritik am Trading selbst, sondern eine Warnung vor Aktionismus. Anders gesagt: Nicht das „Hin und Her“ ist das Problem, sondern das fehlende „Warum“ dahinter.
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