Drohen bei ETFs bald ähnliche Gebühren wie bei herkömmlichen Fonds?
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Aktuell erleben wir folgende Diskussion: Einige Neobroker versuchen, sich stärker an den laufenden Gebühren von ETF-Anbietern zu beteiligen.
Doch das wäre ein Bruch mit einem Grundprinzip der ETF-Welt. Bisher zahlen ETFs keine Bestandsprovisionen an Vertriebspartner. Genau das hat sie so günstig gemacht.
Zum Vergleich: Bei klassischen Fonds sind solche Zahlungen seit Jahrzehnten üblich. Letztlich trägt der Anleger diese Kosten.
Die Sorge liegt auf der Hand: Wenn sich dieses Modell auf ETFs überträgt, könnten die Kosten schleichend steigen. Besonders betroffen wären Produkte mit mehr Spielraum, wie Themen-ETFs oder aktiv gemanagte ETFs mit ohnehin höheren Gebühren.
Es gibt jedoch auch Gegenargumente. Der ETF-Markt ist extrem wettbewerbsintensiv. Standardprodukte bewegen sich oft im Bereich von wenigen Basispunkten. Hier haben Anbieter kaum Spielraum, Gebühren einfach anzuheben.
Auch Broker haben Alternativen: eigene Produkte, neue Preismodelle, Internalisierung und vieles mehr. Für mich ist das weniger eine klare Entwicklung hin zu höheren Kosten, sondern eher ein Verschieben von Erlösquellen im Hintergrund. Oder anders gesagt: Das System sortiert sich gerade neu. Ob das am Ende beim Anleger ankommt, ist noch offen.
Ich bin daher nicht so pessimistisch, dass ETFs automatisch teurer werden müssen. Aber die Mechanik dahinter zu verstehen, wird wichtiger.
Mehr zu ETFs erfahren Sie auf unserer Website unter tradegate.direct ETPs.

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