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Silber schlägt sich besser als Gold

Die Aussichten für ein Metall wie Silber sind aktuell weiter günstig, da sich die globale Wirtschaft vom Corona-Schock zu befreien beginnt. Denn im Gegensatz zu Gold ist Silber die Industrie unglaublich nützlich.

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  • Silber
    ISIN: XC0009653103Kopiert
    Kursstand: 26,19200 $/oz. (FXCM) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Edelmetallsektor schwächelte im Februar. Vor allem der Goldpreis sank deutlich auf 1.734 US-Dollar pro Feinunze. Damit hat sich das Edelmetall gegenüber dem Vormonat um 6,1 Prozent verbilligt. Auch der zuvor stark gestiegene Preis für Silber, notierte zum Monatsende etwas leichter und schloss mit einem Minus von 3,1 Prozent bei 27 US-Dollar pro Feinunze. Auch zur Wochenmitte knickt der Preis weiter ein. „Nicht zuletzt wegen der weltweit steigenden Zinsen, haben die Spannungen an den Finanzmärkten zwischendurch zugenommen, was sich teilweise in der aktuellen Korrekturphase bei Gold und Silber widerspiegelt“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Silber profitierte im Februar allerdings zwischendurch von einem Sondereffekt: Angetrieben von den Diskussionen in Foren stieg der Preis auf den höchsten Monatsdurchschnitt seit März 2013. „Soziale Medien haben dazu beigetragen, dass eine neue Welle von Anlegern über den Wert und die Risiken von Edelmetallen in ihren Portfolios nachdenkt. Ältere Investoren mögen TikTok und WSB-Posts auf Reddit belächeln, aber sie unterscheiden sich nicht so sehr von den Chatrooms der späten 90er-Jahre oder den Investmentblogs während der Finanzkrise“, kommentierte Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault.

Die Aussichten für ein Metall wie Silber sind aktuell dennoch günstig, da sich die globale Wirtschaft vom Corona-Schock zu befreien beginnt. Denn im Gegensatz zu Gold ist Silber die Industrie unglaublich nützlich. Die weiterverarbeitende Nutzung macht weniger als 10 Prozent der jährlichen Endverbrauchernachfrage von Gold aus, verglichen mit etwa 60 Prozent bei dem weißen Edelmetall. „Während Gold den Aufschwung nach einem Lockdown-Ende bereits einpreist und die großen Gewinne des letzten Jahres rückgängig macht, wird das produktivere Metall Silber wahrscheinlich von dem Aufschwung der globalen Industrieaktivitäten profitieren“, so Ash zu den Perspektiven.

Die starken Investitionsströme des letzten Jahres führten insgesamt dazu, dass Silber in ein Angebotsdefizit geriet und die ausstehenden Lagerbestände vor dem Wiederanstieg der Nachfrage im Jahr 2021 reduziert wurden. Während sowohl das Minen- als auch das Recyclingangebot nach dem Einbruch im letzten Jahr wieder ansteigen wird, erwartet BullionVault, dass die produktive Nachfrage schneller steigen wird.

Die Gefahr in der aktuellen Situation liegt darin, dass der Preis auch wegen des Anlegerhypes im Februar nun bereits zu stark gestiegen ist und auch schon viel Hoffnung auf die kurzfristige wirtschaftliche Erholung eingepreist ist. Sollte es bei der Bekämpfung des Coronavirus zu Rückschlägen kommen, würden sich damit wohl auch die Wirtschaftsaussichten eintrüben. Dies könnte sich auch negativ auf Industriemetalle wie Silber auswirken.

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  • Zensiert
    Zensiert

    Silber hat seit den letzten Monaten und Jahren Nachholbedarf zu Gold, außerdem ist Silber als Industrie Rohstoff nachgefragt.

    20:14 Uhr, 03.03.2021
  • Zukunft21
    Zukunft21

    der Edelmetall Markt ist wahrscheinlich einer der am meisten manipulierte Markt überhaupt !

    Deshalb Edelmetalle nur physisch etwas anderes kommt nicht in Frage und nur mit sehr langfristigem Blick als Kapitalschutz !

    14:36 Uhr, 03.03.2021

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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