SIEMENS und NVIDIA vertiefen ihre industrielle KI-Partnerschaft
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- Siemens AG - WKN: 723610 - ISIN: DE0007236101 - Kurs: 247,550 € (XETRA)
- NVIDIA Corp. - WKN: 918422 - ISIN: US67066G1040 - Kurs: 187,275 $ (Nasdaq)
Der Industriekonzern aus München und der US-Chiphersteller wollen KI entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette verankern, vom Chipdesign über das Engineering und der Simulation bis hin zu Fabrikbetrieb und Lieferketten. Ziel ist nichts weniger als eine neue industrielle Architektur, in der digitale Zwillinge, Simulation und KI in Echtzeit ineinandergreifen.
KI als neuer Produktivitätshebel der Industrie
Im Zentrum der erweiterten Zusammenarbeit steht der Anspruch, industrielle KI skalierbar und wirtschaftlich nutzbar zu machen. NVIDIA liefert dafür die technische Basis aus KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken, Modellen und Frameworks. Siemens AG bringt industrielle Software, Automatisierungstechnik sowie Hunderte Spezialisten für industrielle KI ein. Beide Partner wollen ihre Technologien nicht nur Kunden anbieten, sondern sie auch konsequent im eigenen Betrieb einsetzen.
"Gemeinsam machen wir Künstliche Intelligenz zum industriellen Betriebssystem“, sagt Siemens-Vorstandschef Roland Busch. Die Kombination aus beschleunigtem Computing und industrieller Software ermögliche es, Produkte schneller zu entwickeln und Produktionsprozesse in Echtzeit anzupassen. NVIDIA-Chef Jensen Huang spricht von einer neuen industriellen Revolution, in der digitale Zwillinge von statischen Simulationen zu aktiver Intelligenz werden.
Digitale Zwillinge werden autonom
Konkret wollen Siemens und NVIDIA KI-gestützte industrielle Lösungen über den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Fabriken hinweg etablieren. Ein zentrales Element ist das Konzept vollständig KI-gesteuerter, adaptiver Produktionsstandorte. Ab 2026 soll das Siemens-Gerätewerk in Erlangen als erste Blaupause dienen. Dort sollen digitale Zwillinge kontinuierlich analysiert, Optimierungen virtuell getestet und anschließend automatisiert in den realen Betrieb überführt werden.
Technologisch basiert dieser Ansatz auf softwaredefinierter Automatisierung, industrieller Betriebssoftware von Siemens sowie den Omniverse-Simulationsbibliotheken von NVIDIA. Fabriken sollen so schneller entscheiden, Ausfälle reduzieren und ihre Produktivität deutlich steigern. Erste Industrieunternehmen wie Foxconn, HD Hyundai, KION Group oder PepsiCo prüfen entsprechende Anwendungen bereits.
Parallel dazu beschleunigt Siemens sein gesamtes Simulationsportfolio durch den Einsatz von GPUs und NVIDIA-CUDA-X-Bibliotheken. Das erlaubt größere und präzisere Simulationen in kürzerer Zeit. Aufbauend darauf treiben beide Partner die sogenannte generative Simulation voran, bei der autonome digitale Zwillinge Designentscheidungen in Echtzeit optimieren.
Rückenwind für Halbleiter und KI-Fabriken
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der elektronischen Design-Automatisierung. Siemens integriert GPU-Beschleunigung, KI-Physikmodelle und CUDA-X-Bibliotheken in sein EDA-Portfolio. In zentralen Workflows wie Verifikation, Layout und Prozessoptimierung versprechen die Partner eine zwei- bis zehnfache Beschleunigung. Ergänzt wird dies durch KI-gestützte Funktionen für Layoutanleitung, Debugging und Schaltungsoptimierung.
Ferner entwickeln Siemens und NVIDIA gemeinsam eine standardisierte Blaupause für die nächste Generation von KI-Fabriken. Diese soll steigenden Anforderungen an Energieeffizienz, Kühlung und Automatisierung gerecht werden und den gesamten Lebenszyklus solcher Infrastrukturen abdecken, von Planung und Bau bis zum Betrieb. Für beide Konzerne ist dies zugleich Grundlage, um eigene KI-getriebene Angebote schneller und effizienter zu skalieren.
Fazit: Siemens und Nividia kooperieren bereits seit einiger Zeit im Bereich der industriellen KI. Die jetzt erneut vertiefte Partnerschaft unterstreicht, dass es wohl gut läuft, und Fortschritte erzielt werden.

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