Deal scheinbar eingetütet: NVIDIA steckt 30 Mrd. USD in OpenAI
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- NVIDIA Corp. - WKN: 918422 - ISIN: US67066G1040 - Kurs: 187,900 $ (Nasdaq)
Die Beteiligung ist Teil einer Finanzierungsrunde über mehr als 100 Mrd. USD, die den Entwickler von ChatGPT mit etwa 830 Mrd. USD bewerten würde.
Für Nvidia bedeutet der Schritt weit mehr als eine reine Anlage seiner liquiden Mittel. Der Konzern, dessen Hochleistungsprozessoren als Herzstück moderner KI-Systeme gelten, würde sich direkt an einem seiner wichtigsten Abnehmer beteiligen. OpenAI wiederum erhielte nicht nur gewaltige finanzielle Mittel, sondern festigte zugleich den Zugang zu jener Rechenleistung, auf der seine Modelle basieren.
Eng verflochten im globalen KI-Wettlauf
Die geplante Runde dürfte weitere Schwergewichte anziehen. Bereits im Vorfeld war berichtet worden, dass auch die SoftBank Group und Amazon eine Beteiligung prüfen. Die Grenzen zwischen Lieferant, Partner und Investor verschwimmen damit zunehmend. Wer am Ende mit wem verbunden ist und wer sich gegen wen positioniert, lässt sich zunehmend schwerer auseinanderhalten.
Eine frühere Absichtserklärung sah vor, dass Nvidia OpenAI Investitionen von bis zu 100 Mrd. USD in Aussicht stellt, um den Ausbau von Rechenzentren und die Abnahme von Nvidia-Systemen zu unterstützen. Geplant war zunächst ein Einstieg über 10 Mrd. USD, sobald eine verbindliche Liefervereinbarung unterzeichnet würde. Doch die Gespräche zogen sich länger hin als erwartet. Die nun diskutierte Struktur würde diese frühere Zusage ersetzen und in eine klassische Eigenkapitalbeteiligung überführen.
Ein erheblicher Teil des frischen Kapitals dürfte unmittelbar wieder bei Nvidia landen. OpenAI benötigt enorme Mengen an Grafikprozessoren, um seine Modelle zu trainieren und weltweit auszurollen. Die Chips des Marktführers gelten als Standard für Training und Inferenz komplexer KI-Systeme. Das Investment würde somit nicht nur die Partnerschaft vertiefen, sondern auch die industrielle Wertschöpfungskette enger schließen.
Nvidia wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Auch OpenAI kommentierte die Berichte nicht. Doch die Größenordnung der geplanten Transaktion unterstreicht, wie stark sich der KI-Sektor finanziell verdichtet. Eine Bewertung von 830 Mrd. USD setzt voraus, dass OpenAI seine technologische Führungsrolle zügig in belastbare Erträge überführen kann.
Fazit: Im KI-Geldkreislauf dreht sich das Kapital inzwischen erneut im Kreis. Bislang funktioniert diese Geschichte erstaunlich gut, Kritik ist weitgehend verstummt. Solange das Thema rasant wächst, scheint alles in Ordnung. Sollte der Motor jedoch ins Stottern geraten, droht das Kartenhaus in sich zusammenzufallen. OpenAI galt in den vergangenen Wochen als größtes Risiko im KI-Sektor. Nun ist wieder frisches Geld vorhanden und das Rad kann sich weiterdrehen, möglicherweise in noch größerer Dimension.

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