Analyse
06:36 Uhr, 26.02.2026

NVIDIA - Alles wichtige aus dem Investoren-Call

"Compute ist Umsatz." Das ist die Formel von Jensen Huang, um die weitere Strategie von Nvidia zu beschreiben. Rechenleistung, so Huang, sei in der Ära agentischer KI keine Vorleistung mehr, sondern unmittelbarer Erlösmotor.

Ohne Compute gibt es keine keine Tokens, ohne Tokens kein Umsatz. Und weil agentische Systeme inzwischen produktiv arbeiten, eigenständig Aufgaben zerlegen und über Stunden hinweg Ergebnisse liefern, explodiert die Inferenzlast. Für Nvidia ist das nach eigenen Worten eine ökonomische Revolution.

Der Call machte deutlich, dass sich das Zentrum der KI-Ökonomie verschiebt. Training bleibt wichtig, doch der eigentliche Hebel liegt inzwischen in der Inferenz, also im produktiven Betrieb. Dort entscheidet sich, wie viele Tokens pro Watt erzeugt werden können. Huang übersetzte die technische Kennzahl in eine betriebswirtschaftliche Gleichung: "Tokens pro Watt werden zu Dollar pro Watt." In einer Welt stromlimitierter Rechenzentren wird Effizienz zur Gewinnkennzahl.

Damit adressierte Nvidia auch die Sorge vieler Investoren, ob die Investitionsbudgets der großen Cloudanbieter ihren Zenit erreicht haben könnten. Huang zeigte sich demonstrativ gelassen. Wenn Compute direkt Umsatz generiert, dann sei Investitionszurückhaltung betriebswirtschaftlich irrational. In dieser Logik wächst nicht nur die Kapazität, sondern auch die Visibilität. Das Management sprach offen von Liefer- und Kapazitätszusagen, die bis weit ins Kalenderjahr 2027 reichen. Nvidia signalisiert damit eine ungewöhnlich lange Nachfrageabsicherung.

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