Setzt Trump den Notenbankchef schon unter Druck?
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Seit dessen Amtsantritt vor weniger als drei Monaten telefonieren beide regelmäßig miteinander. Was zunächst wie eine pragmatische Arbeitsbeziehung wirkt, berührt jedoch einen empfindlichen Punkt der amerikanischen Wirtschaftspolitik: die Unabhängigkeit der Federal Reserve.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, ruft Trump den Fed-Chef phasenweise mehrmals innerhalb weniger Tage an. Anschließend herrsche mitunter für längere Zeit Funkstille. Inhaltlich soll es unter anderem um die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran und den rasanten Aufstieg der Künstlichen Intelligenz gehen.
Ob dabei auch über die Geldpolitik gesprochen wurde, bleibt unklar. Eine mit den Gesprächen vertraute Person betont, Trump habe das Thema Zinsen seit der Bestätigung von Warsh durch den Senat nicht angesprochen. Schon die ungewöhnlich intensive Kommunikation reicht allerdings aus, um Zweifel an der Distanz zwischen Weißem Haus und Notenbank zu wecken.
