Kommentar
07:15 Uhr, 05.01.2026

SENTIX - Folgt ein schmerzhafter Jahresstart?

Die aktuelle Marktstimmung ähnelt dem Jahreswechsel 2024/25: Nur wenige Marktteilnehmer sind bärisch, allerdings mit steigender Tendenz, was damals in einen schwachen Jahresauftakt mündete.

Erwähnte Instrumente

  • Silber
    ISIN: XC0009653103Kopiert
    Kursstand: 75,413 $/oz. (JFD Brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • Silber - WKN: 965310 - ISIN: XC0009653103 - Kurs: 75,413 $/oz. (JFD Brokers)

Auch jetzt zeigt sich eine spürbare Erosion des strategischen Grundvertrauens, die kurzfristig belastet. Gleichzeitig positionieren sich Anleger mittelfristig zunehmend bullish für Öl, und zwar bereits unabhängig von der US-Intervention in Venezuela

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Wie geht es bei Silber nach der Euphoriewelle weiter?

  • Die Stimmung bei US-Aktien zum Jahreswechsel 2025/26 erinnert stark an die Lage ein Jahr zuvor, als eine negative Sentimentdivergenz früh im Jahr den Boden für eine Korrektur bereitete. Auch aktuell ist das strategische Grundvertrauen in US-Aktien schwach, bei US-Techwerten ist das Grundvertrauen sogar wieder negativ. Historisch geht eine solche Konstellation häufig mit erhöhter Korrekturanfälligkeit der Aktienkurse einher.

  • Das strategische Grundvertrauen in deutsche Aktien bleibt schwach, politische Hoffnungsträger spielen kaum noch eine Rolle. Zwar ist die kurzfristige Stimmung zu Jahresbeginn deutlich besser, was sich in einem hohen Differenzindex aus Sentiment und Grundvertrauen widerspiegelt, dieser bewegt sich jedoch bereits nahe seiner Verkaufszone. Historisch ist eine solche Konstellation nur selten mit nachhaltigen Kursgewinnen verbunden. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Seitwärtskonsolidierung bereits als das realistischste und zugleich beste Szenario.
  • Die jüngste Silber-Euphorie hat spürbar nachgelassen, wobei sich die zuvor überhitzte Stimmung konstruktiv normalisiert. Die Stimmungsindikatoren kühlen deutlich ab, ohne das strategische Grundvertrauen der Investoren nachhaltig zu erschüttern. Der laufende Neutralisierungsprozess wirkt gesund, dürfte jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen sein.
  • Auffällig war, dass Anleger Öl bereits vor der US-Intervention in Venezuela strategisch positiver bewerteten, was sich am Freitag auch in festen Kursen von Ölservice-Aktien widerspiegelte. Die geopolitischen Unsicherheiten könnten damit eine ohnehin vorhandene Aufwärtstendenz weiter verstärken.

Fazit: Für die Aktienmärkte bleibt es zunächst aus Sicht des Sentiments weiter schwierig. Dennoch: Ganz schlecht ist die Welt eben auch nicht. Eine Konsolidierungsphase muss aber noch für einige Zeit eingeplant werden.

Silber
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