Rohstoff-Guru Jeff Currie: Man kann Öl nicht drucken
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Jeff Currie, der legendäre Rohstoff-Guru und jetzt Chief Strategy Officer bei Carlyle, hat es in seinem Report "You Can’t Print Molecules" (Man kann Moleküle nicht drucken) auf den Punkt gebracht. In der digitalen Welt können Zentralbanken Geld drucken und Software-Entwickler Code kopieren. Das skaliert fast unendlich und kostet fast nichts. Aber: Du kannst keine Kupferatome für E-Auto-Batterien drucken. Du kannst kein Erdgas für die Düngemittelproduktion programmieren. Und du kannst keinen Weizen für die Weltbevölkerung downloaden.
Currie argumentiert, dass wir Jahrzehnte der Unterinvestition in die Old Economy hinter uns haben. Wir waren so verliebt in die New Economy (Tech, KI, Plattformen), dass wir vergessen haben, die Fundamente zu warten. Jetzt stellen wir fest: Die Kapazitäten sind erschöpft. Wenn die Nachfrage steigt, gibt es kein Update, das die Produktion sofort erhöht. Physische Anlagen brauchen Jahre, um gebaut zu werden.
Wir befinden uns in einer Phase, die Currie die "Rache der Old Economy" nennt. Hier sind die 3 Haupttreiber:
- Dekarbonisierung (Die Grüne Paradoxie): Um die Welt zu retten und CO2-neutral zu werden, brauchen wir gigantische Mengen an Rohstoffen. Eine Windkraftanlage oder ein E-Auto benötigt ein Vielfaches an Kupfer, Lithium und Kobalt im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Um grün zu werden, müssen wir erst einmal massiv dreckigen Bergbau betreiben.
- Deglobalisierung & Sicherheit: Die Zeit des reibungslosen Welthandels ist vorbei. Staaten horten jetzt Ressourcen. Es geht nicht mehr nur um den günstigsten Preis, sondern um Versorgungssicherheit. Wer die Moleküle hat, hat die Macht.
- Inflation & Geldentwertung: Wenn die Druckerpressen der Notenbanken heißlaufen, verlieren Papierwerte an Kaufkraft. Moleküle hingegen haben einen intrinsischen Nutzwert. Man kann sie nicht entwerten, indem man mehr von ihnen "erfindet".
Wir sehen eine fundamentale Verschiebung der Kapitalströme. Investoren realisieren, dass Tech-Bewertungen oft auf Luftschlössern basieren, während Rohstoffe substanziell unterbewertet sind.
- Kupfer ist das "neue Öl", ohne Kupfer keine Elektrifizierung.
- Öl und Gas bleiben die Brückentechnologien, da die Erneuerbaren die Grundlast noch lange nicht allein stemmen können.
- Gold fungiert als ultimative Versicherung gegen das Misstrauen in staatliche Währungen.
Wir verlassen das Zeitalter der Asset Light-Strategien (wenig Besitz, viel Software) und kehren zurück zu Asset Heavy. Erfolg wird künftig derjenige haben, der versteht, dass die physische Welt die Grenzen des Wachstums diktiert. Die Party in der Cloud ist zwar nett, aber ohne die Moleküle am Boden geht das Licht aus.
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Naja, unsere Bundesregierung - bzw. die CDU/CSU - ist doch fest überzeugt davon, dass man synthetische Kraftstoffe in beliebiger Menge und zu marktfähigen Preisen herstellen kann.😀