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Preisverfall bei Kaffee hält an

Anleger nutzen derzeit das Überangebot auf dem Weltmarkt für Spekulationen auf einen weiteren Preisverfall. Denn im Hauptanbaugebiet Brasilien wird eine hohe Ernte erwartet. Auch Maßnahmen der brasilianischen Regierung wirken kontraproduktiv.

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  • Kaffee
    ISIN: US6289851031Kopiert
    Aktueller Kursstand: 172,21 US¢/lb  (ARIVA Indikation)

Frankfurt/Chicago (Godmode-Trader.de) - Mit Kaffee ist derzeit kein Staat zu machen. Die Sorte Arabica ist so billig wie zuletzt vor gut 13 Jahren. Diese Woche stürzte der Preis sogar kurzzeitig unter das psychologisch wichtige Niveau von 0,90 US-Cent je Pfund. Aktuell hat sich die Notiz marginal auf 0,92 US-Cent je Pfund „zurückgekämpft“. Neue Nachrichten, die den Preisrückgang erklären können, gab es nicht. Anleger nutzen aber das Überangebot für Spekulationen auf einen weiteren Preisverfall.

Denn im Hauptanbaugebiet Brasilien wird im zweijährigen Zyklus dieses Jahr eine hohe Ernte erwartet. Der zuletzt schwächere Brasilianische Real hat die brasilianischen Kaffeeexporte zudem vergünstigt, was den Export zusätzlich anheizte.

Die von der brasilianischen Regierung angekündigten Maßnahmen zur Unterstützung der darbenden Kaffeebauern können den Preisrückgang auch nicht aufhalten. Damit werden nicht profitabel arbeitende Anbieter künstlich am Markt gehalten. Der Preis könne daher noch weiter fallen, solange die Regierung die zu höheren Preisen von den Kaffeebauern aufgekauften Bohnen nicht für längere Zeit vom Markt nehme, kommentierten Analysten der Commerzbank. „Die Aussicht, dass dieses Angebot jederzeit auf den Markt gelangen kann, dürfte eine Preiserholung im Keim ersticken“.

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4 / 4 Kommentare

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  • wolp
    wolp

    Ein Trauerspiel. Von diesen Preisen können die Plantagen nicht leben. Leider gibt es dieses Übel mit Rohstoffen so oft in der Welt. Fairness und Solidarität sind gefragt.

    19:27 Uhr, 02.05.2019
  • Bernd Lammert
    Bernd Lammert Finanzredakteur

    Hallo,

    da gebe ich Ihnen recht, ich hatte für Robusta eine Prognosezahl vorliegen und das deshalb mit in den Text aufgenommen. Um nicht zu verwirren, habe ich den Passus entfernt.

    14:05 Uhr, 02.05.2019
    1 Antwort anzeigen
  • Powerseller61
    Powerseller61

    Warum wird so oft Arabica und Robusta in einen Topf geworfen? Brasilien ist Hauptgebiet für Arabica und Robusta wird in Vietnam etc. angebaut zum anderen Preisen etc.

    13:56 Uhr, 02.05.2019

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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