ORACLE-Aktie deutlich im Plus – Konzern peilt Cashflow-Wende an
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- Oracle Corp. - WKN: 871460 - ISIN: US68389X1054 - Kurs: 145,290 $ (NYSE)
Zugleich nannte der Konzern einen konkreten Zeitplan für die Rückkehr zu positivem Free Cashflow und deckelte seinen weiteren Kapitalbedarf.
Das Umsatzziel entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mehr als 35 % ab dem Geschäftsjahr 2026. Als Treiber sieht das Management die Aufstellung in drei Feldern: Cloud-Infrastruktur, Datenbanken und Anwendungen.
Die bereinigte operative Marge soll im Geschäftsjahr 2030 bei mindestens 40 % liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie bei mehr als 21 USD. Präsentiert wurden die Ziele von den Co-CEOs Clay Magouryk und Mike Sicilia sowie Finanzchefin Hilary Maxson.
Free Cashflow soll ab 2028 positiv werden
Die Investitionen sollen in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 ihren Höhepunkt erreichen und ab 2029 sinken. Bereits in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028 rechnet Oracle mit einem positiven Free Cashflow.
Für das Geschäftsjahr 2029 peilt der Konzern einen Free Cashflow von mindestens 30 Mrd. USD an. Ab dann soll sich das Wachstum selbst finanzieren.
Für den Investitionszyklus bis 2030 will Oracle am Kapitalmarkt höchstens weitere 20 Mrd. USD aufnehmen, voraussichtlich je zur Hälfte über neue Aktien und neue Schulden. Refinanzierungen bestehender Verbindlichkeiten sind darin nicht enthalten. Hinzu kommt die bereits abgeschlossene Aktienplatzierung über 20 Mrd. USD aus dem ersten Geschäftsquartal 2027 (Juni bis August 2026).
Den Bedarf an Barmitteln sollen zudem Lieferantenfinanzierungen, von Kunden gestellte Hardware und Vorauszahlungen von Kunden drücken. Die Nettoverschuldung soll im Geschäftsjahr 2029 unter dem 3,5-Fachen des bereinigten EBITDA liegen. Oracle zählt dabei auch Leasingverbindlichkeiten und Lieferantenfinanzierungen zur Verschuldung.
Für das laufende Geschäftsjahr 2027 bestätigte Oracle seinen Ausblick: Der Umsatz soll mindestens 90 Mrd. USD erreichen, der bereinigte Gewinn je Aktie 8,10 USD. Bei der Kapitalverwendung haben das Investment-Grade-Rating, die Dividende und die Finanzierung des Wachstums weiterhin Vorrang.
Fazit: Die Oracle-Aktie profitiert von den heutigen Aussagen, weil sie den weiteren Finanzbedarf auf 20 Mrd. USD begrenzen und 2028 die Cashflow-Wende anstreben. Doch bis dahin ist es noch lang. Ich würde weiterhin zu einem Stoppkurs in der spekulativen Aktie raten. Ein Selbstläufer ist das noch nicht. Aber endlich bekommen Anleger einen konkreten Turnaround-Plan an die Hand.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.

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