ORACLE, BLUE OWL und das Milliardenrisiko in New Mexico
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Oracle hat gegenüber dem Entwickler des Rechenzentrums eine Mitteilung unter Berufung auf höhere Gewalt verschickt. Der Vorgang wirft eine Frage auf, die über den Umfang dieses Projekt hinausgeht: Wer bezahlt den KI-Boom, wenn die Anlagen später als geplant ans Netz gehen?
Jupiter soll Rechenleistung für OpenAI bereitstellen. Der Campus ist auf 2,45 Gigawatt ausgelegt. Für seinen Bau hat ein Bankenkonsortium rund 18 Mrd. USD an Krediten bereitgestellt; Blue Owl soll über Fonds etwa 3 Mrd. USD Eigenkapital investiert haben. Laut Reuters könnte sich das Projekt um ein Jahr verzögern. Oracle widerspricht der Schlussfolgerung, seine Mitteilung bedeute bereits eine Terminverschiebung. Auch Blue Owl betont, die finanziellen Zusagen der Beteiligten blieben bestehen.
Die Unsicherheit ist dennoch da. In New Mexico wurden Genehmigungen für Teile der geplanten Energieinfrastruktur verweigert. Kann der Standort nicht rechtzeitig mit Strom versorgt werden, verschiebt sich möglicherweise auch der Beginn der Erträge. Für Blue Owl hieße das: Milliarden bleiben länger in einem Projekt gebunden, das während der Bauphase geringere Renditen abwirft. Für die Banken verlängert sich die Zeit, in der sie ein Bau- und Fertigstellungsrisiko tragen.
