Ölpreise stabil auf hohem Niveau: Brent kratzt an 110 US-Dollar
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Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel stabil gezeigt. Nach nächtlichen Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus und neuen Gefechten im Jemen zogen sie zuvor deutlich an. Brent-Öl zur Lieferung im November erreichte zeitweise fast 110 US-Dollar je Barrel und notierte zuletzt bei 107,40 Dollar, etwas unter dem Niveau vom Vorabend.
Mit der jüngsten Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten liegt Brent seit Jahresbeginn fast 80 Prozent im Plus, bleibt aber unter dem im April markierten Zwischenhoch von gut 126 US-Dollar je Barrel. Auch europäische Erdgaspreise und Frachtraten für Öltanker sind deutlich gestiegen. Raffinerieprodukte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, unter anderem infolge der anhaltenden Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine.
In der Straße von Hormus wurden erneut Schiffe angegriffen. Zudem haben Huthi-Milizen die Hafenstadt Mokka eingenommen und damit einen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab unter Kontrolle. Beobachter rechnen mit einem länger anhaltenden Konflikt und sehen kurzfristig weder eine Waffenruhe noch eine Normalisierung der Energieflüsse. Entsprechend werden stärkere und länger dauernde Marktbelastungen eingepreist.
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