Brent-Öl wieder fester: Preis nahe 108 US-Dollar
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Die Ölpreise sind zum Wochenstart gestiegen. Auslöser sind die abgeschaltete Pipeline in Saudi-Arabien und die weiter unklare Lage an der Straße von Hormus. Brent zur Lieferung im November verteuerte sich am Morgen um knapp drei Prozent auf 107,60 US-Dollar je Barrel und näherte sich wieder der Marke von 110 Dollar, nachdem der Preis am Freitag nach einem vorherigen Kurssprung etwas nachgegeben hatte.
Die am Freitag aufgekommene Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten erhielt am Wochenende Rückschläge. Saudi-Arabien steht nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der wachsenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz zusätzlich unter Druck: Nach Drohnenangriffen wurde eine wichtige Leitung vorsorglich abgeschaltet. Auch die Ost-West-Pipeline, die große Mengen Öl am Persischen Golf vorbei zum Roten Meer transportieren kann, wurde nach Angriffen in den Regionen Riad und Medina stillgelegt.
Eine weitere Verringerung saudischer Exporte könnte die Preise zusätzlich treiben. Das für Montag geplante Treffen der Außenminister der Golfstaaten im Oman wurde verschoben; dem Vernehmen nach sollte dort eine Initiative zur Beilegung des Konflikts um die Straße von Hormus vorgestellt werden. Brent hat sich seit Jahresbeginn um fast 80 Prozent verteuert, liegt aber noch deutlich unter dem Ende April erreichten Zwischenhoch von gut 126 US-Dollar.
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