Brent-Öl kratzt an der 100-Dollar-Marke
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Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen: Ein Barrel Brent zur Lieferung im November kostete zuletzt 97,74 US-Dollar, rund 0,8 Prozent mehr als am Vortag. Am Markt wird auf Details eines Abkommens zwischen Iran und Oman zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus gewartet; zugleich verknappt robuste chinesische Nachfrage das Angebot. Der Brent-Preis liegt damit nahe an der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar.
Bereits in der Vorwoche hatten die Notierungen angezogen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und Iran nach einer Phase relativer Ruhe wieder verschärft hatten. Iran stellt ein baldiges Abkommen mit Oman über eine vorübergehende sichere Route in Aussicht. Chinesische Raffinerien haben ihre Rohöleinkäufe erhöht und damit die Preise für Sorten aus Afrika, Kanada und Lateinamerika nach oben getrieben, auch wenn dies nicht zwingend auf dauerhaft stärkere Nachfrage hindeutet.
An den Märkten wird zunehmend ein länger anhaltender Konflikt im Nahen Osten eingepreist. Einige Analysten hoben ihre Ölpreisprognosen an und rechnen damit, dass Störungen in der Schifffahrt bis in die kommenden Jahre anhalten könnten; die Risiken für weitere Preissteigerungen gelten als hoch.
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