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Kommentar
13:08 Uhr, 15.09.2026

DAX vor der Fed-Entscheidung: Hohe Ölpreise und Zinsen im Fokus

Die Aktienmärkte haben die Woche mit Verlusten begonnen. Gleichzeitig stiegen die Ölpreise und die Renditen von Staatsanleihen. In den USA verzeichneten Halbleiteraktien besonders deutliche Abschläge. Am Dienstag beginnt die zweitägige Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve; die Zinsentscheidung folgt am Mittwoch.

DAX startet schwächer in die Woche

Der DAX schloss am Montag, 14. September, mit einem Minus von rund 0,5 Prozent bei 25.440 Punkten. Am Dienstagmorgen lag die IG-Indikation laut tagesschau-Marktbericht von 07:52 Uhr bei rund 25.395 Punkten und damit unter dem Vortagesschluss. Dabei handelt es sich um eine vorbörsliche Indikation, nicht um einen Xetra-Handelskurs.

DAX40 chart von TradingView

Ölpreis steigt bei anhaltendem Pipeline-Ausfall

Die saudische East-West-Pipeline ist nach Angriffen auf Energieinfrastruktur laut Reuters weiter außer Betrieb. Über die Verbindung transportiert Saudi-Arabien Öl zum Roten Meer und umgeht damit die Straße von Hormus. Mit dem Ausfall ist auch diese Ausweichroute betroffen.

Brent-Terminkontrakte lagen am Dienstag um 08:33 Uhr MESZ bei 107,55 US-Dollar je Barrel, rund 1,8 Prozent höher als zum vorherigen Abrechnungspreis. WTI notierte zu diesem Zeitpunkt bei 103,27 US-Dollar. Umfang und Dauer der Pipeline-Störung blieben in der Meldung unsicher.

Crude Oil chart von TradingView

US-Anleiherendite erreicht zeitweise fünf Prozent

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte am Montag zeitweise fünf Prozent. In Deutschland stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen laut Reuters über 3,51 Prozent. Der Renditeanstieg fiel mit höheren Ölpreisen und Kursverlusten an den Aktienmärkten zusammen.

Technologiewerte belasten die Wall Street

An den US-Börsen endete der Montag ebenfalls im Minus. Der Dow Jones verlor rund 0,3 Prozent, der S&P 500 etwa 0,5 Prozent und der Nasdaq Composite rund 0,6 Prozent. Der Philadelphia-Halbleiterindex fiel mit einem Rückgang von 5,9 Prozent deutlich stärker.

Als weiteren Hintergrund der Verluste bei Technologieaktien nannten die Marktberichte die Debatte über Tempo und Risiken der KI-Entwicklung.

Nach der EZB steht nun die Fed im Mittelpunkt

Die EZB hat am 10. September eine Anhebung ihrer drei Leitzinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte beschlossen. Der Einlagensatz steigt dadurch mit Wirkung zum 16. September auf 2,50 Prozent. Die Notenbank verwies auf den Inflationsdruck durch den Nahostkonflikt und legte sich zugleich nicht auf einen festen weiteren Zinspfad fest.

Die Fed tagt am 15. und 16. September. Zur Sitzung gehören laut offiziellem Kalender auch neue wirtschaftliche Projektionen. Im Vorfeld berichten Marktbeobachter überwiegend von der Erwartung einer Zinserhöhung; eine Entscheidung liegt am Dienstagmorgen noch nicht vor.

Quellen:
1 | tagesschau: DAX-Schwäche dürfte anhalten
2 | Reuters via Euronext: Stocks fall as oil and bond yields rise
3 | Reuters via Euronext: Oil climbs as Saudi pipeline outage, fresh attacks heighten supply concerns
4 | Federal Reserve: FOMC-Kalender 2026
5 | EZB: Monetary policy decisions

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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