NVIDIA baut am Betriebssystem der KI-Industrie
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Nvidia will nicht länger nur der wichtigste Ausrüster des KI-Booms sein. Der Konzern arbeitet daran, die gesamte industrielle Architektur der künstlichen Intelligenz zu prägen: Chips, Netzwerke, Software, Rechenzentren, Lieferketten und künftig auch stärker die CPU. Was Finanzchefin Colette Kress auf der Bank of America Global Technology Conference skizzierte, war eine Machtdemonstration des Unternehmens über die nächste Phase des KI-Zyklus.
Im Zentrum steht die kommende Plattformgeneration Vera Rubin. Sie sei bereits in voller Produktion und für das dritte Quartal vorgesehen, sagte Kress. Damit signalisiert Nvidia, dass der Übergang von Blackwell zur nächsten Architektur nicht als ferner Technologiesprung geplant ist, sondern als laufender industrieller Hochlauf. Parallel dazu baut der Konzern sein Portfolio um eine eigene Vera-CPU aus. Diese soll vor allem für sogenannte agentische KI-Systeme wichtig werden, also Anwendungen, die Aufgaben eigenständig planen, koordinieren und ausführen.
"Vera Rubin ist auf dem Weg und definitiv in voller Produktion", sagte Kress. Die Plattform sei für das dritte Quartal bereit. Für Nvidia ist das entscheidend, weil der Konzern seine Kunden nicht mehr nur mit einzelnen Grafikprozessoren beliefert, sondern mit kompletten Rechenzentrumssystemen. Vera Rubin soll sieben verschiedene Chips umfassen, darunter GPU, CPU, Switches, Adapter und BlueField-Komponenten. Der Anspruch ist klar: Nvidia will den Engpass der KI-Industrie nicht punktuell lösen, sondern die gesamte Datenfabrik beschleunigen.
