Analyse
08:30 Uhr, 11.09.2023

MUNICH RE - Neuigkeiten vom Branchentreffen in Monte Carlo

Es klingt weder besonders gut, noch besonders schlecht, wie sich das Vorstandsmitglied Thomas Blunck der Munich RE auf dem jährlichen Branchentreffen der Rückversicherer in Monte Carlo äußert.

Erwähnte Instrumente

  • Münchener Rück. (Munich Re) AG - WKN: 843002 - ISIN: DE0008430026 - Kurs: 363,000 € (XETRA)

Es wird ein reales, leichtes Wachstum des Marktes bis zum Jahr 2025 erwartet, allerdings soll sich das Tempo im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamen. Es ist von einem komplexen Marktumfeld die Rede.

Stabile Wachstumsgeschichte

Der Vorstand zählt dazu gerne all die Unsicherheiten in der Welt auf. Seien es der Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Risiken, die Inflation oder die Deglobalisierung. Als dynamische Risiken werden Cyberkriminalität und der Klimawandel genannt.

Sollten die Bedingungen passen, will der Konzern seine Kapazitäten noch erhöhen, sagte Blunck. Aber nur dann, wenn die Raten passen. Munich RE investiert selbst mehr Geld in das Risikomanagement. So wurde die Abteilung für Risikomodellierung ausgebaut, um selbst besser die Gefahren aus dem Klimawandel abschätzen zu können. Zudem wird natürlich auch in den Themenkomplex KI investiert.

In diesem Jahr hat Munich RE das Geschäft bereits deutlich ausweiten können, da sich kleinere Wettbewerber aus dem Markt zurückgezogen oder Risiken reduziert haben. Derzeit trifft wieder mehr Angebot auf eine hohe Nachfrage der Erstversicherer. Ob diese durchgehend höhere Preise akzeptieren werden oder selbst mehr Risiken auf die Bücher nehmen, bleibt allerdings abzuwarten.

Die Munich RE erwartet, dass die Inflation die Preise weiter antreibt. Bis zum Jahr 2030 wird mit einer Inflation von über 2 % im Schnitt gerechnet. Preisanpassungen sieht Blunck insbesondere noch im Bereich der Kfz-Versicherungen. Cyberrisiken zu versichern wird immer wichtiger. Die Schäden sollen sich in diesem Segment im Zeitraum 2022 bis 2027 auf 24 Mrd. USD verdreifachen. Cyberversicherungen sind ein Wachstumsfeld für die Munich RE, betont Bunck.

Fazit: Bei Munich RE und damit auch bei der Hannover Rück stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. Anleger dürfen sich in den kommenden Jahren auf weiter steigende Dividenden freuen. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate darf es aber nicht verwundern, wenn sich der Aktienkurs auch mal wieder eine längere Auszeit gönnt. Rückschläge bleiben Einstiegsgelegenheiten.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. EUR 67,13 64,26 67,30
Ergebnis je Aktie in EUR 24,63 32,83 36,54
KGV 15 11 10
Dividende je Aktie in EUR 11,60 12,45 13,23
Dividendenrendite 3,20% 3,43% 3,64%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Münchener Rück. (Munich Re) AG-Aktie
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Über den Experten

Sascha Gebhard
Sascha Gebhard
Redakteur

Sascha Gebhard hat nach einer klassischen Ausbildung zum Bankkaufmann im Laufe der Jahre bei verschiedenen Banken gearbeitet. Er absolvierte neben dem Beruf die Studiengänge zum Diplom-Betriebswirt (VWA) sowie den Finanz- und Investment Ökonom (VWA). Von 2008 bis 2016 war er als Eigenhändler auf eigene Rechnung an den Finanzmärkten aktiv. Weiterhin publizierte er für verschiedene Finanzverlage und schrieb zahlreiche Fachartikel rund um das Thema Börse. Die in den jeweiligen Diensten geführten Realgeld- sowie Musterdepots konnte stets überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften. Sein Steckenpferd ist seit jeher der deutsche Aktienmarkt, wo er bestens vernetzt ist, und eine Vielzahl an Unternehmen bereits seit mehr als 15 Jahren aktiv verfolgt. Seit 2022 ist Sascha Gebhard fester Bestandteil des Redaktionsteams von stock3. Im Premium-Service Trademate betreut er das Depot "Deutsche Aktien".

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