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11:25 Uhr, 17.03.2026

Moody's warnt vor US-Rezession bei anhaltend hohen Ölpreisen

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DOW JONES--Der Chefvolkswirt von Moody's hat davor gewarnt, dass die USA in den nächsten zwölf Monaten in eine Rezession rutschen könnten. Grund dafür seien die hohen Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Diese hätten das Potenzial, einen bereits schwachen Arbeitsmarkt weiter zu belasten.

In einer Reihe von Beiträgen auf X schrieb Mark Zandi, dass das auf maschinellem Lernen basierende Wirtschaftsmodell von Moody's die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession auf 49 Prozent beziffert habe. Eine Rezession ist dabei als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP-Wachstum definiert. Dieser Wert habe "bereits vor den beunruhigenden Ereignissen im Nahen Osten" gegolten.

"Es ist nicht weit hergeholt zu erwarten, dass der Indikator angesichts des Iran-Konflikts und des daraus resultierenden Anstiegs der Ölpreise die wichtige 50-Prozent-Schwelle überschreitet", schrieb Zandi. Er merkte an, dass jeder Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg - außer während der Covid-19-Pandemie - ein Sprung der Ölpreise vorausgegangen sei.

Er wies zudem darauf hin, dass der bereits erhöhte Rezessionsindikator des Modells auf einen schwachen Arbeitsmarkt zurückzuführen sei - die USA verloren im Februar 92.000 Stellen. Er fügte hinzu: "Fast alle Wirtschaftsdaten haben sich seit Ende letzten Jahres abgeschwächt."

Zandi schloss seinen Thread am Montag mit einer deutlichen Warnung: "Wenn die Ölpreise noch viel länger (Wochen und nicht Monate) erhöht bleiben, wird eine Rezession schwer zu vermeiden sein."

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/kla

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