EU-Spitzen arbeiten mit Golf-Staaten an Milderung von Öl-Versorgungsengpässen
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Von Joshua Kirby
DOW JONES--Die Spitzen der Europäischen Union arbeiten nach eigenen Angaben mit Regierungen im Nahen Osten zusammen, um die Risiken für die weltweite Energiesicherheit inmitten von Angriffen auf die Infrastruktur und einer wachsenden Versorgungskrise zu minimieren.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Antonio Costa, der Präsident des Europäischen Rates, sprachen am Montag mit Vertretern von Bahrain, Kuwait, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
"Sie erörterten die Auswirkungen von Angriffen auf die Energieinfrastruktur und der Schließung der Straße von Hormus auf die globale Energiesicherheit und prüften Wege zur Stärkung der Zusammenarbeit mit Partnern im Nahen Osten, um diese Risiken zu mindern", erklärten Von der Leyen und Costa in einer gemeinsamen Mitteilung.
Raffinerien in Ländern wie Bahrain und Saudi-Arabien wurden von iranischen Streitkräften als Vergeltungsmaßnahme für die Angriffe der USA und Israels bombardiert. An diesem Wochenende trafen Luftangriffe die Energieinfrastruktur in Teheran, und die Straße von Hormus - ein Nadelöhr der wichtigen Schifffahrtsroute im Persischen Golf - ist weitgehend geschlossen.
Viele Staaten in der Region, darunter der Irak und Kuwait, haben als Reaktion auf den Konflikt begonnen, ihre Ölförderung zu drosseln, was zu Befürchtungen einer Verknappung geführt hat. Die Rohölpreise sind zum ersten Mal seit der russischen Invasion in der Ukraine vor vier Jahren auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen, was das Schreckgespenst eines erneuten Anstiegs der Verbraucherpreisinflation heraufbeschwört.
Die Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) wird laut eines französischen Beamten im Laufe des Montags über Optionen zur Bewältigung der Krise beraten, einschließlich der möglichen Freigabe strategischer Reserven.
Von der Leyen und Costa verurteilten die Angriffe des Iran auf seine Nachbarn als wahllos. "Die Europäische Union wird mit den Ländern der Region zusammenarbeiten, um Frieden und Stabilität in den Nahen Osten und die Golfregion zurückzubringen", erklärten sie.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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