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12:03 Uhr, 23.07.2026

Midday-Flash: Ölpreis springt Richtung 100 USD – DAX gibt nach

Brent springt um 4,68 % auf 98,47 USD: Nahost-Eskalation und schwache Chip-Prognosen drücken den DAX, Lkw-Werte wie Traton trotzen dem Trend.

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Der DAX steht zur Mittagszeit unter Druck, belastet von einer schwachen Prognose aus dem Halbleitersektor und von geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Der Ölpreis nähert sich der 100-Dollar-Marke, während Lkw-Werte mit angehobenen Ausblicken klar zu den Outperformern zählen.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 24.989,6 Punkten, ein Minus von 0,63 %. Zwei gegenläufige Kräfte prägen den Vormittag: Die enttäuschende Quartalsprognose von STMicroelectronics belastet den Halbleitersektor breit, während eskalierende Spannungen im Nahen Osten den Energiesektor stützen und den Gesamtmarkt belasten.

Der S&P-500-Future gibt 0,35 % nach und steht bei 7.472,93 Punkten, nach einem Vortagsschluss des Kassa-Index bei 7.498,96 Punkten. Der Nasdaq-100-Future verliert 0,39 % auf 28.884,05 Punkte (Vortagsschluss: 28.998,1 Punkte). Der Halbleiterdruck aus Europa dürfte die Stimmung in der Tech-lastigen Nasdaq-Indikation mit beeinflussen.

Brent springt um 4,68 % auf 98,47 USD je Barrel und näherte sich in der Spitze der 100-USD-Marke. Auslöser sind US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Huthi-Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer, die Bedenken über die Straße von Hormus schüren. Die steigenden Energiepreise treiben die Inflationserwartungen vor der EZB-Entscheidung am Nachmittag an, was sich auch in der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen widerspiegelt: Sie klettert auf den höchsten Stand seit 2011.

Gold gibt 1,37 % auf 4.095,2 USD nach. EUR/USD zeigt sich mit 1,14 stabil, ohne Veränderung zur Vortagesnotierung. Bitcoin verliert 0,76 % auf 65.577,48 USD. Tesla verbucht im zweiten Quartal einen Abschreibungsverlust von 112 Mio. USD auf seine unveränderten Bitcoin-Reserven von 11.509 Coins wegen der Marktvolatilität.

Top-Mover

Wert Aktuell
TRATON +7,73 %
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. +3,86 %
Daimler Truck Holding +3,36 %
Eckert & Ziegler -4,73 %
Infineon Technologies -4,64 %
Auto1 Group -4,47 %

Aktien-News

Der Vormittag steht im Zeichen der Lkw- und Nutzfahrzeugbranche: Traton (Aktuelle Analyse) springt auf ein Rekordhoch, nachdem der Konzern die Prognosespannen für Absatz und Umsatz auf 0 bis +7 % anhebt (zuvor: -5 bis +7 %) und die Citigroup das Kursziel deutlich erhöht.

Die Schwestergesellschaft Daimler Truck Holding (Aktuelle Analyse) zieht ebenfalls kräftig an: Der erhöhte Ausblick, gestützt auf die Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen als Grundlage für Zollvorteile, treibt die Aktie auf neue Jahreshochs. Deutsche Bank Research und MWB Research erhöhen ihre Kursziele.

Gegenüber steht der Halbleitersektor: STMicroelectronics (Aktuelle Analyse) verfehlt mit seiner Q3-Umsatzprognose von 3,7 Mrd. USD die Konsenserwartung von knapp 3,8 Mrd. USD, was den gesamten Sektor unter Druck setzt und Infineon Technologies mit nach unten zieht. Ebenfalls schwächer tendiert Suss Microtec.

Positiv hebt sich der Chemiesektor ab: Fuchs (Aktuelle Analyse) hebt die Jahresprognose 2026 an und erwartet nun ein operatives Ergebnis von 460 bis 480 Mio. EUR statt bisher 450 Mio. EUR, die Aktie legt 1,9 % zu. Mitgezogen werden BASF, Lanxess, Evonik und Wacker Chemie.

Nokia (Aktuelle Analyse) übertrifft im zweiten Quartal mit einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 18 % auf 434 Mio. EUR und bestätigt die Jahresprognose, gestützt von der Nachfrage nach Cloud- und Netzinfrastruktur für KI-Rechenzentren.

Deutsche Börse übertrifft beim Ebitda mit 980 Mio. EUR die Erwartungen und hebt die Treasury-Ergebnisprognose auf über 700 Mio. EUR an, gibt aber nach, weil die Umsätze im Investment-Management-Segment unter den Konsensschätzungen blieben. Im Luxussegment enttäuscht Givaudan mit einem Rückgang des Quartalsgewinns auf 475 Mio. CHF; Bernstein warnt vor steigenden Rohstoffkosten im zweiten Halbjahr und ersten Abschwächungszeichen im Luxusparfümgeschäft. KSB erhält eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank, die auf den bedeutenden Marktanteil bei Kühlpumpen für Kernreaktoren verweist.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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