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12:05 Uhr, 07.10.2026

Midday-Flash: DAX fällt um 1,23 Prozent bei schwachen Tech-Werten

Infineon bricht um 5,7 % ein und reißt den DAX auf 25.136,1 Punkte nach unten: Starke Industriedaten können die Technologiewerte nicht stützen.

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Kräftige Verluste bei Infineon prägen den Handel zur Mittagszeit, nachdem der Technologiesektor seit Mitte September rund 12 % zugelegt hat. Der DAX verliert 1,23 % auf 25.136,1 Punkte, obwohl die deutsche Industrieproduktion deutlich stärker ausfällt als erwartet. In der Autobranche steht China im Mittelpunkt: Mercedes-Benz meldet dort einen Absatzeinbruch, Porsche richtet sich auf einen dauerhaft kleineren chinesischen Markt ein.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit mit 25.136,1 Punkten 1,23 % tiefer. Vor allem Technologiewerte geben nach, größter Verlierer im Index ist Infineon. Halt geben die deutschen Produktionsdaten für August, die klar über den Erwartungen liegen.

Auch die US-Futures notieren im Minus. Der S&P-500-Future verliert 0,11 % auf 7.810,43 Punkte, nachdem der Kassa-Index am Vortag bei 7.818,93 Punkten geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Future gibt um 0,37 % auf 31.108,43 Punkte nach, verglichen mit einem Vortagsschluss des Kassa-Index von 31.224,69 Punkten.

Bitcoin fällt um 2,06 % auf 83.783,04 USD. Kurz vor dem Rückgang eröffnen vier neu angelegte Wallets auf Hyperliquid 40-fach gehebelte Short-Positionen über 12,5 Mio. USD. Beim Rutsch unter 83.840 USD werden Long-Positionen von mehr als 485 Mio. USD liquidiert. Robinhood kauft unterdessen erstmals Bitcoin für die eigene Bilanz, im Volumen von rund 25 Mio. USD.

Der EUR/USD gibt um 0,58 % auf 1,12 nach. Gegenüber dem britischen Pfund fällt der Euro auf den tiefsten Stand seit Juni vergangenen Jahres, belastet von Sorgen über die Fiskalkrise Frankreichs und neue politische Risiken in der Region.

Gold verbilligt sich um 1,01 % auf 4.144,9 USD. Der Ölpreis (Brent) steigt um 0,41 % auf 105,95 USD je Barrel, wobei der Iran-Konflikt weiterhin für kräftige Schwankungen am Ölmarkt sorgt.

Konjunktur

Die deutsche Industrieproduktion steigt im August zum Vormonat um 2 %, gegenüber erwarteten 0,5 %. Damit wird der Rückgang von 1,2 % aus dem Vormonat mehr als ausgeglichen. Die Daten stützen den DAX.

Frankreichs Handelsbilanzdefizit fällt im August mit 6,1 etwas kleiner aus als die erwarteten 6,5. Im Vormonat hatte es bei 6,6 gelegen.

Top-Mover

Wert Aktuell
AUMOVIO +5,05 %
Schaeffler +2,83 %
Eckert & Ziegler +2,66 %
SUSS MicroTec -6,30 %
JENOPTIK -5,96 %
Infineon Technologies -5,71 %

Aktien-News

Der europäische Technologieindex gibt zuletzt 1,2 % nach. Infineon verliert 5,7 % und ist damit DAX-Schlusslicht, während Jenoptik in der zweiten Reihe um 6,0 % fällt. Auch SUSS MicroTec, Elmos und Siltronic geben im MDAX deutlich nach.

Mercedes-Benz setzt im dritten Quartal konzernweit 491.700 Fahrzeuge ab, 6 % weniger als im Vorjahr. Der Pkw-Absatz sinkt um 8 %, in China sogar um fast ein Drittel. Das Luxussegment schrumpft um mehr als ein Fünftel. Einzig der Absatz vollelektrischer Pkw erreicht einen Rekordwert.

Porsche (Aktuelle Analyse) zieht aus der Schwäche in China Konsequenzen: Der Sportwagenbauer rechnet damit, dort künftig höchstens noch 10 % seiner Fahrzeuge zu verkaufen. 2025 lag der Anteil bei knapp 15 %, im Jahr 2020 noch bei fast 35 %. Das chinesische Händlernetz soll bis Jahresende von mehr als 150 auf etwa 75 bis 80 Standorte schrumpfen.

Auf dem Kapitalmarkttag stellt das Management die Strategie "Sportwagenschmiede '35" vor. Die Entwicklungskosten sollen um bis zu 20 % sinken, die Personalkosten in der Fertigung um bis zu 30 % und die Vertriebsaufwendungen um 20 %. Mittelfristig peilt Porsche wieder eine operative Marge von 10 bis 15 % an; die Gewinnschwelle soll unter 200.000 Fahrzeugen liegen.

Zudem will der Konzern die Preise seiner Spitzenmodelle um bis zu 20 % anheben. Mittelmotor-Sportwagen oberhalb des 911 sollen höhere Preissegmente erschließen. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi bewertet vor allem die geplante Steigerung des operativen Cashflows bis 2028 positiv, weil sie künftige Ausschüttungen stützt. Die Aktie schwankt stark und notiert mittags 1,7 % im Plus.

Die EU bereitet befristete Schutzmaßnahmen gegen die Einfuhr chinesischer Hybridfahrzeuge vor, etwa über niedrig angesetzte Zollkontingente. Die Regeln sollen so gestaltet werden, dass sie chinesische Gegenmaßnahmen möglichst vermeiden.

SGL Carbon hebt nach vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal die Jahresprognose an. Nach Rechnung von Jefferies liegt der Mittelwert des neuen EBITDA-Zielkorridors mit 135 Mio. EUR gut 15 % über den Markterwartungen.

Shell profitiert vom hohen Preisniveau bei Öl und Gas und rechnet für das dritte Quartal mit einem robusten Abschneiden, auch dank starker Ergebnisse im Energiehandel. Die Raffineriemargen steigen auf das Rekordniveau von 42 USD je Barrel. Der vollständige Quartalsbericht folgt am 29. Oktober.

Beim österreichischen Versorger Verbund bestellt der Aufsichtsrat Stefan Waldner von der OMV für zunächst zwei Jahre zum Finanzvorstand als Nachfolger von Peter Kollmann. Bis zu seinem Amtsantritt übernimmt Konzernchef Michael Strugl die Finanzagenden interimistisch.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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