Midday-Flash: Eurozonen-Inflation steigt auf 3,8 %
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Der KI-Ausblick von Micron und eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley für Nvidia geben den europäischen Chipwerten am Freitag Rückenwind. Der DAX legt um 0,97 % auf 25.180,49 Punkte zu, obwohl die höher als erwartet ausgefallene Eurozonen-Inflation von 3,8 % die Erwartung einer weiter restriktiven EZB stützt. Zugleich sinkt der Ölpreis deutlich, nachdem Frankreich die Freigabe von Reserven vorschlägt.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.180,49 Punkten und damit 0,97 % fester. Den Anstieg trägt der europäische Technologiesektor, in dem Halbleiterwerte wie ASML, STMicroelectronics und Infineon führen. Rückenwind liefern der positive KI-Ausblick des US-Speicherchipherstellers Micron und eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley für Nvidia. Die überraschend hohe Teuerung in der Eurozone stützt hingegen die Erwartung, dass die EZB an ihrer restriktiven Linie festhält.
Auch die US-Futures deuten vor der Eröffnung der Wall Street auf einen freundlichen Handelsstart. Der S&P-500-Future gewinnt 0,50 % auf 7.704,93 Punkte, nachdem der Kassa-Index am Vortag bei 7.666,45 Punkten geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Future legt mit 0,78 % auf 30.739,05 Punkte stärker zu, verglichen mit einem Vortagsschluss von 30.501,56 Punkten. Microns KI-Ausblick und die Nvidia-Empfehlung stützen auch die Erwartungen für die US-Technologiewerte.
Brent verbilligt sich um 3,04 % auf 104,39 USD. Frankreich schlägt vor, je 50 Mio. Barrel Diesel und Rohöl aus den IEA-Reserven freizugeben, während Russland erwägt, seine Dieselexportbeschränkungen teilweise aufzuheben. Damit rückt eine koordinierte Antwort der G7 auf die steigenden Spritpreise näher. Der Preisrückgang dämpft den Kostendruck für Industrie und Verbraucher, auch wenn Brent weiter über der 100-USD-Marke liegt.
Bitcoin steigt um 1,77 % auf 86.351,17 USD. Rückenwind geben die kräftigen Netto-Zuflüsse in die US-Spot-ETFs im September sowie Citigroup, die ihr 12-Monats-Kursziel deutlich auf 113.000 USD anhebt. Zudem bewilligt der IWF El Salvador eine Sofortauszahlung und befreit das Land von den vereinbarten Beschränkungen für den Kauf von Bitcoin.
Der US-Dollar steht auf dem höchsten Niveau seit 17 Monaten, begleitet von einem Ausverkauf am Anleihemarkt und Sorgen um den französischen Haushalt. EUR/USD hält sich zur Mittagszeit bei 1,12 (+0,04 %) nahezu unverändert. Gold legt um 0,27 % auf 4.213,5 USD zu.
Konjunktur
Im Mittelpunkt des Vormittags stehen die Preisdaten. In der Eurozone steigt die Inflationsrate im September auf 3,8 % zum Vorjahr und übertrifft damit die Prognose von 3,6 %; im Vormonat lag sie bei 3,2 %. Die Kerninflation erreicht nach 2,4 % im Vormonat nun 2,5 % und entspricht damit genau der Prognose. Während die Teuerung ohne Energie und Lebensmittel nur leicht anzieht, steigt die Gesamtrate deutlich.
Auch in Großbritannien klettert die Inflationsrate im September: Sie erreicht 3,3 %, nach 3,1 % im Vormonat.
Aus Südeuropa kommen besser als erwartete Daten. In Spanien liegt die Beschäftigungsänderung im September bei 23,59 und damit über der Prognose von 17,6. Im Vormonat hatte der Wert allerdings noch 44,42 betragen. In Italien steigen die Einzelhandelsumsätze im August um 0,3 % zum Vormonat, statt wie erwartet um 0,1 % zu sinken; im Juli waren sie noch um 0,4 % gesunken.
Am Nachmittag richtet sich der Blick auf die USA. Um 14:30 Uhr erscheint der Arbeitsmarktbericht für September. Volkswirte rechnen mit 90.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach 162.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll bei 4,1 % bleiben.
Um 16:00 Uhr folgen die Auftragseingänge der Industrie für August. Die Prognose liegt bei einem Anstieg von 0,1 % zum Vormonat, nach zuletzt 0,9 %.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| Infineon Technologies | +5,59 % |
| HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. | +4,94 % |
| AIXTRON | +4,42 % |
| Auto1 Group | -7,92 % |
| KION GROUP | -2,71 % |
| Evotec | -2,51 % |
Aktien-News
Infineon profitiert neben dem Rückenwind für den Chipsektor von einer positiven Einschätzung durch Jefferies. Die Analysten sehen für den Münchner Konzern Chancen durch steigende Preise und eine Erholung der Autobranche, eines seiner wichtigsten Abnehmer. Zugleich stützt Microns Ausblick auf eine anhaltend hohe KI-Nachfrage den gesamten Halbleitersektor. Infineon gehört zu den Werten, die den DAX am Vormittag anführen.
Im Rüstungssektor erhält Hensoldt Unterstützung von Analysten: Kepler Cheuvreux stuft den Sensorspezialisten von Hold auf Buy hoch und setzt das Kursziel auf 90 EUR.
Weniger optimistisch fällt das Urteil von JPMorgan zu Auto1 aus. Die Bank senkt das Kursziel für den Online-Gebrauchtwagenhändler von 37 auf 34 EUR.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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