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12:04 Uhr, 29.07.2026

Midday-Flash: Ölpreis springt fast 4 % – DAX gibt nach

Brent verteuert sich nach iranischen Angriffen im Nahen Osten um 3,90 Prozent auf 87,37 USD: Das treibt Energie- und Chemiewerte, drückt den DAX aber ins Minus.

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Nach iranischen Angriffen im Nahen Osten ziehen Öl- und Gaspreise deutlich an, was Chemie- und Energiewerte stützt, den breiten Markt aber bremst. Der DAX gibt zur Mittagszeit nach, während die US-Futures leicht im Plus notieren. Im Fokus stehen die Quartalszahlen von Deutsche Bank, Glencore, Eni und Hermès.

Marktbericht

Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.357,22 Punkten und verliert 0,58 %. Gestützt wird der Index von Chemiewerten und ölabhängigen Konzernen, die von den gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen nach den iranischen Spannungen im Nahen Osten profitieren, sowie von starken Quartalszahlen aus dem Bankensektor.

Die US-Indikationen zeigen sich freundlicher: Der S&P-500-Future steht bei 7.450,69 Punkten und gewinnt 0,29 % gegenüber dem Kassa-Schluss von 7.428,78 Punkten. Der Nasdaq-100-Future legt 0,36 % auf 27.863,94 Punkte zu, nach 27.763,13 Punkten im Kassa-Handel am Vortag.

Brent ist mit einem Plus von 3,90 % auf 87,37 USD der auffälligste Basiswert des Vormittags. Parallel steigt der europäische Erdgaspreis (TTF) auf 58,44 EUR je MWh, zeitweise bis 59,55 EUR. RBC Capital Markets rechnet mit anhaltenden Störungen bei LNG-Transporten durch die Straße von Hormus.

Bitcoin legt 1,19 % auf 64.611,25 USD zu, obwohl die US-Spot-Bitcoin-ETFs am 28. Juli den vierten Abflusstag in Folge mit 49,75 Mio. USD verzeichnen. Parallel startet Morgan Stanley mit dem Ethereum-ETP MSSE ein neues Produkt. EUR/USD tritt bei 1,14 mit plus 0,04 % auf der Stelle, gestützt vom EZB-Lohntracker, der im ersten Quartal 2027 auf 2,664 % nach zuvor 2,604 % steigt. Gold hält sich bei 4.035,20 USD nahezu unverändert mit minus 0,09 %.

Top-Mover

Wert Aktuell
SMA Solar Technology +9,67 %
Nordex +6,18 %
KRONES +4,57 %
Auto1 Group -10,26 %
DWS Group GmbH & Co. -4,11 %
HENSOLDT AG Inhaber-Aktien o.N. -2,94 %

Aktien-News

Die Berichtssaison bestimmt den Vormittag, wobei die Rohstoff- und Energiepreise als gemeinsamer Treiber durchscheinen. Glencore meldet für das erste Halbjahr einen operativen Gewinn der Handelssparte von 3,3 Mrd. USD und signalisiert ein Rekordjahr. Jefferies bestätigt das Buy-Rating und verweist ausdrücklich auf den Rückenwind aus dem Iran-Konflikt und den Energiepreisen.

Eni verdoppelt den bereinigten Quartalsgewinn auf gut 2,3 Mrd. EUR, erhöht das Rückkaufziel auf 3,4 Mrd. EUR und hebt die Produktionsprognose an, wobei RBC eine Rendite von rund 10 % in Aussicht stellt.

Im Finanzsektor überzeugt die Deutsche Bank (Aktuelle Analyse) mit einem Vorsteuerergebnis von knapp 2,7 Mrd. EUR nahe Rekordniveau und einem Aktienrückkauf über 500 Mio. EUR; die Aktie gewinnt 3,6 % . Die Tochter DWS verfehlt dagegen bei Erträgen und Vorsteuergewinn den Konsens. Laut RBC liegen die Kosten rund 4 % darüber, trotz Nettozuflüssen von 25 Mrd. EUR und einem Rekordvermögen von 1,19 Bio. EUR.

Hermès leidet unter einer schwächeren Leder-Sparte, zudem kündigt der CFO geringere Preiserhöhungen für 2027 an. Ein Analyst spricht von durchwachsener Umsatzqualität trotz 4,8 % Umsatzwachstum. Telefónica steigert den Umsatz um 3 % auf 8,3 Mrd. EUR und das bereinigte EBITDA um 6,4 % auf 2,9 Mrd. EUR, während in Deutschland die 1&1-Verluste drücken.

Aus der zweiten Reihe kommen die kräftigsten Impulse: Gerresheimer verkauft die US-Tochter Centor sowie Primary Packaging Plastics für rund 1,5 Mrd. EUR an Apax-Fonds, die Aktie steigt zeitweise über 20 % auf 32 EUR. Nordex (Aktuelle Analyse) überzeugt mit einem mehr als verdoppelten EBITDA über den Analystenerwartungen und einer Hochstufung durch MWB Research auf Buy . KRONES bestätigt nach solidem Quartal die Jahresziele, Warburg Research hebt das Kursziel an.

Reckitt übertrifft mit 4,2 % Quartalsumsatzplus bei Umsatz und Margen die Erwartungen, die Aktie steigt zeitweise bis 7 %. Stabilus unterzeichnet eine Partnerschaft mit Synapticon für humanoide Roboter. Bei Auto1 bleibt die Jahresprognose trotz besserer Zahlen unverändert, und Porsche (Aktuelle Analyse) kalkuliert dreistellige Millionenkosten für den Abbau von 5.000 Stellen bei 2,1 Mrd. EUR Standortinvestitionen bis 2035 .

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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