Nachricht
07:49 Uhr, 08.09.2026

Morning-Flash: Brent zieht nach Goldman-Prognose an – Dow-Future gibt deutlich nach

Goldman Sachs hebt die Brent-Prognose an, der Ölpreis klettert auf 98,03 USD: Am Aktienmarkt driften Dow- und Nasdaq-Future dabei deutlich auseinander.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000KGX8881Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

    Schnell. Sicher. Direkt.Trading über stock3 war noch nie so einfach. 

    Mehr erfahren Nein, danke
  • ISIN: DE000A0D6554Kopiert
    Aktueller Kursstand:   (XETRA)
    VerkaufenKaufen

Der DAX-Future deutet einen leicht schwächeren Start an, während die US-Futures uneinheitlich tendieren: Der Nasdaq-100-Future notiert im Plus, der Dow-Jones-Future dagegen klar im Minus. In Asien überzeugen Chinas Exportdaten, während der Brent-Preis nach angehobenen Goldman-Prognosen deutlich anzieht.

Aktuelles Marktgeschehen

Der DAX-Future notiert vorbörslich bei 25.958 Punkten und gibt 0,15 % nach, womit sich für den deutschen Handelsstart ein wenig veränderter bis leicht schwächerer Auftakt abzeichnet. Die US-Vorgaben fallen uneinheitlich aus: Der S&P-500-Future verliert 0,17 % auf 7.705 Punkte, der Dow-Jones-Future gibt mit 0,76 % auf 53.008 Punkte deutlich stärker nach, während der Nasdaq-100-Future um 0,23 % auf 29.612 Punkte zulegt. Diese Spreizung zwischen Technologie- und Standardwerte-Future ist das auffälligste Merkmal des Morgens.

Bei den Rohstoffen steht der Ölpreis im Fokus: Brent-Öl klettert 1,82 % auf 98,03 USD, nachdem Goldman Sachs die Prognosen für Brent und WTI um je 5 USD angehoben hat und mit Schifffahrtsstörungen im Nahen Osten bis 2027 rechnet. Der steigende Ölpreis erhöht den Inflationsdruck und belastet tendenziell Industrie- und Transportwerte. Gold notiert bei 4.467,5 USD und damit 0,20 % leichter, Bitcoin gibt 0,59 % auf 78.629,99 USD nach.

Vorbörsliche Tops & Flops

Wert Vorbörslich
KION GROUP +3,82 %
Nordex +2,42 %
DWS Group GmbH & Co. +1,65 %
Infineon Technologies -2,81 %
UnitedHealth Group -2,52 %
Merck & Co. -2,14 %

Ausblick

Im Tagesverlauf richtet sich der Blick auf die deutsche Handelsbilanz für Juli um 8:00 Uhr, nachdem Chinas Außenhandelsdaten bereits am frühen Morgen vorlagen. Aus Australien kam zudem das Westpac-Verbrauchervertrauen. Bei den Quartalszahlen berichtet Casey's General Stores nachbörslich.

Tagesüberblick-Infografik: die wichtigsten Termine und Earnings des Tages

Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen des Handelstags im Überblick.

Europa

Die Nachrichtenlage wird von Chinas Außenhandel geprägt: Die Exporte legten im August um 25 % zu, die Importe um 28,2 %, der Handelsbilanzüberschuss erreichte 119,1 Mrd. USD. Nach Deutschland lieferte China 9,8 % mehr, was den Wettbewerbsdruck für europäische Hersteller erhöht. In den Niederlanden zogen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,3 % an, nach 3,2 % im Vormonat.

Fiskalpolitisch bringt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den Haushaltsentwurf 2027 in den Bundestag ein, mit Ausgaben von 555,4 Mrd. Euro und einer Neuverschuldung von gut 200 Mrd. Euro. Der Gasspeicherstand liegt bei 54 % und damit 19 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau; der Verband warnt für den Fall eines sehr kalten Winters vor leeren Speichern Anfang Februar. Bei den Einzelwerten sorgen Analystenstimmen für Bewegung: Die Citigroup hob KION Group auf Buy mit Kursziel 62 EUR und Nordex ebenfalls auf Buy mit Kursziel 50 EUR, während Morgan Stanley Infineon Technologies auf Equal-Weight mit Kursziel 65 EUR zurücknahm. Renault will die Billigmarke Dacia mit einer größeren Version des Elektro-Spring künftig in Europa produzieren, statt sie aus China zu importieren. Beim französischen Bitcoin-Halter Capital B wuchs der Treasury-Bestand nach dem Kauf von 376 Bitcoin für 29,4 Mio. USD auf 3.521 Bitcoin.

Asien

Am schwächsten zeigt sich Australien: Der S&P/ASX 200 verliert 0,88 % und fiel auf ein Sechswochentief, belastet von Schwäche im Rohstoff- und Finanzsektor. Das Westpac-Verbrauchervertrauen sank auf 84,4 Punkte, die Change-Kennzahl lag bei -5,2. Der Sensex gibt 0,56 % nach, der STI in Singapur 0,50 %, der TSEC in Taiwan 0,46 % und der Hang Seng 0,43 %. Der Nikkei 225 verliert 0,34 %, während der Yen bis auf 153 Yen je Dollar anzog und damit den stärksten Stand seit Februar erreichte; Auslöser ist zunehmende Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan. Japans Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, annualisiert um 1,4 %.

Gegen den Trend legt der SSE Composite um 0,28 % zu, gestützt von den kräftigen Exportzahlen. Der KOSPI gewinnt 0,69 %. Im Fokus steht dort Samsung Electronics: Südkoreas Arbeitsminister erklärte, eine geplante Streikbewegung der Gewerkschaften zur Forderung einer fixen Gewinnbeteiligung hätte unter der neuen Richtlinie illegal sein können, womit der Lohnkonflikt ein Thema bleibt. HMM unterzeichnete mit Brasiliens Vale einen langfristigen Schifffahrtsvertrag über 4,7 Bio. Won, rund 3,5 Mrd. USD. In Indien erreichten die Kupferpreise infolge von Lieferengpässen und eines schwächeren Dollar ein Rekordhoch, Hindustan Copper stiegen um über 4 %.

USA

Im Fokus stehen Analystenurteile und Unternehmensstrategien. JPMorgan senkte das Kursziel für FedEx von 460 auf 400 USD, die Aktie zeigte sich daraufhin schwächer. ADP profitierte hingegen von einer Hochstufung durch JPMorgan von Neutral auf Overweight.

Intel plant für Anfang Oktober eine weitere CPU-Preiserhöhung um 10 % und will margenschwache Small-Core-Prozessoren einstellen, um den Fokus auf höhermarginige Produkte zu legen. Im Bankensektor schließen sich EverBank und WaFd in einer Reverse-Fusion mit einem Volumen von 3,9 Mrd. USD zusammen. Anthropic hat die Übernahmepläne für Decart mit einem geplanten Volumen von 6 Mrd. USD aufgegeben.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche