Midday-Flash: Ölpreis fällt fünften Tag – DAX steigt über 25.700 Punkte
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Irans Signal zur Öffnung der Straße von Hormus schickt den Ölpreis den fünften Handelstag in Folge nach unten und nimmt der Industrie Druck von der Kostenseite. Der DAX profitiert davon und notiert zur Mittagszeit klar im Plus, auch wenn Immobilien- und Chemiewerte bremsen. Am Aktienmarkt dominieren Tui, Evonik und Vonovia die Schlagzeilen.
Marktbericht
Der DAX notiert zur Mittagszeit bei 25.716,24 Punkten und gewinnt 0,55 %. Gegenwind kommt aus zwei Ecken: Immobilienwerte um Vonovia geben unter dem Eindruck steigender Zinsen und der Enteignungsdebatte nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin weiter nach, während der Chemiesektor unter dem Stellenabbau bei Evonik leidet.
Dass der Index dennoch zulegt, liegt vor allem am kräftig sinkenden Ölpreis, der die Kostenseite der Industrie entlastet.
Von der Wall Street kommen ruhige Vorgaben. Der S&P-500-Future steht bei 7.770,23 Punkten und liegt 0,07 % über dem Kassa-Schluss des Vortages von 7.764,70 Zählern. Der Nasdaq-100-Future notiert bei 30.526,80 Punkten und damit 0,15 % fester, nachdem der Kassa-Index am Montag bei 30.482,35 Punkten geschlossen hatte.
Brent fällt um 2,29 % auf 98,04 USD und damit den fünften Handelstag in Folge. Iran signalisiert laut Medienberichten Verhandlungsbereitschaft und bietet an, die Straße von Hormus binnen sieben Tagen nach Aufhebung der US-Blockade zu öffnen, sofern Washington Sanktionen und Seeblockade beendet. Hinzu kommen steigende russische Exporte über Noworossijsk sowie Signale Saudi-Arabiens, dass asiatische Raffinerien bald Öl am Terminal Yanbu übernehmen können. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane warnt allerdings vor einer zweiten Welle steigender Energiepreise, die eine Annäherung an das 2-Prozent-Ziel erst Mitte 2027 erwarten lässt.
Gold gibt 0,54 % auf 4.360,40 USD nach, während sich die Risikoprämie nach den Entspannungssignalen aus Teheran zurückbildet. Bitcoin verliert 0,46 % auf 86.197,90 USD, belastet von Liquidationen über 1 Mrd. USD nach einem erzwungenen Short Squeeze bei Dogecoin. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Vortag gleichwohl Netto-Zuflüsse von fast 1 Mrd. USD. EUR/USD tritt bei 1,15 mit 0,02 % auf der Stelle.
Top-Mover
| Wert | Aktuell |
|---|---|
| Salzgitter | +4,65 % |
| Nemetschek | +4,06 % |
| thyssenkrupp | +3,73 % |
| Allianz | -1,98 % |
| LEG Immobilien | -1,38 % |
| VERBIO Vereinigt.BioEnergie | -1,10 % |
Aktien-News
Im Zentrum steht Tui (Aktuelle Analyse): Der Konzern grenzt die Gewinnprognose vorläufig ein, der gebuchte Umsatz im Sommer-Pauschalreisegeschäft liegt fünf Prozent unter Vorjahr, das bereinigte EBIT (EBIT-adjusted) wird für das laufende Geschäftsjahr nur noch mit 1,2 bis 1,3 Mrd. EUR nach zuvor gut 1,4 Mrd. EUR erwartet.
Auch im Chemiesektor dominiert der Sparzwang: Evonik streicht im Zuge eines Umbauprogramms weltweit 3.200 Stellen, davon 2.150 in Deutschland. Anders die Lage bei Wacker Chemie, die nach dem Kapitalmarkttag zulegt, nachdem MWB Research eine Kaufempfehlung mit Kursziel 105 EUR ausspricht und auf die striktere Mittelverwendung sowie das Effizienzprogramm PACE verweist.
Die Zinsseite trifft die Immobilienwerte doppelt. Vonovia (Aktuelle Analyse) fällt auf den tiefsten Stand seit Sommer 2023 und liegt damit rund 30 Prozent unter dem Jahresstart, belastet vom Zinsanstieg und der Enteignungsdebatte nach dem Berliner Wahlsieg der Linken; Exane BNP Paribas senkt das Kursziel auf 16 EUR. Dasselbe Haus kappt bei LEG Immobilien das Kursziel auf 44,50 EUR und bestätigt das Underperform-Rating, was die Aktie belastet.
Im Pharmasektor meldet Roche (Aktuelle Analyse) positive Phase-II-Daten zu Enicepatide mit deutlicher HbA1c- und Gewichtsreduktion und plant nun Phase-III-Studien. Beim Wettbewerber Novo Nordisk (Aktuelle Analyse) senkt die Deutsche Bank das Kursziel von 265 auf 245 DKK.
Außerhalb Deutschlands springen Kingfisher nach starken Halbjahreszahlen um 8,6 Prozent, da die Gewinne in allen Regionen über den Erwartungen liegen und die Prognose angehoben wird. On Holding genehmigt einen Aktienrückkauf über 1 Mrd. USD, bestätigt die EBITDA-Margen-Prognose 2026 und nennt neue mittelfristige Ziele für 2029, während Morgan Stanley Ericsson von "Equal Weight" auf "Underweight" abstuft.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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