Evening-Flash: Lagarde kündigt Rücktritt an – DAX klettert
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Die EZB belässt den Einlagensatz wie erwartet bei 2,5 %, während Christine Lagarde ihren vorzeitigen Rücktritt ankündigt. Der DAX schloss 1,31 % fester bei 26.039,68 Punkten; Unternehmensnachrichten liefern vor allem bestätigte und angehobene Prognosen. In New York belasten dagegen enttäuschende Ausblicke im Softwaresektor und der Kursrückgang bei Alphabet die Technologiewerte.
Marktbericht
Der DAX schloss 1,31 % höher bei 26.039,68 Punkten. Die EZB belässt den Einlagensatz um 14:15 Uhr wie erwartet bei 2,5 %. Steigende Energiepreise bezeichnet sie als Aufwärtsrisiko für die Inflation und Abwärtsrisiko für das Wachstum. Präsidentin Christine Lagarde kündigt ihren vorzeitigen Rücktritt zum 7. Februar 2027 an.
An der Wall Street verliert der S&P 500 0,47 % auf 7.707,21 Punkte (Vortagsschluss 7.743,98). Der Nasdaq 100 gibt angesichts enttäuschender Softwareausblicke und des Kursrückgangs bei Alphabet deutlicher nach: um 1,58 % auf 29.343,05 Punkte (Vortagsschluss 29.813,16).
EUR/USD legt nach dem EZB-Entscheid um 0,07 % auf 1,12 zu. Unterstützung liefern diplomatische Bemühungen im Nahen Osten, die Hoffnung auf eine Verhinderung weiterer US-Angriffe auf den Iran nähren. Brent notiert mit 115,37 USD und minus 0,03 % nahezu unverändert. Gegenläufige Nachrichten prägen den Ölmarkt: Europa und die Niederlande geben zusätzliche Öl- und Dieselreserven frei, während jemenitische Streitkräfte eine breit angelegte Raketenangriffswelle gegen Saudi Aramco planen sollen. Gold verliert 0,49 % auf 4.031,8 USD, Bitcoin 0,45 % auf 80.893,52 USD.
Europa
Tops & Flops Europa (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Salzgitter | +10,33 % |
| AIXTRON | +8,04 % |
| adidas | +5,25 % |
| Knorr-Bremse | -7,48 % |
| OHB | -6,92 % |
| Vonovia | -3,01 % |
Angehobene Prognosen prägen die Industriewerte der zweiten Reihe. Basler steigert den Neunmonatsumsatz um 35 % auf 227,4 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von 22,5 %. Die erneut angehobene Jahresprognose 2026 setzt Untergrenzen über den bisherigen Obergrenzen; die Aktie gewinnt rund 12 %. Salzgitter erhöht ebenfalls erneut die Gewinnprognose, nachdem das operative Drittquartalsergebnis rund 30 % über der Konsensschätzung liegt. AIXTRON (Aktuelle Analyse) meldet einen mehr als verdoppelten Auftragseingang und blickt optimistisch auf 2027. Metzler stuft auf Buy hoch und erhöht das Kursziel. SGL Carbon erhält von X-energy einen weiteren Auftrag über rund 90 Mio. USD für Nukleargraphit für Xe-100-Reaktoren mit Produktionsstart Ende 2026; die Aktie gewinnt daraufhin rund 7 %. Enttäuschende Drittquartalszahlen drücken dagegen Knorr-Bremse unter eine wichtige charttechnische Unterstützung.
Schwache Quartalszahlen gehen nicht durchweg mit Kursverlusten einher. Adidas verzeichnet im dritten Quartal in Europa einen Umsatzrückgang von 4 %, bestätigt aber die angehobene Jahresprognose und erwartet im Schlussquartal wieder Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Aktie baut ihr Plus von rund 3,5 % am Mittag auf 5,3 % am Abend aus. Volkswagen rutscht wegen einer milliardenschweren Porsche-Abschreibung, schwacher China-Geschäfte und Umbaukosten tief in die roten Zahlen, bestätigt jedoch die Jahresziele. Die Vorzugsaktie gewinnt 1,7 %.
Vonovia (Aktuelle Analyse) senkt wegen höherer Finanzierungskosten und eines schwächeren Transaktionsgeschäfts die Ziele für mehrere Finanzkennziffern. Oddo BHF stuft auf Neutral ab. Die Aktie fällt zeitweise auf den tiefsten Stand seit März 2014 und notiert am Abend 3,0 % im Minus.
USA
Tops & Flops USA (L&S)
| Wert | Tag |
|---|---|
| Textron | +15,15 % |
| Norwegian Cruise Line Holdings | +14,63 % |
| Huntington Ingalls Industrie | +13,47 % |
| ServiceNow | -27,06 % |
| Fortinet | -25,44 % |
| Alnylam Pharmaceuticals | -22,23 % |
Unter den vorbörslichen Meldern übertrifft Mastercard (Aktuelle Analyse) mit 5,31 USD bereinigtem EPS und 9,8 Mrd. USD Nettoumsatz die Erwartungen bei einem Wachstum des grenzüberschreitenden Zahlungsvolumens von 11 %. Ameriprise Financial verfehlt beim bereinigten operativen EPS den Konsens.
Im Softwaresektor fällt ServiceNow (Aktuelle Analyse) nach einem enttäuschenden Quartalsausblick zeitweise um mehr als 20 %, der größte Intraday-Verlust seit 2016. Fortinet verliert nach einem schwachen Ausblick zeitweise mehr als 21 % und steuert auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu. BofA Securities stuft ab, die DZ Bank senkt das Kursziel. Der Druck erfasst auch Salesforce mit minus 5 %, Oracle mit minus 3 % und Adobe mit minus 2 %.
Bei Alphabet (Aktuelle Analyse) drücken steigende KI-Investitionen den Free Cashflow mit rund 9 Mrd. USD ins Minus. Die Aktie war nach den Quartalszahlen vorbörslich um rund 11 bis 12 % gefallen. Citi senkt das Kursziel auf 375 USD, BofA auf 380 USD und Susquehanna auf 400 USD; Citizens stuft auf Market Perform ab. Pivotal Research bleibt bei Buy und 475 USD. Microsoft verliert trotz besser als erwarteter Zahlen und niedrigerer Investitionsausgaben 1,5 %. Oppenheimer erhöht das Kursziel für Palantir von 200 auf 235 USD und bestätigt Outperform. Northland bestätigt für Intel vor den Zahlen Outperform mit Kursziel 120 USD und erwartet eine starke Prognose.
Caterpillar (Aktuelle Analyse) steigert den Drittquartalsumsatz um 17 % auf 20,7 Mrd. USD und den Nettogewinn auf rund 3,3 Mrd. USD, übertrifft mit 7,20 USD bereinigtem EPS die Schätzungen; die Aktie war vorbörslich um rund 10 bis 12 % gefallen. Textron übertrifft die Erwartungen beim bereinigten EPS deutlich und erhöht Gewinn- und Cashflow-Prognose; Huntington Ingalls übertrifft mit einem Rekordumsatz die Umsatz- sowie die Gewinnerwartungen und erhöht die Schiffbau-Umsatzprognose, während Norwegian Cruise Line dank starker Last-Minute-Nachfrage und höherer Bordausgaben die Umsatz- und bereinigten EPS-Schätzungen übertrifft und die Jahresprognose spürbar anhebt.
Bei Alnylam (Aktuelle Analyse) löst eine Studienanpassung beim Kernprodukt Amvuttra eine heftige Verkaufswelle aus. Die Nettoprodukterlöse erreichen 1,29 Mrd. USD nach 851 Mio. USD im Vorjahresquartal. Thrive Holdings, ein Ableger von Joshua Kushners Thrive Capital, greift für 7,6 Mrd. USD in bar nach dem Haussicherheitsanbieter ADT.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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