Analyse
16:00 Uhr, 10.07.2024

MERCEDES-BENZ – Wird das zweite Halbjahr besser?

Auch Mercedes-Benz muss im ersten Halbjahr Federn lassen. Das geht aus den heute vorgelegten Absatzzahlen des schwäbischen Autoherstellers hervor.

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  • Mercedes-Benz AG
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  • Mercedes-Benz AG - WKN: 710000 - ISIN: DE0007100000 - Kurs: 63,870 € (XETRA)

Wie bereits die Konkurrenz von Volkswagen und BMW musste auch Mercedes-Benz von April bis Juni einen Rückgang bei den ausgelieferten Fahrzeugen hinnehmen. Konzernweit wurden 600.100 Einheiten ausgeliefert nach 635.200 im Vorjahr was einem Minus von 5,5 % entspricht. Gegenüber dem Auftaktquartal 2024 ergibt sich jedoch ein Plus von knapp 6 %. Dabei entfielen auf Mercedes-Benz Cars 496.700 (515.700) und auf das Van-Segment 103.400 (VJ 119.500) Stück. Der Anteil an elektrischen Fahrzeugen (BEV) fiel um 23 % auf 51.000 (VJ 66.300).

Im ersten Halbjahr belief sich der Absatz auf 1.168.600 Autos und Vans, was um 6 % unter dem Vorjahreswert liegt. Bei den BEV lag der Rückgang bei 16 %, was 101.600 Fahrzeugen entspricht. Neben dem wirtschaftlich schwieriger werdenden Umfeld beeinflussten auch Modellwechsel und Engpässe bei der Verfügbarkeit den Absatz. Für die zweite Jahreshälfte rechnet man vor allem im Top-End-Bereich durch die dann verfügbaren neuen Modelle, wie zum Beispiel der neuen G-Klasse und mehreren neuen AMG-Fahrzeugen, mit einem deutlichen Zuwachs.

Deutschland schwächelt

Bricht man die Zahlen im Bereich Cars auf die einzelnen Regionen herunter, sieht man, dass der Absatz im Heimatmarkt Deutschland mit -16 % auf 99.700 Autos am stärksten zurückging. In Europa war der Rückgang um 1 % auf 317.600 Autos hingegen moderat. In Asien fielen die Auslieferungen um 10 % auf 436.300 Fahrzeuge und in China war ein Minus von 9 % auf 341.500 Autos mit dem Stern zu verzeichnen. In Nordamerika lag der Absatz um 3 % unter dem Vorjahr. Dort wurden 168.200 Fahrzeuge an Kunden übergeben.

Bei den Vans war die Tendenz in Europa und Nordamerika ebenfalls rückläufig. In China stieg die Nachfrage hingegen um 7 % auf 16.800 Vans. Gefragt waren vor allem gewerbliche Small- und Midsize-Vans. Bei den Private Vans gingen die Auslieferungen hingegen stärker zurück.

Zum Ziel hat sich das Unternehmen gesetzt, im Cars-Segment den Absatz auf Vorjahresniveau (2.044.100 Autos) zu halten. Bei den Vans wird hingegen mit einem leichten Rückgang vom Vorjahreswert (447.800 Fahrzeuge) gerechnet.

Am 26. Juli präsentiert Mercedes-Benz den Halbjahresbericht der Öffentlichkeit.

Fazit: Die Absatzzahlen von Mercedes-Benz fügen sich nahtlos ins Gesamtbild der übrigen deutschen Autowerte ein. Ein zunehmend schwieriger werdendes gesamtwirtschaftliches Umfeld und eine daraus resultierende schwächere Nachfrage sowie zahlreiche Modellwechsel haben das erste Halbjahr geprägt. Mit Auto-Aktien war in letzter Zeit nicht viel zu verdienen, wobei sich die Mercedes-Aktie aber ein wenig besser gehalten hat als die Papiere der Konkurrenz. Mehr als eine Halteposition sind Mercedes, BMW und VW derzeit meiner Meinung nach nicht.

Jahr 2023 2024e* 2025e*
Umsatz in Mrd. EUR 153,22 151,92 155,73
Ergebnis je Aktie in EUR 13,69 11,51 11,79
KGV 5 6 5
Dividende je Aktie in EUR 5,30 4,96 5,04
Dividendenrendite 8,34 % 7,80 % 7,93 %

*e = erwartet

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    Hallo

    Seit Anfang 2022 war überall auf allen Börsenseiten zu lesen Daimler Kursziel z.B. 92€,99 € bis in die jüngste Vergangenheit.

    Das gleiche ist mit RWE passiert 50 bis 60 € bis in die jüngste Vergangenheit,und immer wueder die gleiche Leier,ohne Korrektur!

    Und das dann auch bei RWE von einem Superergebnis zum anderen.

    Und auch Mrcedes hat nie vor der Pleite gestanden!

    Das hat mich 2 Kleinwagen gekostet!

    Daher die Frage,was soll das,was denken sich die Kurszielgeber dabei,sind das nur verantwortungslose Schaumschläger?

    Und das dann noch über einen Zeitraum von 2 Jahren,immer die gleiche Leier,die Kursziele blieben bestehen,die Anleger z.B. ich schauen in Röhre!

    17:44 Uhr, 10.07.

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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