MERCEDES-BENZ senkt Prognose für 2026: China-Schwäche und steigende Kosten belasten
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- Mercedes-Benz AG - WKN: 710000 - ISIN: DE0007100000 - Kurs: 39,155 € (XETRA)
Operativ fielen die vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal dagegen besser aus als erwartet.
Für die Kernsparte Mercedes-Benz Cars rechnet der Konzern nur noch mit einer bereinigten Umsatzrendite von 2 bis 3 Prozent. Bisher lag die Spanne bei 3 bis 5 Prozent. Das Konzern-EBIT soll 2026 nur noch das Niveau des Vorjahres erreichen. Zuvor hatte Mercedes ein Ergebnis "deutlich über dem Niveau des Vorjahres“ in Aussicht gestellt. Beim Free Cashflow des Industriegeschäfts erwartet Mercedes, die untere Grenze der bisherigen Prognose („leicht unter dem Niveau des Vorjahres“) knapp zu verfehlen. Damit gilt nun „deutlich unter dem Niveau des Vorjahres“.
Unverändert bleiben die Ziele für Mercedes-Benz Vans (bereinigte Umsatzrendite von 8 bis 10 Prozent) und für Mercedes-Benz Financial Services (bereinigte Eigenkapitalrendite von 12 bis 14 Prozent).
Drittes Quartal operativ über den Erwartungen
Die vorläufigen, ungeprüften Eckdaten zum dritten Quartal ergeben ein gemischtes Bild. Das Konzern-EBIT lag bei 1,77 Mrd. Euro und damit gut 10 Prozent über dem Konsens von 1,60 Mrd. Euro. Die Pkw-Sparte erzielte eine bereinigte Umsatzrendite von 2,5 Prozent (Konsens: 2,4 Prozent), Vans kam auf 9,4 Prozent (Konsens: 9,1 Prozent). Financial Services übertraf die Erwartungen mit einer bereinigten Eigenkapitalrendite von 13,8 Prozent (Konsens: 12,4 Prozent) deutlich.
Schwach war dagegen der Cashflow: Der Free Cashflow des Industriegeschäfts betrug nur 172 Mio. Euro. Erwartet worden waren 422 Mio. Euro.
Die Prognosesenkung beruht nicht auf einem schwachen dritten Quartal, sondern ausdrücklich auf Effekten, die Mercedes für die letzten drei Monate des Jahres erwartet. Das Management rechnet also offenbar mit einem spürbar schwächeren Schlussquartal. Mit 2,5 Prozent Marge im dritten Quartal liegt die Pkw-Sparte bereits mitten in der neuen, deutlich niedrigeren Zielspanne.
Analysten dürften ihre Schätzungen nun senken. Die Konsensschätzungen sahen für 2026 bislang ein Konzern-EBIT von rund 6,78 Mrd. Euro vor. Das wäre ein Plus von gut 16 Prozent gegenüber den 5,82 Mrd. Euro aus 2025 gewesen. Erreicht Mercedes nur das Vorjahresniveau, fehlt gegenüber dem Konsens knapp 1 Mrd. Euro. Auch die EBIT-Marge dürfte bei etwa 4,4 Prozent verharren, statt wie erwartet auf 5,2 Prozent zu steigen.
Die mehrjährigen Zahlen zeigen, wie stark sich das Bild eingetrübt hat. Der Umsatz ist seit 2023 jedes Jahr gesunken, von 153,2 Mrd. Euro auf 132,2 Mrd. Euro im Jahr 2025. Für 2026 erwarten Analysten einen weiteren Rückgang auf rund 129 Mrd. Euro. Beim Ergebnis fiel der Einbruch noch stärker aus: Das EBIT schrumpfte von 19,7 Mrd. Euro (2023) auf 5,8 Mrd. Euro, ein Minus von rund 70 Prozent. Der Markt hofft auf eine Erholung ab 2027, für das der Konsens ein EBIT von knapp 8 Mrd. Euro ansetzt. Nach der heutigen Meldung dürfte diese Annahme kritischer gesehen werden.
Fazit: Bei Mercedes-Benz ist schon viel negatives eingepreist. Ein klarer Verkauf ist die Aktie auf dem Kursniveau m.E. nicht mehr. Viel wird aber auch an der Dividende hängen. Die erwartete Rendite liegt hier derzeit bei immerhin noch 7,5 %
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 132,21 | 129,23 | 132,44 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 7,47 | 5,46 | 6,57 |
| KGV | 5 | 7 | 6 |
| Dividende je Aktie in EUR | 3,50 | 3,00 | 3,13 |
| Dividendenrendite | 8,75% | 7,50% | 7,83% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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