Analyse

MAYDAY – Aktien mit Tiefgang

In dieser neuen Rubrik stelle ich im Wochenrhythmus nationale und internationale Aktien vor, die aufgrund ihrer charttechnischen Lage Tradern interessante Short-Chancen bieten und für Investoren vorübergehend problematisch werden können. Den Auftakt macht unter anderem Wirecard.

Erwähnte Instrumente

  • Wirecard AG
    ISIN: DE0007472060Kopiert
    Kursstand: 22,000 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Hapag-Lloyd AG
    ISIN: DE000HLAG475Kopiert
    Kursstand: 55,000 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Wirecard AG - WKN: 747206 - ISIN: DE0007472060 - Kurs: 22,000 € (XETRA)
  • Hapag-Lloyd AG - WKN: HLAG47 - ISIN: DE000HLAG475 - Kurs: 55,000 € (XETRA)
  • Klépierre S.A. - WKN: 863272 - ISIN: FR0000121964 - Kurs: 17,615 € (L&S)
  • bet-at-home.com AG - WKN: A0DNAY - ISIN: DE000A0DNAY5 - Kurs: 39,100 € (XETRA)

Im Wesentlichen soll es bei dieser neuen Serie sowohl um Shortchancen als auch um charttechnische Hinweise auf anstehende deutliche Abwärtsbewegung gehen, die für den ein oder anderen Investor relevant sein können. Sei es, weil Sie gerade investiert sind und nicht von einer starken Abwärtsbewegung kalt erwischt werden möchten, sei es, weil Sie auf der Suche nach interessanten antizyklischen oder prozyklischen Einstiegsniveaus sind.

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Daher gehe ich in den Analysen primär auf die Bedingungen für weiter fallende Kurse und auf die Kursziele der entsprechenden Setups ein. Die Long-Seite wird dadurch abgedeckt, dass ich zu jeder Aktienanalyse herausarbeiten werde, ab welchem Kursniveau im kurzfristigen oder mittelfristigen Zeitfenster mit einer Kurserholung zu rechnen sein wird oder ab welchem Niveau das vorgestellte Abwärtsszenario nicht mehr greift.

WIRECARD – Die Implosion

Mit dem fundamental begründeten Abverkauf seit gestern hatte die Wirecard-Aktie zunächst das (vorher fast als illusorisch zu bezeichnende) langfristige Abwärtszielgebiet bei 34,11 und 35,60 EUR erreicht und dort gestern Vormittag eine kurze Erholung gestartet. Diese wurde im Tagesverlauf bei 64,02 EUR gestoppt und anschließend auch diese unteren Zielmarken auf durchbrochen. Die nächsttiefere Kurszielzone von 21,08 bis 22,81 EUR wurde heute im frühen Handel erreicht.

Unterhalb von 21,08 EUR läge das nächste Abwärtsziel bei 16,80 EUR. Hier könnte eine Erholung einsetzen. Doch selbst ein Einbruch bis 9,80 und 9,30 EUR kann aus rein charttechnischer Sicht (!) nicht ausgeschlossen werden.

Von einer Erholung im weitesten Sinne kann aktuell erst bei einem Wiederanstieg über das Zwischentief bei 29,90 EUR gesprochen werden.

Ich persönlich möchte Privatanlegern dringend davon abraten, die Wirecard-Aktie aktiv zu handeln. Die Kursausschläge sind brachial und die Risiken nicht überschaubar.

Wirecard AG (10-Minuten-Chart)
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Wirecard AG (Tageschart)
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HAPAG-LLOYD – Die Gauß-Kurve

Die massive Kaufwelle vom April gehört seit dem Top bei 186,60 EUR längst der Vergangenheit an. Aktuell kämpft die Hapag-Lloyd-Aktie mit dem Tief vom März bei 56,10 EUR. Darunter könnte der Bereich um 49,00 EUR und ein internes Kursziel bei 46,50 EUR angelaufen werden. Die nächste langfristige Unterstützung liegt dagegen erst bei 40,73 EUR, einem Zwischenhoch aus dem Jahr 2017.

Deutliche Erholungen sind aktuell erst oberhalb des Zwischenhochs bei 66,70 EUR zu erwarten. Damit wäre auch der kurzfristige Abwärtstrendkanal überwunden und ein Anstieg bis 73,40 EUR und darüber ggf. 78,50 EUR möglich. Da der Wert nur einen minimalen Freefloat an der Börse aufweist, kann es jederzeit wieder zu einem massiven Anstieg kommen. Aktuell überwiegen jedoch deutlich die Gefahren auf der Unterseite. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch im Artikel meines Kollegen Bastian Galuschka.

Hapag-Lloyd AG (4-Stunden-Chart)
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KLEPIERRE - Doppeltop und Abverkauf

Bei den Aktien des französischen Immobilienunternehmens Klépierre haben sich ein Doppeltop im Bereich von 23,00 EUR und ein starker Kursrutsch Anfang Juni gegen die Erholungstendenzen seit Ende Mai gestellt. Unterhalb des Wochentiefs bei 17,23 EUR könnte ein Einbruch bis 15,43 EUR und darunter bereits an das Mai-Tief bei 13,08 EUR erfolgen. Selbst ein tiefer Fall auf die obere Begrenzungslinie einer früheren Dreiecksformation bei rund 11,00 EUR ist möglich.

Unterhalb von 19,50 EUR bleibt der Wert angeschlagen. Erst darüber könnte eine Erholung bis 21,00 EUR führen.

Klépierre S.A. (Tageschart)
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BET-AT-HOME - Einsturzgefahr

Der Ausflug über den Widerstand bei 42,60 EUR und die mittelfristige Barriere bei 44,80 EUR war bei der Bet-at-home-Aktie nur von kurzer Dauer. Seit Anfang Juni fällt der Anstieg in sich zusammen und hat mit dem kurzen Unterschreiten des Zwischentiefs bei 37,70 EUR schon das nächste bärische Signal geliefert. Die schwache Konsolidierung der letzten Tage ändert nichts am angeschlagenen Zustand des Wertes.

Sollte der Wert jetzt nicht in kürzester Zeit mindestens wieder über 42,60 EUR steigen, dürfte sich der Kursrutsch in den nächsten Tagen bis 32,00 EUR und darunter bis an die Unterstützung bei 29,44 EUR ausdehnen.

bet-at-home.com AG (Tageschart)
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  • Joey-the-bee
    Joey-the-bee

    Ri, RA, RUUUUUUUUUTSCH.... Wirecard als deutsches Unternehmen im internationalen Kreuzfeuer.

    12:40 Uhr, 19.06.2020

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Über den Experten

Thomas May
Thomas May
Experte für Fibonacci-Analyse

Thomas May entdeckte Ende der 1990er Jahre die Leidenschaft für die Börse. Zu Beginn fundamental orientiert, war er bald von der Charttechnischen Analyse begeistert und befasste sich intensiv mit klassischer Charttechnik, Elliott Wellen, Fibonacci- und Zyklenanalyse. Seit 2010 im Team der stock3 AG war er von 2012 bis 2016 Chefredakteur von GodmodeTrader.de, ist Autor der DVDs „Charttechnik für Einsteiger“ und „Fibonacci-Trading“, Mitherausgeber des ersten Teils von „Das große GodmodeTrader-Handbuch“ sowie einer der Autoren im zweiten Teil der Buchserie. Auf stock3 liegt sein Schwerpunkt auf charttechnischen Edelmetall-, Aktien- und Indexanalysen. Auf dem stock3 Terminal betreut der leidenschaftliche Swing-Trader seinen eigenen Desktop für Chartanalysen und Trading-Setups und handelt zudem aktiv im Depot "Gehebeltes Swing-Trading" des Premium-Services PROmax.

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