Analyse
06:45 Uhr, 16.02.2026

HAPAG-LLOYD vor Milliardenangebot für ZIM?

ZIM Integrated Shipping Services kommt im Zuge der Konsolidierung der Containerschifffahrt erneut ins Rampenlicht. Das in Israel beheimatete Unternehmen gehört zu den größeren unabhängigen Linienreedereien und ist vor allem im Transpazifik- und Intra-Asien-Geschäft stark positioniert.

Erwähnte Instrumente

  • ZIM Integrated Shipping Services - WKN: A2QNF3 - ISIN: IL0065100930 - Kurs: 22,200 $ (NYSE)
  • Hapag-Lloyd AG - WKN: HLAG47 - ISIN: DE000HLAG475 - Kurs: 120,400 € (XETRA)

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,7 Mrd. USD und einem Enterprise Value von etwa 6,4 Mrd. USD spiegelt die Bewertung die hohe Zyklizität des Geschäfts wider. Die Nettoverschuldung liegt bei ca. 3,7 Mrd. USD. Nach Rekordergebnissen 2022 mit rund 12 Mrd. USD Umsatz und 7,5 Mrd. USD operativem Gewinn, erwarten Analysten für dieses Jahr einen Umsatz von 5,6 Mrd. USD und einen Nettoverlust von rund 400 Mio. USD.

Strategisch hat sich ZIM in den vergangenen Jahren als flexibel agierender Nischenanbieter profiliert. Anders als viele Wettbewerber setzt das Unternehmen stark auf gecharterte Tonnage statt auf eigene Flottenkapazitäten. Das reduziert die Kapitalbindung, erhöht jedoch die Abhängigkeit von Charterraten. Während der Boomjahre 2021 und 2022 profitierte ZIM überproportional von explodierenden Frachtraten und schüttete erhebliche Dividenden aus. Mit der Normalisierung der Märkte geriet jedoch auch die Ertragslage unter Druck.

Mehrere Angebot waren in Prüfung

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass ZIM schom im Dezember mehrere Übernahmeangebote strategischer Interessenten prüfte. Ziel sei es, "einen bedeutenden Mehrwert für alle Aktionäre zu erzielen", wie das Unternehmen damals mitteilte. Hapag-Lloyd steht nun in fortgeschrittene Verhandlungen über einen möglichen Erwerb sämtlicher Anteile. Noch sind keine bindenden Vereinbarungen unterzeichnet. Neben den erforderlichen Gremienzustimmungen steht insbesondere die Freigabe des Staates Israel aufgrund besonderer Satzungsrechte aus. Gespräche mit FIMI Opportunity Funds über die Übernahme entsprechender Verpflichtungen gelten als weit fortgeschritten. Zudem wären weitere regulatorische Genehmigungen sowie die Zustimmung der Hauptversammlung von ZIM notwendig.

Die Gespräche fügen sich in eine Phase zunehmender Konsolidierung der Branche ein. Nach dem pandemiebedingten Superzyklus haben sich Frachtraten deutlich normalisiert, gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und Investitionen in klimafreundliche Flotten. Größere Einheiten versprechen Skaleneffekte und eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber Großkunden. Für Hapag-Lloyd könnte ZIM den Zugang zu profitablen Handelsrouten stärken und die Marktposition insbesondere im Transpazifik-Geschäft ausbauen.

Fazit: Man darf gespannt sein, ob die Transaktion stattfindet. Scheinbar wird es jetzt ernst. Die ZIM-Aktie dürfte heute Flügel bekommen. Die Konsolidierung im Sektor schreitet voran.

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