Market Insights: Nicht weit entfernt vom Irrenhaus! Historischer Edelmetall- & Tech-Crash
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Microsoft. Zeitweise über Minus 12 % an einem Tag, über 350 Milliarden USD Marktkapitalisierung verdampft. Das ist der größte Tagesverlust seit DeepSeek NVIDIA im Januar traf.
Copilot monetarisiert nicht wie erhofft und wird im Bundle aufgedrängt, bei Azure werden auch 38 % Wachstum mit Stagnation gleichgesetzt und der Cloud-Backlog wäre ohne OpenAI "nur" um 28 % statt 110 % QoQ gewachsen. Zumal 45 % von den Commercial RPOs auf OpenAI entfallen und man selbst großer Geldgeber ist. Bei ServiceNow ist man mittlerweile nichts mehr anderes gewohnt ... sie fällt und fällt und befindet sich derzeit im größten Drawdown der Unternehmensgeschichte mit über 50 % vom Top.
Der Software-Sektor (IGV) fiel wegen der Microsoft-/Servicenow-/SAP-Panik um über 5 % und rutscht 20 % unter sein Oktober-Hoch. Also ein technischer Bärenmarkt. Während Semis und Hardware glänzen, liegt der Tech-Bereich am Boden.
Mr. Market spielt "Wo ist der ROI?", "AI disruptiert Software-Firmen, weil jeder ab sofort Vibe-Coden tut". Ob das rational ist oder nicht. Die Börse passt die Bewertungen an, auch wenn die Fundamentaldaten stark bleiben. Das Resultat sind fallende Kurse und damit Bewertungen.
📌 Software-Umsatzschätzungen fallen relativ zum Tech-Sektor so stark wie seit 2009 nicht mehr
Die erwarteten Software-Umsätze über die rollierenden 3M sind im Vergleich zum restlichen Tech-Sektor so stark revidiert worden wie seit 2009 nicht mehr.
Gleichzeitig wird klar, dass KI nicht nur Umsätze verschieben, sondern Arbeitsplätze fressen wird. Goldman schätzt derzeit 5.000 bis 10.000 Netto-Jobverluste pro Monat in KI-exponierten Branchen wie Callcenter, Marketing, Software oder Admin. Die KI-Adoption liegt bei 17 % und steigt. Studien sprechen von 5 bis 10 % aller Jobs, die durch Automatisierung ersetzbar sind. Das trifft diesmal White-Collar-Jobs, die bislang jede technologische Revolution überlebt haben. Produktivität ist gut für Margen, schlecht für Beschäftigung.
📌 Umsatz pro Mitarbeiter explodiert bei KI-Firmen
Der linke Chart zeigt die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) je Full-Time-Employee nach Perzentilen seit 2018. Die grünen Balken, das 90. Perzentil, springen 2025 auf 620.000 USD, ein Anstieg von 75 % gegenüber 2024, wo sie bei rund 350.000 USD lagen. Die anderen Perzentile bleiben quasi unverändert. Das 75. Perzentil (dunkelblau) steigt von 240.000 auf 300.000 USD, das 50. Perzentil (gelb) von 120.000 auf 140.000 USD. Der Median bewegt sich kaum, die Top-Performer ziehen davon.
Der rechte Chart teilt auf nach Firmengröße. Unternehmen über 250 Millionen USD ARR (dunkelrot) steigen von 350.000 USD 2024 auf 480.000 USD 2025, ein Plus von 37 %. Kleinere Firmen, 0 bis 25 Millionen Dollar ARR (hellrosa), bleiben bei 100.000 USD pro Mitarbeiter. Die Schere öffnet sich. Große KI/Software-Firmen nutzen eigene Tools, um Produktivität zu steigern, kleinere hinken hinterher.
KI-Coding-Agents wie GitHub Copilot, Claude Code, Cursor oder Replit automatisieren Entwicklung. Weniger Engineers pro Feature, höherer Output pro Person. Aber das funktioniert nur, wenn die Firma schon skaliert und Daten hat. Startups ohne Umsatz können keine Produktivität steigern, weil sie erst ein Produkt bauen müssen
Meine Top Picks für das Börsenjahr 2026 gibt es exklusiv im AktienPuls360
AktienPuls360 | Fundi & Charting: Best of Both Worlds
👉 Überzeuge Dich 14 Tage unverbindlich
Im AktienPuls360 habe ich mich mit Rocco Gräfe als Mann mit über 20 Jahren Erfahrung in Charttechnik zusammengeschlossen und wir kombinieren unsere Talente miteinander. Tiefes fundamentales Research & passende charttechnische Einstiege sind keine Traumvorstellung, sondern sind seit Anfang September 2024 Realität.
Drei Depots mit allen Trades, tiefgründige Recherchen, das Experten-Battle Charttechnik vs. Fundamentalanalyse, tägliche Big-Picture-Einordnungen der Märkte und Live-Webinare zu DAX und US-Werten, ...
Wer sich denkt, es geht nicht mehr verrückter ... der Irrsinn ist noch nicht vorbei. Lest weiter.
Dann ist da noch Kevin Warsh. Trumps designierter Fed-Chef und Powell möglicher Nachfolger ab Mai. Wer jetzt denkt, der ist bestimmt eine "Taube" (Pro lockere Geldpolitik). Da muss ich enttäuschen. Was Trump in ihm sieht und wann die ersten Beleidigungen per Social-Media-Posting folgen - bei Polymarkets gibts bestimmt bald Wetten. Zumindest in der Vergangenheit kritisierte Warsh die Fed öffentlich dafür, 2022 zu spät gehandelt zu haben. Er hält die Post-Pandemie-Lockerung für einen Glaubwürdigkeitsverlust. QE ist für ihn ein Brandbeschleuniger für Vermögensblasen und Ungleichheit. Bestätigt werden muss er noch. Die Börse hatte die Meldung bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eingepreist und dann weiter verloren, als sich wieder abzeichnete, dass es am Wochenende zu militärischen Aktionen (diesmal Iran) kommen könnte und dann war ja noch etwas. Lest weiter.
📌 Neuer Fed-Chef, alter Reflex
Der Chart zeigt die S&P 500 Performance in den zwölf Monaten nach der Ernennung eines neuen Fed-Chefs seit 1930. Jede farbige Linie ist ein Chair. Die schwarze Durchschnittslinie liegt nach einem Jahr bei plus 10,7 %. Nur zwei Linien tauchen deutlich ins Minus: Eugene Meyer 1930 (türkis) mit minus 44,3 %, Beginn der Great Depression. Und Alan Greenspan 1987 (orange) mit minus 7,4 % nach zwölf Monaten, wegen des Schwarzen Montags kurz nach seiner Ernennung.
Der durchschnittliche maximale Drawdown liegt bei 19,6 %. Powell 2018 hatte nach einem Jahr - 11,24 %, der Drawdown lag bei - 19,78 %. Bernanke startete 2006 mit - 4,58 % nach zwölf Monaten, Drawdown - 7,70 %, kurz vor der Finanzkrise.
Historisch performte der Markt nach neuen Chairs gut, weil Wechsel oft in ruhigeren Zeiten stattfanden. Warsh ist ein Falke, bekannt für harte Geldpolitik. Wenn er tatsächlich die Zinsen länger hochhält oder sogar erhöht, könnten bald die ersten verbalen Gefechte mit Trump folgen. Aber der wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Denke ich mal.
Eine Blase, die definitiv geplatzt ist, war in den Edelmetallen zu finden. Hier waren selbst die Großeltern gehebelt long. Und dann "düdüm" . Am Freitag halt selbst ein moderater Hebel von 3 gereicht, um die Position komplett zu vernichten. Der heftigste Drop seit 1987! Die Liquidationen in diesen Märkten können die Kursverluste am Aktienmarkt auch teilweise erklären, da dann auch in diesem Markt teils Positionen, die als Sicherheit gedient haben, liquidiert werden. Was ein Markt! Einfach krank!
📌 64 Milliarden USD Tagesvolumen in Edelmetall-ETFs. Silber sprengt alle Rekorde!
Der Chart zeigt das tägliche Handelsvolumen in Edelmetall-ETFs seit 2005. Silber crashte um zeitweise über 30 % an einem Tag, von 118 auf 73 USD. Das triggerte Margin Calls, Stop-Loss-Orders, Algo-Verkäufe. Silber-ETFs und physisch besicherte Fonds sahen extreme Zuflüsse und Abflüsse gleichzeitig.
Entweder ist das der Höhepunkt der Edelmetall-Blase, oder es ist der Anfang einer neuen Phase extremer Volatilität. Wer jetzt in Precious-Metal-ETFs ist, sitzt in einer Achterbahn. Das Volumen zeigt nicht nur Interesse, sondern Panik.
📌 Gold-Bullenmarkt Nr. 3 läuft seit 2018
Der Chart vergleicht drei Gold-Bullenmärkte, normiert auf den Preis im August 2018. Die türkise Linie zeigt Bullenmarkt Nr. 1 von 1971 bis 1980. Ein Plus von 2.566 %. Die lila Linie ist Nummer 2 von 1999 bis 2011. Er endete mit 780 %. Der grüne Verlauf ist Bullenmarkt 3 (Start im August 2018, aktuell bei etwa 7,5 Jahren). "Nur" ein Plus von bis zu 418 %. Dennoch hat Gold am Freitag in 24 Stunden 6,3 Billionen USD Marktkapitalisierung verloren. Ein historischer Ausverkauf, der zeigt, dass selbst die sicheren Häfen zittern, wenn die Liquidität schwindet und Positionierungen zu einseitig werden. Jetzt wird spannend, wie die Zahlen von Alphabet und Amazon am Mittwoch bzw. Donnerstag aufgenommen werden. Schnallt euch an!
Edelmetall- & Krypto-Corner
📌 Gold-Volatilität explodiert
Der untere Chart zeigt den Gold VIX seit 2008. Aktuell schießt der VIX auf fast 40. Das ist erst das sechste Mal seit 2008, dass der Gold VIX über 38 springt.
Im Durchschnitt steigt Gold eine Woche später um 3,53 %, nach sechs Monaten um 13,58 %, nach einem Jahr um 20,83 %. Nach jedem dieser historischen Spikes war Gold ein halbes Jahr später höher. Aber die Sample Size ist klein, nur fünf Fälle.
Überzeuge Dich 14 Tage unverbindlich von unserem unschlagbaren Angebot
👉 Jetzt 14 Tage unverbindlich ausprobieren
📌 Silber crasht zeitweise 35 % an einem Tag
Die heftigste Korrektur der Geschichte!
Silber kletterte von 52 USD auf 122 USD in sechs Wochen. Dann folgte der rote Candlestick-Dolch. Der Preis fiel von 118 auf 73 USD intraday, ein Einbruch um 36 %. Selbst moderate Hebel sind ausgeknockt. So schnell ist das ganze Investment weg. Was ist passiert? Margin Calls. Leverage in Silber-Futures ist extrem. Als der Preis kippte, liquidierten Broker massenhaft Positionen. Die Rally war zu schnell. Fundamentaldaten spielten keine Rolle mehr, nur Momentum. Jetzt ist die Frage: War das eine Korrektur oder das Ende des Silber-Bullenmarkts?
📌 Bitcoin-ETF-Käufer sitzen durchschnittlich 7 % im Minus – das erste Mal seit Launch
Der obere Chart zeigt in Orange den Bitcoin-Preis und in Blau die durchschnittlichen Kosten aller Spot-BTC-ETF-Zuflüsse. Bitcoin stieg bis Oktober 2025 auf 125.300 USD, die blaue Linie folgte auf 90.200 USD. Dann der Crash. Am 28. Januar lag Bitcoin bei 89.300 USD, unter der blauen Linie. Das ist das erste Mal, dass der Durchschnittskäufer im Minus ist.
Markttechnik, Saisonalität und Sentiment
📌 Tops & Flops YTD in den Indizes
📌 Januar positiv, Rest des Jahres auch
Der S&P 500 hat es vollbracht und den Monat Januar grün geschlossen. Kaum zu glauben bei den wilden Bewegungen.
Bei positiven Januar-Monaten stieg der S&P 500 in den folgenden elf Monate in 87 % der Fälle. Der durchschnittliche Gewinn lag bei 12,2 %, der Median bei 13,4 %. Bei Januar-Gewinnen über 2 % wäre es noch besser gewesen mit 84,8 % Trefferquote, 12,3 % durchschnittlicher Gewinn. Selbst nach Verlusten im Januar steigt der Markt in 60 % der Fälle, allerdings nur um 2,1 % im Schnitt.
76 Jahre Daten, durchschnittlich 8,2 % Gewinn über die restlichen elf Monate, Median bei 9,9 %. Das Januar-Barometer funktioniert, weil es Sentiment einfängt. Aber 13 % der Fälle gehen trotzdem schief.
Magnificent 7
📌 Abstand vom 52W Hoch vs. Performance in 2026 für Mag7+Granolas+Super7
Wusstest Du ...?
📌 Software crasht wie im Juni 2000 ... während der S&P 500 steigt
Der obere Chart zeigt die 63-Tages-Performance des S&P 500 seit 1993. Der untere Chart zeigt Software & Services über denselben Zeitraum. Die orange Linie taucht aktuell unter -20 %. Das ist extrem selten. Die grauen schattierten Bereiche markieren Phasen, in denen Software mindestens 20 % verlor, während der S&P 500 positiv blieb. Es gibt nur drei solcher Phasen seit 1993.
Die erste war Anfang 2000, kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Die zweite um 2008, Finanzkrise. Die dritte ist jetzt, Januar 2026.
Aber 2000 war eine Blase, heute sind Software-Firmen profitabel. Die Frage ist: Ist das eine Korrektur innerhalb eines intakten Trends oder der Anfang einer längeren Rotation?
Überzeuge Dich 14 Tage unverbindlich von unserem unschlagbaren Angebot
👉 Jetzt 14 Tage unverbindlich ausprobieren
Spannende Earnings diese Woche
📅 Am Montag:
☀️ Disney, IDEXX, Samsung SDI
🌙 Palantir, Fabrinet, Teradyne, NXP
📅 Am Dienstag geht es weiter mit:
☀️ Merck, PepsiCo, Pfizer, Eaton, Transdigm, Nintendo, Paypal, Sartorius
🌙 AMD, Amgen, Chubb, Emerson Electric, Mondelez, Chipotle, EA, Take Two, Lumentum, Super Micro, Enphase, Amcor
📅 Zur Wochenmitte warten:
☀️Eli Lilly, Abbvie, Novartis, Novo Nordisk, Uber, GSK, Boston Scientific, UBS, Mediatek, Brookfield, Infineon, Flatex, Cummins, Stanley Black & Decker, OMV, T-Rowe Price, Equifax, Daikin, Johnson Controls
🌙 Alphabet, Costco, Qualcomm, Arm, Coherent, Snap, Crown Castle, McKesson, Oreilly, Markel, Qiagen, Align, Symbotic, Modine, elf Beauty, Tenable
📅 Am Donnerstag folgen:
☀️ Shell, Linde, Unilever, Sony, BBVA, Unicredit, BNP, KKR, Bristol Myers, ICE, Barrick Gold, Cigna, BMW, Siemens Healthineers, Roblox, Cardinal Health, Fastenal, Rockwell Automation, ASE, Vinci, Assa Abloy, IQVIA, Estee Lauder, Maersk, Hershey, Kenvue, Vestas, Renk, Peloton, Aurubis, Snap-on, Cyberark, Genmab, Ralph Lauren,
🌙 Amazon, Fortinet, Strategy, Digital Realty, Constellation Software, Microchip, Reddit, Bloom Energy, Atlassian, Illumina, Affirm, Mettler Toledo, IREN, Billcom
📅 Zum Wochenabschluss:
☀️ Under Armour, MarketAxess, Autonation, Oersted, Lotus, nVent
🌙 –
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart! Euer Valentin





















Super! Vielen Dank dafür. 😀