Market Insights: Dreimal die saisonale Nagelprobe für Aktienmärkte
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
2025 schließt mit der dritten starken Jahresperformance in Folge. Starke zweistellige Renditen im S&P 500, wieder einmal. 39 neue Allzeithochs. Tech läuft, die Magnificent 7 dominieren, und die Bewertungen liegen deutlich über dem historischen Durchschnitt. Natürlich hört man wie jedes Jahr überall dasselbe Narrativ: „Das ist eine Blase." Die Wahrheit? Wir stecken in der enttäuschendsten Blase aller Zeiten, weil sie zum aktuellen Zeitpunkt schlicht keine ist.
Die Top 5 Aktien im S&P 500 handeln aktuell bei einem Forward-KGV von 32x. Klingt teuer. Zur Jahrtausendwende lagen sie bei über 50x, während der Rest des Index bei 24x dümpelte. Heute liegt der Spread zwischen den Top5 und den restlichen 495 Aktien bei gerade einmal 10 Punkten. Die breite Masse notiert bei etwa 22x. Die aktuelle Konzentration ist real, aber sie ist fundamental gerechtfertigt. Diese Unternehmen liefern nicht nur Narrative, sondern operative Exzellenz. Die Margen des S&P 500 liegen auf einem 30 Jahres-Hoch, und die Schätzungen gehen von weiteren Verbesserungen aus. 79 % der Jahresrendite stammen aus echtem Gewinnwachstum, nur 21 % aus Bewertungsexpansion.
Echte Blasen zeichnen sich durch finale vertikale Anstiege aus, getrieben von FOMO, ohne fundamentale Rechtfertigung. US Tech legte im letzten Jahr gerade einmal 19 % zu, der breite S&P 500 nur 13 %. Zudem zeigt die Volatilität das Gegenteil einer Euphorie: 2025 verzeichnete der Nasdaq 77 Tage mit Bewegungen von mindestens +/- 1 %. 1999, kurz vor dem Dotcom-Crash, waren es 168 solcher Tage.
Bärenmärkte sind kurz und schmerzhaft, Bullenmärkte lang und profitabel. Durchschnittlich dauert ein Bullenmarkt 70 Monate und liefert 221 % Rendite. Der aktuelle Zyklus läuft seit 36 Monaten und hat etwa 60 % gebracht. Wenn er dem historischen Muster folgt, hätte er noch 34 Monate und weitere 160 % Upside-Potenzial vor sich.
Jetzt kommt die saisonale Nagelprobe (Teil1): die Santa Claus Rally.
Vom 24. Dezember bis zum 5. Januar zeigt sich historisch, ob die Märkte ins neue Jahr sprinten oder straucheln. Seit 1950 legte der S&P 500 in diesen sieben Handelstagen im Schnitt 1,6 % zu, die drittbeste Phase des gesamten Jahres. Gelingt die Rally, folgen meist solide Folgemonate mit durchschnittlich 4,1 % Plus über sechs Monate. Bleibt sie aus, wird der Januar historisch schwach.
Doch selbst dann: Ein Rücksetzer von 10 bis 15 % wäre kein Bärenmarkt, sondern eine gesunde Konsolidierung innerhalb eines intakten Bullenzyklus. Wer auf den großen Crash wartet, kämpft gegen die Statistik.
Du willst auch künftig alle Trades & Analysen live erleben?
Warum 50 EUR zahlen, wenn du 20 % sparen kannst?
Am 5. Januar 2026 starten wir mit dem großen Jahresausblick 2026 durch. Rocco Gräfe und Valentin Schelbert zeigen dir von 19:00 bis 20:30 Uhr die Indexrouten des Jahres und die spannendsten Aktien aus USA und DAX.
Der Einzelpreis für das Webinar liegt bei 49,99 Euro, aber hier ist der bessere Deal für dich: Das Webinar ist im Premium-Service AktienPuls360 bereits komplett enthalten! Wenn du dich jetzt für das Jahresabo entscheidest, bist du am 5. Januar "gratis" dabei und sicherst dir zusätzlich mit unserem Aktionscode 20 % Rabatt auf die erste Laufzeit.
👉 Dein Code: 26AP360 (Gültig für Neu- und Bestandskunden bis zum 09.01.2026)
Hol dir das Experten-Duo für Fundamentalanalyse & Charttechnik in dein Depot und starte perfekt vorbereitet ins Jahr!
👉 Jetzt 20 % sichern & Jahresausblick inklusive erhalten
Markttechnik, Saisonalität und Sentiment
📌 Tops und Flops 2025
Meine These für 2026: Auch dieses Jahr werden alle KI-Infrastruktur-Firmen die KI-Software-Firmen outperformen. Ergo gehe ich davon aus, dass selbst eine Micron auch in 2026 zu den Top-Performern zählen wird.
📌 Ein positiver Januar bedeutet fast immer ein gutes Jahr, ein negativer? Saisonale Nagelprobe (Teil3)
Von 1950 bis 2025 endeten 46 Jahre mit positivem Januar. In 41 davon schloss der S&P 500 das Jahr höher, eine Trefferquote von 89 %. Der durchschnittliche Jahresgewinn lag bei 17 %, der maximale Drawdown bei 10,5 %.
Wenn Januar negativ schloss, kippt die Statistik: Nur 50 % Trefferquote, durchschnittliche Returns von minus 1,75 %, und der maximale Drawdown steigt auf 18,7 %.
2008 startete mit minus 6,1 % im Januar, das Jahr endete bei minus 38,5 % mit einem Drawdown von 48,8%. 2022 begann mit minus 5,3 %, endete bei minus 19,4 % und einem Drawdown von 25,4 %. 2025 lag bei plus 2,7 % im Januar, aber kam auf einen Drawdown von 18,9 %. Das passt nicht ins Muster und zeigt, dass diese historischen Muster niemals ein Garant sind.
Januar setzt den Ton für Sentiment, Kapitalallokation und institutionelle Flows. Ein starker Start zieht Momentum-Käufer an, ein schwacher löst Vorsicht aus. Nicht mehr, nicht weniger.
📌 Midterms in 2026! Was bedeutet das?
2026 ist ein Zwischenwahl-Jahr, und die Statistik ist brutal ehrlich: Der S&P 500 verliert in diesen Jahren durchschnittlich 17,5 % von Peak zu Trough. Das übertrifft Wahljahre (12,8 %), Vorwahl-Jahre (11,2 %) und erste Amtsjahre (12,9 %) deutlich. Der Median liegt bei 16,6 %, die extremsten Fälle erreichten 37,6 % (1974) und 33,8 % (2002).
Aber hier beginnt die eigentliche Story: Ein Jahr nach dem jeweiligen Tief war der S&P 500 ausnahmslos höher. Durchschnittlich 31,7 % im Plus, im Median 33,2 %. 1982 folgte auf einen 16,6 % Einbruch eine 57,7 % Rally. 2022 verlor 25,4 %, danach kamen 21 %. Kein einziges Mal in 75 Jahren blieb der Markt 12 Monate nach dem Midterm-Tief niedriger.
Du willst auch künftig alle Trades & Analysen live erleben?
Warum 50 EUR zahlen, wenn du 20 % sparen kannst?
Am 5. Januar 2026 starten wir mit dem großen Jahresausblick 2026 durch. Rocco Gräfe und Valentin Schelbert zeigen dir von 19:00 bis 20:30 Uhr die Indexrouten des Jahres und die spannendsten Aktien aus USA und DAX.
Der Einzelpreis für das Webinar liegt bei 49,99 Euro, aber hier ist der bessere Deal für dich: Das Webinar ist im Premium-Service AktienPuls360 bereits komplett enthalten! Wenn du dich jetzt für das Jahresabo entscheidest, bist du am 5. Januar "gratis" dabei und sicherst dir zusätzlich mit unserem Aktionscode 20 % Rabatt auf die erste Laufzeit.
👉 Dein Code: 26AP360 (Gültig für Neu- und Bestandskunden bis zum 09.01.2026)
Hol dir das Experten-Duo für Fundamentalanalyse & Charttechnik in dein Depot und starte perfekt vorbereitet ins Jahr!
👉 Jetzt 20 % sichern & Jahresausblick inklusive erhalten
Das Tief fällt im Schnitt auf den 18. August, im Median auf den 29. September.
Auch die Partei im Weißen Haus macht einen Unterschied. Unter republikanischen Präsidenten bringen Midterms durchschnittlich 6 % Jahresgewinn, unter demokratischen nur 3 %. Die Median-Werte: 6,5 % unter Republikanern, 1,1 % unter Demokraten.
Republican Midterms (rote Linie) starten schwächer, drehen aber ab Mitte des Jahres deutlich nach oben und schließen klar über Democratic Midterms (blaue Linie), die bis Oktober unter null verharren. Selbst die maximalen Drawdowns unterscheiden sich: 14,3% unter Republikanern, 17% unter Demokraten. 2026 ist Trumps zweites Amtsjahr, ein Setup, das historisch strukturelle Vorteile bietet.
📌 Zwischenwahljahre bei zweiter Amtszeit an der Börse? 📈 📉 Saisonale Nagelprobe (Teil3)
Historische Daten zeigen, dass Zwischenwahljahre im Präsidentschaftszyklus im Durchschnitt die schwächste Phase darstellen. Gleichzeitig weisen die Daten bei Präsidenten in einer zweiten Amtszeit ein deutlich anderes Muster auf.
In diesen Jahren verzeichnete der S&P 500 im Mittel einen kumulierten Anstieg von rund 21 % über 12 Monate, wobei der Index in allen betrachteten Fällen ein Jahr später höher notierte. Zudem war die Renditen nach sechs, neun und zwölf Monaten in diesen Jahren durchgängig positiv. Der durchschnittliche maximale Jahresrückgang lag bei rund - 3 %.
📌 Warum das 6. Amtsjahr historisch auffällig stark ausfällt
Seit 1950 gab es Präsidenten mit einer sechsten Amtsjahr insgesamt sechs Mal. In keinem dieser Fälle endete der Markt niedriger. Die durchschnittliche Jahresrendite liegt bei rund 20,9 %, der Median bei 14,6 %. Damit gehört Year 6 zu den stärksten Einzeljahren innerhalb des Präsidentschaftszyklus.
Jahr 1 erzielte im Mittel 3,4 %, Jahr 2 lag bei 6,9 %. Jahr 3 sticht mit starken 22,2 % hervor, bevor Jahr 4 auf 10,5 % zurückfällt. Jahr 5 bringt nochmals 15,5 %. Jahr 6 übertrifft diese Abfolge erneut und erreicht den höchsten Durchschnittswert der gesamten Sequenz.
Old But Gold – Die Highlights aus über 1 Jahr Market Insights
📌 Wall Street hat den S&P 500 in jedem starken Jahr unterschätzt
Analysten liegen systematisch daneben, aber immer in die gleiche Richtung. In Jahren, in denen der S&P stark stieg, lagen ihre Prognosen zu niedrig.
Die einzigen Jahre, in denen Wall Street richtig oder zu optimistisch war: 2018 und 2022, beide mit negativen Returns. 2018 fiel der S&P 6 %, Analysten hatten 7 % Plus erwartet. 2022 verlor 19 %, die Prognose lag bei 9 % Plus. In Crashs überschätzen sie, in Rallys unterschätzen sie. 🤡
Der Grund: Analysten arbeiten mit linearen Modellen und Mean Reversion. Sie extrapolieren moderate Szenarien, weil extreme Prognosen Karriererisiken sind. Wer 30 % vorhersagt und falsch liegt, wird gefeuert. Wer 8 % sagt und der Markt macht 25 %, bleibt im Job. Das Incentive-System belohnt Vorsicht, nicht Genauigkeit.
Für 2026 prognostizieren Strategen rund 10 %. Wenn das Muster hält, bedeutet das entweder: Der Markt macht 15 %+, oder es kommt ein Down-Year und sie liegen wieder zu hoch. Die Daten zeigen, dass Konsens-Prognosen als Kontraindikator funktionieren. Nicht weil Analysten dumm sind, sondern weil Märkte non-linear sind und Herdenverhalten Extremereignisse ausblendet. Wer blindlings auf Wall Street-Targets setzt, hat in 11 von 12 Jahren Rendite verschenkt.
Ich habe euch ja schon öfters gezeigt, dass ein durchschnittliches Aktienmarktjahr mit 7-9 % Rendite äußerst selten vorkommt.
Wusstest Du ...?
📌 2026 wird das größte IPO-Jahr seit einem Jahrzehnt
Die IPO-Pipeline ist voll wie seit Jahren nicht mehr. Der erwartete Umsatz bei IPO-Kandidaten ist im Median von 381 Millionen Dollar (2018-2019) auf 878 Millionen Dollar (2024-2025) explodiert. Das ist mehr als eine Verdopplung in sechs Jahren. Unternehmen gehen heute nicht mehr als Wachstumswetten an die Börse, sondern als ausgereifte Cash-Maschinen mit bewiesenen Unit Economics.
2026 wird wild, aber nicht wie 2021. Damals gingen Unternehmen mit 50 Millionen Umsatz public und wurden mit 50x bewertet. Heute kommen Firmen mit 500+ Millionen und müssen Profitabilität zeigen. Der Markt ist selektiver, aber das Kapital ist da. Trillionen stecken in Private Markets fest, Exits sind überfällig. SpaceX fehlt auf der Übersicht und ist für das H2 2026 angedacht.
Überzeuge Dich 14 Tage unverbindlich von unserem unschlagbaren Angebot
👉 Jetzt 14 Tage unverbindlich ausprobieren
Spannende Earnings diese Woche
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Wochenstart! Euer Valentin















Keine Kommentare
Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.