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13:55 Uhr, 06.02.2026

MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Stellantis brechen ein

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DOW JONES--Europas Aktienmärkte bauen bis Freitagmittag die Gewinne aus. Die Rotation aus Technologie- wie auch Softwaretiteln dauert auch zum Wochenschluss an. Das Geld fließt verstärkt in zyklische Sektoren wie Industrie, Rohstoffe und Banken, heißt es von Strategen. Dies sei nicht zwangsläufig negativ, da der Markt damit auf einem breiteren Fundament stehe. Mit Blick auf die disruptive Auswirkung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Geschäftsmodelle einzelner Software-Anbietern, ist der große Verkaufsdruck zunächst abgeflaut.

Der DAX gewinnt 0,5 Prozent auf 24.620 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,7 Prozent auf 5.965 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro wenig verändert bei 1,1790 Dollar, an den Anleihemärkten fallen die Renditen. An den Rohstoffmärkten ist es vergleichsweise ruhig.

Am vorhandenen disruptiven Potenzial von KI für verschiedene Unternehmen und Wirtschaftsbereiche besteht nach Einschätzung der DZ Bank zwar grundsätzlich kein Zweifel. "Allerdings ist dies mit Blick auf den technologischen Fortschritt eher die Regel als die Ausnahme. Auf längere Sicht überwiegen aus ökonomischer Sicht die Chancen die vorherrschenden Risiken. Und hiervon dürften auch die Aktienmärkte profitieren", heißt es.

Der Datenkalender ist recht leer. Der ursprünglich für den Berichtstag vorgesehene US-Arbeitsmarktbericht wurde aufgrund des kurzzeitigen Shutdowns auf kommenden Mittwoch verschoben. Damit bleibt an US-Konjunkturdaten lediglich der Index der Universität von Michigan für das Verbrauchervertrauen.

Eine faustdicke Überraschung lieferte am Morgen Stellantis, die Aktien brechen um fast 30 Prozent ein. Der Jeep-Hersteller gab bekannt, dass er im Rahmen einer Abkehr von Elektrofahrzeugen nun Belastungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro verbuchen wird. Damit ist Stellantis der jüngste Automobilhersteller, der seine Pläne für batteriebetriebene Autos angesichts einer schwächer als erwartet ausgefallenen Nachfrage zurückschraubt. Für Autowerte geht es europaweit im Schnitt um 3,6 Prozent nach unten.

Positiv werten die Analysten von JP Morgan für Bayer (+1,9%), dass der Gerinnungshemmer Asundexian von Bayer das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls substanziell, und zwar um 26 Prozent, reduziert. Aktuell berücksichtigen sie Spitzenumsätze von 1,4 Milliarden Dollar nach 2035 sowie Umsätze von 100 Millionen Dollar im Jahr 2028, was im Einklang mit dem Konsens liege. Die Analysten glauben jedoch, dass aufgrund der starken Datenlage Aufwärtspotenzial für diese Prognosen bestehe.

Für die Aktie von Renk geht es nach einem positiven Analystenkommentar um 8 Prozent nach oben. Die Aktie von Siemens Healthineers (-3,7%) wird zum Wochenausklang "Ex Dividende" in Höhe von einem Euro gehandelt.

Für Bechtle geht es um 6,6 Prozent nach unten. Aus dem Handel heißt es, dass die Zahlen an sich so ein hohes Minus nicht rechtfertigen, die wichtigen Kennziffern lägen alle rund um den erwarteten Rahmen, das vierte Quartal sei gut gelaufen. Eventuell bremse der vorsichtige Ausblick, der die deutlichen Preiserhöhungen der PC-Hersteller erwähnt.

Novo Nordisk legen um 4,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen rechtliche und regulatorische Schritte gegen Hims & Hers angekündigt hat. Die Telemedizin-Plattform hatte zuvor bekannt gegeben, sie werde eine kostengünstigere Rezeptur der Wegovy-Pille anbieten. Novo Nordisk bezeichnete den Vorstoß von Hims & Hers als "illegale Massenherstellung von Rezeptur-Medikamenten, die ein erhebliches Risiko für die Sicherheit der Patienten darstellt".

Die Ergebnisse der Societe Generale für das vierte Quartal dürften nicht ausreichen, um eine weitere Outperformance der Aktie zu rechtfertigen, schreiben Thomas Hallett und Andrew Stimpson von Keefe, Bruyette & Woods. Die französische Bank habe vor einer hohen Hürde gestanden, da die Erwartungen gestiegen seien und die Aktie sich vor Veröffentlichung der Zahlen überdurchschnittlich entwickelt habe. Die Aktie fällt um 4 Prozent.

Gegen die angeschlagene Stimmung am Markt heben sich Orsted mit 1,5 Prozent Plus positiv ab. Die Dänen haben am Morgen ihre Jahresprognosen bestätigt und zeigen sich weiter zuversichtlich. Dies stützt die verbesserte Stimmung gegenüber dem Windpark-Unternehmen, nachdem dieses nun auch Unterstützung von US-Gerichten für den Weiterbau von Anlagen in den USA erhalten hat. Siemens Energy steigen 2,2 Prozent.

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INDEX                     zuletzt        +/- %    absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50            5.965,38        +0,7%      39,68          +2,3% 
Stoxx-50                 5.103,68        +0,6%      32,24          +3,1% 
DAX                     24.619,67        +0,5%     128,61          +0,0% 
MDAX                    31.579,08        +0,5%     144,57          +2,7% 
TecDAX                   3.613,50        -0,4%     -14,55          +0,2% 
SDAX                    17.825,50        -0,3%     -52,97          +4,1% 
CAC                      8.239,25        +0,0%       1,08          +1,1% 
SMI                     13.434,94        -0,2%     -31,10          +1,5% 
ATX                      5.651,93        +0,3%      14,89          +5,8% 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Do, 17:59 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1790        +0,1%     1,1782         1,1801   +0,3% 
EUR/JPY                    185,25        +0,1%     185,01         185,16   +0,5% 
EUR/CHF                    0,9175        +0,1%     0,9166         0,9173   -1,5% 
EUR/GBP                    0,8676        -0,3%     0,8703         0,8713   -0,2% 
USD/JPY                    157,12        +0,0%     157,04         156,90   +0,2% 
GBP/USD                    1,3590        +0,4%     1,3537         1,3545   +0,5% 
USD/CNY                    6,9567        -0,0%     6,9589         6,9530   -1,0% 
USD/CNH                    6,9369        -0,0%     6,9382         6,9345   -0,5% 
AUS/USD                    0,6982        +0,8%     0,6929         0,6969   +3,9% 
Bitcoin/USD             66.254,15        +3,6%  63.926,40      67.879,55  -29,1% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   63,02        63,29      -0,4%          -0,27   +9,9% 
Brent/ICE                   67,34        67,55      -0,3%          -0,21  +10,7% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     4.892,77     4.774,29      +2,5%         118,48  +10,6% 
Silber                      74,39        70,90      +4,9%           3,49   -0,6% 
Platin                   1.702,76     1.690,39      +0,7%          12,37   -3,6% 
Kupfer                       5,81         5,82      -0,2%          -0,01   +2,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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