S&P Global: Euroraum-Wachstum kommt im März fast zum Stillstand
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DJ S&P Global: Euroraum-Wachstum kommt im März fast zum Stillstand
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Das Eurozone-Wachstum ist zum Ende des ersten Quartals aufgrund der rückläufigen Neuaufträge beinahe zum Stillstand gekommen. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verringerte sich auf 50,5 Zähler von 51,9 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 51,0 Punkte vorhergesagt.
Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 51,4 Punkte von 50,8 im Vormonat. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 49,5 Zähler prognostiziert. Der Index für den Servicesektor fiel auf 50,1 Punkte von 51,9 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 51,1 Punkte erwartet.
Der Kostenauftrieb beschleunigte sich infolge des Kriegsausbruchs im Nahen Osten rasant und so stark wie seit etwas über drei Jahren nicht mehr. Die Verkaufspreise wurden zwar kräftiger angehoben als zuletzt, der Anstieg fiel jedoch deutlich schwächer aus als bei den Einkaufspreisen.
Dass der Krieg auch für Störungen innerhalb der Lieferketten sorgte, zeigte die deutlichste Verlängerung der Lieferzeiten seit über dreieinhalb Jahren. Gleichzeitig sank die Beschäftigung geringfügig, und die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist fielen deutlich weniger optimistisch aus als im Februar.
Die deutsche Wirtschaft expandierte dank der kräftigsten Produktionssteigerung im verarbeitenden Gewerbe seit über vier Jahren ein weiteres Mal, während Frankreichs Wirtschaft abermals schrumpfte. In den übrigen erfassten Eurozone-Ländern legte die Wirtschaftsleistung leicht und mit der niedrigsten Rate seit 27 Monaten zu.
Das Geschäftsklima brach stark ein und erreichte den tiefsten Stand seit fast einem Jahr. Dieser monatliche Rückgang der Stimmung war der stärkste seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Anfang 2022.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
Webseite: https://www.pmi.spglobal.com/Public/Release/PressReleases
DJG/apo/hab
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