KI-Boom vor Wende? Diese Investmentbank packt aus
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Bemerkenswerter Stimmungswechsel im Unternehmensmarkt für KI, eine Phase der Kostenoptimierung hat begonnen. Nach einer Analyse der UBS haben rund 60% der befragten Unternehmen bereits Maßnahmen eingeleitet, um ihre Ausgaben für KI deutlich zu begrenzen. Gleichzeitig gewinnen günstigere Modelle, Open Source Lösungen und insbesondere chinesische KI Modelle rapide an Bedeutung. Unternehmen stellen fest, dass unkontrollierte Nutzung sehr schnell enorme Cloud und API Kosten verursacht. Teilweise entstehen monatliche Rechnungen von 35.000 US-Dollar für einzelne Mitarbeiter. Manche Entwicklerteams überschreiten ihre Token Kontingente sogar um 100 bis 200%.
Deshalb beginnen Unternehmen, ihre KI-Infrastruktur neu zu organisieren. Anstatt für jede Aufgabe das leistungsstärkste und teuerste Modell einzusetzen, etablieren sie sogenannte Model Routing Systeme.
Das bedeutet:
- Einfache Texte → günstige Modelle
- Übersetzungen → günstige Modelle
- Zusammenfassungen → günstige Modelle
- Komplexe Programmierung → Premium Modelle
- Anspruchsvolle Analysen → Premium Modelle
- Schwierige Reasoning Aufgaben → Premium Modelle
Dadurch sinken die Kosten erheblich, ohne dass die Qualität der Ergebnisse im Alltag stark leidet.
Ein weiterer Trend ist der Wechsel zu Open Source Modellen und ist China stark. Viele Unternehmen stellen fest: Warum dauerhaft hohe API-Gebühren bezahlen, wenn leistungsfähige Modelle lokal oder wesentlich günstiger betrieben werden können?
Beispiele ... das sind durch die Bank chnesische Modelle:
- Alibaba Qwen
- DeepSeek
- MiniMax
- Zhipu AI (GLM)
- Moonshot AI (Kimi)
Diese Modelle werden mittlerweile über Cloud-Plattformen oder lokal betrieben und sind oft um ein Vielfaches günstiger als proprietäre Modelle westlicher Anbieter.
Warum chinesische Modelle ?
Erstens sind laut UBS viele chinesische Modelle Open Weight oder vollständig Open Source. Zweitens entstehen dadurch keine dauerhaften API-Gebühren. Drittens können Unternehmen die Modelle selbst hosten. Viertens lassen sie sich individuell anpassen. Fünftens erreichen sie inzwischen bei vielen Standardaufgaben nahezu das Leistungsniveau der führenden US-Modelle. Dadurch verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend vom reinen Qualitätsvergleich hin zum Verhältnis von Leistung zu Kosten.
Viele Firmen hatten in kurzer Zeit zahlreiche KI Anwendungen eingeführt. Jetzt folgt eine Konsolidierung. Statt 5 verschiedener KI Tools kommen teilweise nur noch 2 zum Einsatz.
Das reduziert: Lizenzkosten, Schulungsaufwand,Datenschutzrisiken, Integrationsaufwand, Verwaltungsaufwand.
Die Unternehmen investieren weiterhin stark in KI. Sie investieren laut UBS lediglich intelligenter. Das Geld fließt gezielter in Anwendungen mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen. Aus "KI um jeden Preis" wird "KI mit positivem Return on Investment".
Main Messages:
1. Die erste Euphorie ist vorbei.
Unternehmen verlangen inzwischen einen klaren wirtschaftlichen Nutzen jeder KI-Anwendung.
2. Kosten werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Nicht das leistungsfähigste Modell gewinnt automatisch, sondern häufig das Modell mit dem besten Preisleistungsverhältnis.
3. Model Routing wird zum neuen Standard.
Premium Modelle werden nur noch für wirklich schwierige Aufgaben eingesetzt.
4. Open Source verändert den Markt.
Unternehmen können leistungsfähige Modelle selbst betreiben und sparen dadurch erhebliche API-Kosten.
5. Chinesische Modelle gewinnen Marktanteile.
Vor allem wegen ihrer niedrigen Betriebskosten und der Möglichkeit zum lokalen Einsatz werden Modelle wie Qwen oder DeepSeek zunehmend in Unternehmensumgebungen getestet oder produktiv genutzt.
6. Das dürfte den Margendruck auf westliche Anbieter erhöhen.
Wenn Kunden vergleichbare Qualität deutlich günstiger erhalten, geraten die Preismodelle proprietärer Anbieter wie OpenAI, Anthropic oder teilweise auch Google und Microsoft unter Druck. Premiumpreise lassen sich dann nur noch rechtfertigen, wenn der Leistungsabstand groß genug bleibt.
Für Anleger ist das wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Der KI-Zyklus geht nicht zu Ende, aber die Wertschöpfung verschiebt sich. Während Infrastrukturanbieter wie GPU-Hersteller und Cloud-Betreiber weiter profitieren können, beginnt bei Sprachmodellen eine Phase intensiveren Preiswettbewerbs. Entscheidend wird künftig weniger sein, wer das absolut beste Modell besitzt, sondern wer das beste Verhältnis aus Qualität, Geschwindigkeit und Kosten anbieten kann.
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