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12:38 Uhr, 15.07.2026

JOHNSON & JOHNSON: Erstmals auf Kurs zu 100 Mrd. USD Jahresumsatz

Johnson & Johnson nähert sich einem Meilenstein, den das Unternehmen in 140 Jahren nie erreicht hat: Zum ersten Mal in seiner Geschichte steuert der Konzern auf mehr als 100 Mrd. USD Jahresumsatz zu, und das zweite Quartal 2026 liefert die Zahlen, die diese Ansage untermauern.

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Der Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal um 6,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 25,31 Mrd. USD und übertrifft damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 25,02 Mrd. USD klar. Währungsbereinigt beträgt das operative Wachstum 5,6 %, was zeigt, dass der Rückenwind durch einen schwächeren Dollar rund einen Prozentpunkt zum ausgewiesenen Wachstum beiträgt. Das bereinigte EPS (Non-GAAP) klettert von 2,77 USD im Vorjahr auf 2,90 USD und übertrifft den Konsens von 2,85 USD. Das GAAP-EPS hingegen fällt leicht von 2,29 auf 2,27 USD, weil höhere Sonderbelastungen, darunter Restrukturierungskosten aus einem neuen Lieferkettenprogramm im Bereich Innovative Medicine sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Abspaltung des Orthopädiegeschäfts, den ausgewiesenen Gewinn belasten. Für die Bewertung der operativen Ertragskraft ist das bereinigte Non-GAAP-EPS die maßgebliche Größe. Der freie Cashflow liegt im ersten Halbjahr bei geschätzten rund 8,7 Mrd. USD, nach 6,2 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum, was die solide Kapitalgenerierung unterstreicht.

Innovative Medicine trägt das Wachstum

Das Segment Innovative Medicine wächst operativ um 6,8 % auf 16,38 Mrd. USD und ist damit der klare Wachstumsmotor. Innerhalb der Onkologie steigt DARZALEX weltweit um 18,9 % auf 4,21 Mrd. USD, die Zelltherapie CARVYKTI legt um 49,4 % auf 657 Mio. USD zu, und RYBREVANT/LAZCLUZE wächst um 60,8 % auf 289 Mio. USD. Diese Dynamik zeigt, dass die Onkologie-Pipeline zunehmend kommerziell trägt und nicht mehr nur Versprechen ist. In der Neurologie wächst SPRAVATO um 40,8 % auf 584 Mio. USD, CAPLYTA, erst seit April 2025 im Portfolio, steuert 361 Mio. USD bei.

Der Gegenwind durch STELARA bleibt spürbar: Der Biosimilar-Wettbewerb drückt den Umsatz des Immunologiepräparats um 55,2 % auf 740 Mio. USD. Das Management beziffert den negativen Wachstumsbeitrag von STELARA auf rund 760 Basispunkte im Segment, was bedeutet, dass Innovative Medicine ohne diesen Effekt operativ zweistellig gewachsen wäre. TREMFYA übernimmt die Rolle des Immunologie-Ankers und wächst um 72,5 % auf 2,05 Mrd. USD.

MedTech: solides Fundament, kein Ausreißer

MedTech wächst operativ um 3,6 % auf 8,93 Mrd. USD. Shockwave im Kardiovaskulär-Bereich legt um 14,6 % auf 335 Mio. USD zu, Elektrophysiologie wächst um 4,4 % auf 1,53 Mrd. USD. Orthopaedics kommt auf 4,2 % operatives Wachstum, getragen von Trauma. Das Segment liefert verlässliche, aber keine aufregenden Zahlen, was angesichts laufender Restrukturierungen im Surgery-Bereich und der bevorstehenden Abspaltung des Orthopädiegeschäfts wenig überrascht. Das MedTech-Wachstum ist organisch und nicht akquisitionsgetrieben, was positiv zu werten ist.

Ausblick

Johnson & Johnson hebt die Jahresprognose spürbar an. Das bereinigte EPS (Non-GAAP) steigt von einer April-Mitte von 11,55 USD auf nun 11,68 USD, ein Plus von 0,13 USD. Das bereinigte operative EPS erhöht sich um 0,18 USD auf eine Mitte von 11,58 USD. Der erwartete Umsatzkorridor für das Gesamtjahr liegt bei 100,8 bis 101,4 Mrd. USD. Die Mitte liegt bei 101,1 Mrd. USD, was einem berichteten Wachstum von 7,3 % entspricht. Die neue Spanne liegt damit knapp über dem Analystenkonsens von 101,07 Mrd. USD für das Gesamtjahr. Die angehobene Prognose signalisiert, dass das Management die laufende Dynamik für nachhaltig hält, auch wenn der STELARA-Gegenwind im zweiten Halbjahr noch nicht vollständig abklingt. CEO Joaquin Duato formuliert die Botschaft selbstbewusst: Der Konzern sei "auf Kurs, unser 2026-Ziel von mehr als 100 Mrd. USD Jahresumsatz zum ersten Mal in der 140-jährigen Geschichte unseres Unternehmens zu erreichen." Das ist keine vorsichtige Formulierung, sondern eine klare Ansage.

Kennzahlen im Überblick

Kennzahl 2025 2026e 2027e
Umsatz 94,19 Mrd. USD 101,07 Mrd. USD 108,18 Mrd. USD
EPS 11,03 USD 11,59 USD 12,81 USD

*e = erwartet, Erwartungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

Fazit: Dieses Quartal ist operativ überzeugend: Umsatz und bereinigtes EPS übertreffen den Konsens, die Onkologie-Pipeline liefert kommerziell, und die angehobene Jahresprognose gibt der Equity-Story eine konkrete Richtung. Der STELARA-Gegenwind ist bekannt und eingepreist, TREMFYA und die Onkologie-Franchises übernehmen die Staffel schneller als erwartet. Belastend wirken die höheren GAAP-Sonderkosten aus Restrukturierung und Orthopädie-Abspaltung, die das ausgewiesene Nettoergebnis optisch trüben. Wer die Equity-Story von Johnson & Johnson verfolgt, findet hier mehr Bestätigung als neue Fragezeichen, und das Kursniveau mit einem KGV von 24 spiegelt diese Qualität bereits zu einem guten Teil wider.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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