US-Inflation im Juli – Zinspfad der Fed auf dem Prüfstand
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Die Woche vom 10. August steht ganz im Zeichen der US-Verbraucherpreise: Am Mittwoch liefert der Inflationsbericht für Juli den nächsten entscheidenden Datenpunkt für die Zinspolitik der Federal Reserve. Parallel dazu melden mit Cisco und Applied Materials zwei Technologieschwergewichte ihre Quartalsergebnisse und geben Einblick in die Investitionsbereitschaft der IT-Branche.
Konjunktur:
Den Auftakt macht am Dienstag die Reserve Bank of Australia mit ihrem Zinsentscheid (06:30 Uhr). Der Konsens rechnet mit einer unveränderten Rate von 4,35 % — nachdem die Notenbank zuletzt keine Signale für eine schnelle Kehrtwende gesendet hat, dürfte das Hauptaugenmerk auf der Begleitkommunikation liegen.
Das Highlight der Woche kommt am Mittwoch um 14:30 Uhr: Die USA veröffentlichen die Verbraucherpreise für Juli. Die Inflationsrate liegt laut Konsens bei 3,4 % im Jahresvergleich (Vormonat: 3,5 %), die monatliche Veränderung wird mit 0,1 % erwartet nach −0,4 % im Juni. Beim Kernindex (ex Energie und Lebensmittel) wird ein Rückgang auf 2,5 % im Jahresvergleich erwartet, nach 2,6 % zuvor; monatlich rechnet der Konsens mit 0,2 % (Vormonat: 0,0 %). Diese Zahlen sind für die Märkte von zentraler Bedeutung, weil sie die Debatte über Zeitpunkt und Tempo möglicher Fed-Zinssenkungen direkt beeinflussen: Ein Rückgang der Kernrate würde den Spielraum der Notenbank vergrößern, während eine hartnäckig hohe Inflation den Druck auf die Fed erhöht, die Pause länger zu halten.
Am Freitag runden zwei Termine aus der Schweiz und den USA die Woche ab. Das Schweizer BIP für das zweite Quartal (09:00 Uhr) wird mit einem Wachstum von 0,5 % zum Vorquartal erwartet, nach 0,4 % im ersten Quartal. Am Nachmittag (16:00 Uhr) folgen die Inflationserwartungen der Universität Michigan für die nächsten zwölf Monate — der Vorwert lag bei 4,2 %. Steigende Inflationserwartungen der Verbraucher werden von der Fed als eigenständiges Risiko betrachtet, weshalb auch dieser Wert die Debatte um den Zinspfad beeinflussen kann.
Earnings:
Die Berichtssaison läuft in dieser Woche auf geringerem Hochdruckniveau, liefert aber für den Technologiesektor wichtige Signale.
Montag eröffnet Simon Property Group (SPG) nachbörslich — der größte US-Immobilienfonds im Einzelhandelsbereich gibt Aufschluss über die Verfassung des stationären Einzelhandels. Ebenfalls vorbörslich berichtet Ferguson.
Am Dienstag steht CoreWeave (CRWV) im Rampenlicht: Das auf KI-Infrastruktur spezialisierte Unternehmen meldet nachbörslich und der Markt beobachtet dabei vor allem das Wachstumstempo bei GPU-Cloud-Kapazitäten sowie die Nachfrageentwicklung aus dem Hyperscaler-Umfeld. Ebenfalls am Dienstag: Super Micro Computer (SMCI) nachbörslich — nach den Turbulenzen rund um Bilanzfragen steht die Glaubwürdigkeit der Geschäftszahlen und die Server-Nachfrage im KI-Segment im Fokus. Lumentum Holdings und Cardinal Health runden den Dienstag ab.
Mittwoch bringt mit Cisco (CSCO, nachbörslich) den schwergewichtigsten Einzeltermin der Woche. Beobachtungspunkt ist, wie sich die Nachfrage nach Netzwerkausrüstung und Software-Abonnements entwickelt — und ob die KI-getriebene Infrastrukturoffensive der Unternehmenskunden im Auftragseingang sichtbar wird. Coherent (COHR) meldet ebenfalls nachbörslich; das Unternehmen ist als Zulieferer für Datenzentrum-Optik ein weiterer Gradmesser für KI-Investitionszyklen. Vorbörslich berichten zudem Nebius Group, Amcor, Trimble und Bio-Techne.
Donnerstag rückt Applied Materials (AMAT) in den Mittelpunkt: Der Halbleiterausrüster berichtet nachbörslich, und der Markt richtet den Blick auf Auftragseingang sowie Guidance — beides gilt als Frühindikator für den Chip-Investitionszyklus. Tapestry (TPR) meldet vorbörslich und gibt Einblick in die Konsumbereitschaft im Premium-Konsumgüterbereich.
Die wichtigsten Konjunkturtermine und Quartalszahlen der neuen Börsenwoche im Überblick.
Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.
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