Kommentar
09:20 Uhr, 27.07.2023

Ist die Zinskurve als Indikator nutzlos?

Trotz einer hohen Trefferquote steht die Zinskurve als Rezessionsindikator immer wieder in der Kritik. Man kann sie sogar als nutzlos betrachten.

Grundsätzlich ist die Logik der Zinskurve bestechend. Vergleicht man Anleiherenditen mit langer Laufzeit zu solchen mit kurzer Laufzeit, spiegelt dies die Erwartung von Marktteilnehmern über die Wirtschaft wider. Anleihen mit kurzer Laufzeit sind stark vom Leitzins beeinflusst. Eine Rendite, die tiefer als die des Leitzinses ist, macht wenig Sinn. Anstatt Anleihen zu kaufen, könnte man das Geld auch risikolos bei der Notenbank parken.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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