Fundamentale Nachricht
11:54 Uhr, 06.07.2016

Investmentnachfrage nach Gold außerordentlich stark

Die spekulativen Finanzanleger streben in Gold-ETFs und lassen die Nachfrage explodieren. Das treibt die Preise, die am Mittwoch ein frisches Zwei-Jahreshoch erklommen. Ein Ende des Trends ist nicht absehbar.

Erwähnte Instrumente

  • Gold
    ISIN: XC0009655157Kopiert
    Kursstand: 1.371,650 $/Unze (Commerzbank CFD) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Das Brexit-Votum und seine Folgen: Da sich die Anleger spürbar verunsichert zeigen, sind die als sichere Anlagehäfen geltenden Edelmetall gefragt wie schon lange nicht mehr. So ist die Notierung für Gold in US-Dollar am Mittwoch auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte zwischenzeitlich bis auf 1371,39 US-Dollar. Seit dem Brexit-Votum hat der Preis inzwischen um rund 110 Dollar zugelegt.

Die Investmentnachfrage zeigt sich derzeit außerordentlich stark. Laut Commerzbank haben die Gold-ETFs gestern mit 38,1 Tonnen den höchsten Tageszufluss seit November 2009 verzeichnet. Laut Daten von Bloomberg sei der Zufluss breit gestreut gewesen, wobei die mit Abstand größte Menge auf den SPDR Gold Trust entfallen sei. Der Trust gilt als weltweit größter Gold-ETF und hält knapp 983 Tonnen, der größte Gold-ETF in Europa (ETF Securities) fast 276 Tonnen. Einen triftigen Grund, warum sich der Trend zu Gold umkehren sollte, sehe man aktuell nicht, so die Commerzbank-Experten. Offenbar beschäftige der Brexit die Märkte längerfristig, wodurch die Unsicherheit bei den Marktteilnehmern hoch bleiben sollte. Deshalb dürfte sich auch die US-Notenbank Fed mit weiteren Zinserhöhungen Zeit lassen. Die Commerzbank hat deshalb ihre Goldpreisprognose zum Jahresende um 100 US-Dollar auf 1.350 US-Dollar je Feinunze erhöht.

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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