Analyse
14:05 Uhr, 15.09.2026

Immobilienaktien: Der Zinsanstieg kann gefährlich werden

Alte Kredite halten die durchschnittlichen Finanzierungskosten von Vonovia, LEG und Co. noch niedrig. Doch Refinanzierungen sind erheblich teurer geworden. Bleiben die Zinsen hoch oder steigen sie noch weiter, trifft das die Konzerne zunehmend bei Finanzierung, Immobilienwerten und auch beim Spielraum für Dividenden.

Für Immobilienaktien hat sich das Umfeld innerhalb weniger Wochen nochmals deutlich verschlechtert. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt inzwischen bei rund 3,57 % und damit auf dem höchsten Niveau seit etwa 15 Jahren. Brent kostet heute mehr als 108 USD je Barrel. Und die EZB hat den Einlagensatz mit Wirkung zum 16. September um 25 Basispunkte auf 2,50 % angehoben

An der Börse ist der Druck längst angekommen, die Charts der Immobilien-Konzerne sehen grausig aus. Der entscheidende fundamentale Punkt ist nicht der aktuelle Gewinn der Unternehmen, da sieht es gar nicht schlecht aus. Die neue Zinsrealität arbeitet sich erst nach und nach durch die Bilanzen. Die Mietsteigerungen können bei diesem Tempo nicht mithalten.

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