CTS EVENTIM - Der Patriarch kauft, die Börse zweifelt
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Klaus-Peter Schulenberg ließ sich an diesem 30. September nicht lange bitten. Kurz nachdem CTS Eventim per Ad-hoc-Mitteilung den sofortigen Abschied von Finanzvorstand William Willms gemeldet hatte, brach die Aktie zeitweise um mehr als 14 % ein. Der Gründer und Vorstandschef griff daraufhin selbst zu und kaufte eigene Aktien für rund 10 Mio. EUR zu je 51,93 EUR. Es war bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass er so gegen einen Kurssturz hielt. Schon im März hatte er nach einem Kursrutsch für eine ähnliche Summe zugekauft.
Die Geste zeigt, wie groß der Abstand zwischen der Lage des Geschäfts und der Stimmung an der Börse geworden ist. Operativ wächst Europas größter Ticketvermarkter so schnell wie lange nicht. Die Aktie hat dagegen seit ihrem Rekordhoch von 114 EUR im Mai 2025 mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Heute zeigt sie sich weiter erholt, nachdem JPMorgan seine Kaufempfehlung bekräftigt hatte.
Warum Willms gehen musste, sagt das Unternehmen nicht. Der frühere Finanzmanager von Lufthansa Technik war erst seit Januar im Amt. Vorerst übernimmt Philipp Knigge, bisher Senior Vice President Finance, seine Aufgaben. Für CTS Eventim ist es der vierte Wechsel an der Finanzspitze binnen sechs Jahren. Laut Börsen-Zeitung war zuletzt Willms' Kommunikation mit Analysten kritisiert worden. Anders als bei seinen Vorgängern verabschiedete Schulenberg ihn ohne ein Wort des Dankes.
