Expertenkommentar

Europäischer Gaspreis steigt wieder über 200 Euro je MWh - US-Verbrauchervertrauen legt überraschend zu

stock3 Newsflash: Alles, was heute an der Börse für Trader und aktive Anleger wichtig ist. Kompakt auf den Punkt gebracht.

Erwähnte Instrumente

  • BMW AG
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  • Jungheinrich AG - WKN: 621993 - ISIN: DE0006219934 - Kurs: 20,640 € (XETRA)
  • VERBIO Vereinigt.BioEnergie AG - WKN: A0JL9W - ISIN: DE000A0JL9W6 - Kurs: 54,300 € (XETRA)
  • GEA Group AG - WKN: 660200 - ISIN: DE0006602006 - Kurs: 31,980 € (XETRA)
  • The Goldman Sachs Group Inc. - WKN: 920332 - ISIN: US38141G1040 - Kurs: 294,620 $ (NYSE)
  • Daimler Truck Holding - WKN: DTR0CK - ISIN: DE000DTR0CK8 - Kurs: 24,210 € (XETRA)
  • KWS SAAT SE & Co. KGaA - WKN: 707400 - ISIN: DE0007074007 - Kurs: 57,100 € (XETRA)

JPMorgan: Rezession noch nicht am Aktienmarkt eingepreist

Russland bekräftigt Atomwaffen-Option

Ermittlungen nach Schäden an Nord-Stream-Pipelines

EZB-Lane warnt vor Lohn-Preis-Spirale

Selenskyj: Moskau zögert Niederlage heraus

ifo-Exporterwartungen sinken im September

Habeck warnt vor Dauerschäden für Wirtschaft

Vonovia behält sich in Energie-Krise notfalls Kündigungen vor

Porsche-Aktien werden wohl zum Höchstpreis ausgegeben

Markt

Am deutschen Aktienmarkt ist am Dienstag erneut ein Erholungsversuch gescheitert. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,72 Prozent bei 12.139,68 Punkten. Im späten Handel sorgte vor allem ein wieder anziehender Gaspreis für Sorgenfalten. Der russische Gaskonzern Gazprom warnte vor Risiken beim Gastransport über die Ukraine. Der europäische Gaspreis TTF in den Niederlanden schoss daraufhin um mehr als 19 Prozent auf über 200 Dollar nach oben.

Analysen & Artikel des Tages

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Unternehmen

Der Anlagenbauer Gea sieht sich auf Kurs, seine kurz- und mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen. Konzernchef Stefan Klebert sagte: „Alle Zahlen gehen in die richtige Richtung." Das gelte für das laufende Jahr wie auch für die bis 2026 gesetzten Ziele, die ein jährliches Wachstum von vier bis sechs Prozent vorsehen und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von über 15 Prozent.

GEA Group AG
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Die US-Großbank Goldman Sachs hat einen Private-Equity-Fonds in Höhe von 9,7 Mrd. Dollar aufgelegt - den größten seit 2007. Der Fonds soll in Unternehmen mit einem Unternehmenswert von 750 Mio. bis 2 Mrd. Dollar investieren, teilte die Bank am Dienstag mit. Der Fonds gehört zur Vermögensverwaltung und trägt den Namen "West Street Capital Partners VIII“.

The Goldman Sachs
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Der Saatguthersteller KWS Saat bleibt auf Wachstumskurs. Das Unternehmen rechnet mit weiterem Wachstum bei anziehender Profitabilität. Der Umsatz soll im 2022/23 auf vergleichbarer Basis um 7 bis 9 Prozent zulegen. Mit der neuen Umsatzprognose präzisierte KWS die bisherige Vorhersage, bei der es ein Wachstum ohne genaue Angaben angekündigt hatte.

KWS SAAT SE & Co. KGaA
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Der Betriebsratschef von Daimler Truck, Michael Brecht, sorgt sich um den Industriestandort Deutschland. Die Industriepolitik in Deutschland und Europa sei nicht ansatzweise mit China oder den USA vergleichbar. „Mit dieser Geschwindigkeit wird es einfach nicht funktionieren", sagte Brecht der dpa mit Blick auf die Transformation hin zur E-Mobilität. „Ich sehe schwarz, dass die passende Infrastruktur entsprechend nachgezogen wird."

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Der Immobilienkonzern Vonovia will Mietern kündigen, die über Monate ihren Zahlungsverpflichtungen etwa für die stark gestiegenen Nebenkosten nicht nachkommen können. „Letzter Ausweg: Versendung der Räumungsaufforderung", heißt es laut Reuters in Dokumenten zu einem Investorentag. Vonovia gehe im Fall einer Zahlungsverzögerungen nach einem Stufen-Modell vor. Entspreche die Summe, die der Mieter schuldet, zwei Monatsmieten, kann es zur Kündigung kommen. Der Konzern trete mit Mietern in Kontakt, um die Gründe für Zahlungs-Versäumnisse zu erfahren, heißt es weiter.

Vonovia SE
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Der Biotreibstoff-Anbieter Verbio hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/22 Rekordwerte erzielt. Dabei profitierte das Unternehmen von den hohen Absatz- und Rohstoffpreisen. Bei einem Umsatzsprung um 77 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro sprang der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in dem im Juni abgelaufenen Bilanzjahr von 166,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 503,3 Mio. Euro in die Lüfte, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Verbio hatte im Laufe der vergangenen Monate mehrfach seine Ziele angehoben.

VERBIO Vereinigt.BioEnergie AG
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Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich bekommt nach Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai kommenden Jahres einen neuen Aufsichtsratschef. Der jetzige Amtsinhaber Hans-Georg Frey wolle seinen Posten zu dem genannten Zeitpunkt niederlegen, teilte der Hersteller von Flurförderfahrzeugen mit. Frey sagte, er wolle mehr Zeit für seine Familie und seine anderen Aufgaben gewinnen.

Jungheinrich AG
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Der Autobauer BMW will im kommenden Jahr angetrieben von einer starken Nachfrage nach Elektroautos wieder Vollgas geben. 2023 soll es leicht bergauf gehen, sagte Finanzchef Nicolas Peter in einer Videokonferenz mit Journalisten. „Leicht“ bedeutet bei BMW eine Steigerung von einem bis fünf Prozent. Bei vollelektrischen Autos kann sich der BMW-Finanzvorstand dank der sehr guten Auftragslage einen Absatzzuwachs auf 400.000 Fahrzeuge im kommenden Jahr vorstellen.

BMW AG
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Laut Zahlen der Ratingagentur Moody's profitieren Europas Großbanken bereits jetzt enorm von der Zinswende. Wenn der Zinsüberschuss aus dem ersten Halbjahr auf das Gesamtjahr hochgerechnet wird, ergibt sich demnach ein Plus von 10,7 Prozent auf 300 Mrd. Euro, wie die "Börsen-Zeitung" schrieb. Die wichtigsten deutschen Institute wie die Deutsche Bank, die Commerzbank und die DZ Bank steigerten ihre Nettozinserträge in der ersten Jahreshälfte im Schnitt sogar um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kryptobörse FTX hat bei einer Auktion von Vermögenswerten der insolventen Kryptobank Voyager den Zuschlag erhalten. FTX übernehme für 1,42 Milliarden Dollar sämtliche Devisen von Voyager, teilte das Geldhaus mit.

Porsche-IPO

Zwei Tage vor dem Ende der Zeichnungsfrist deuteten die begleitenden Investmentbanken an, dass die Aktien des Sportwagenbauers Porsche AG angesichts der großen Nachfrage zu 82,50 Euro und damit am oberen Ende der Preisspanne zugeteilt würden. Auf diesem Niveau sei die milliardenschwere Emission vielfach überzeichnet. Aktionäre, die niedrigere Zeichnungsaufträge abgegeben hätten, drohten leer auszugehen, hieß es in Mitteilungen an Investoren. Damit wird die Volkswagen-Tochter zum Ausgabepreis mit gut 75 Milliarden Euro bewertet, Volkswagen fließen 9,4 Milliarden Euro zu.

Lesen Sie hier alles über das IPO.

Konjunktur & Politik

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im September überraschend verbessert, wie der Marktforscher Conference Board berichtete. Der entsprechende Index für das Verbrauchervertrauen kletterte auf 108,0 Punkte. Ökonomen hatten 104,5 Zähler erwartet. Der Vormonatswert wurde auf 103,6 Zähler revidiert.

In den USA sind im August trotz höherer Hypothekenzinsen mehr Häuser auf neue Eigentümer übergegangen als im Vormonat. Die Neubautenverkäufe legten um 28,8 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang um 2,2 Prozent erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet wurden 685.000 neue Häuser verkauft.

Russlands früherer Präsident Dmitri Medwedew hat bekräftigt, dass sein Land das Recht habe, sich im Zweifel mit Atomwaffen zu verteidigen. Das sei kein Bluff. Ähnlich hatte sich vor einigen Tagen Präsident Putin geäußert.

Die „Scheinreferenden“ im Osten der Ukraine gehen zu Ende. Ihr Ergebnis dürfte Russland einen Vorwand zur Annexion der besetzten Gebiete geben. Das britische Verteidigungsministerium geht davon aus, dass Kreml-Chef Putin am Freitag formell die Aufnahme der besetzten ukrainischen Gebiete in die Russische Föderation bekanntgeben könnte.

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im August nach Angaben des US-Handelsministeriums gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Im Juli waren die Aufträge um 0,1 Prozent gesunken.

Laut dem Fed Präsidenten von Chicago Charles Evans dürfte sich die Inflation in den nächsten zwei Jahren deutlich abkühlen. Er sieht zudem Anzeichen dafür, dass die außerordentliche Nachfrage nach Arbeitskräften nachlässt und sich die Lieferketten zu normalisieren beginnen.

Susan Collins, der Präsidentin der regionalen Notenbank von Boston, forderte eine zusätzliche Straffung der Geldpolitik, um die hohe Inflation einzudämmen. Sie warnte davor, dass der Prozess zu Arbeitsplatzverlusten führen könne.

In der Ost-Ukraine mehren sich die Hinweise, dass die ukrainischen Streitkräfte von Kupjansk aus nicht nur südlich nach Donezk, sondern auch östlich nach Luhansk vorstoßen und somit in eine Region, dessen Eroberung Russland vor wenigen Monaten noch als strategischen Erfolg gefeiert hatte.

Steve Forbes, Vorsitzender von Forbes Media: Bei der Fokussierung auf Zinserhöhungen zur Abkühlung der Inflation übersehen die Zentralbanken die Bedeutung stabiler Währungen. „Das wahre Heilmittel besteht darin, die Währung zu stabilisieren. Man muss die Menschen nicht arm machen, um die Inflation zu besiegen", sagte er. Forbes schlug vor, Gold zur Stabilisierung von Währungen zu verwenden - etwa, den Dollar an Gold zu binden, damit der Greenback einen festen Wert hat.

In der Eurozone ist die Geldmenge im August schneller gewachsen als erwartet. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit einer Rate von 5,4 Prozent gerechnet. Im Juli hatte das Wachstum revidiert 5,7 Prozent betragen.

Der FDP-Wirtschaftspolitiker Reinhard Houben hat Vorschläge für eine Entlastung von Firmen angesichts der Energiekrise unterbreitet. Houben sagte der dpa, Steuervorauszahlungen von Unternehmen sollten ausgesetzt und bereits geleistete Vorauszahlungen erstattet werden. „Dadurch müssen gesunde Unternehmen nicht auf Grundlage inzwischen unrealistischer Annahmen zu hohe Steuern abführen und erhalten das, was sie jetzt am dringendsten brauchen: Liquidität."

An den Ostsee-Pipelines von Nord Stream sind innerhalb kurzer Zeit drei Lecks entstanden. Es seien in einem beispiellosen Vorgang an einem Tag Defekte an drei Röhren festgestellt worden, teilte die Nord Stream AG am Dienstag mit. Nach der Entdeckung von Leckagen an den Nord-Stream-Gaspipelines schätzt das für die technische Sicherheit in Deutschland zuständige Bergamt Stralsund das Risiko von Folgeschäden niedrig ein. „Eine weitere Schadensausbreitung dürfte aus technischer Sicht - nach gegenwärtigem Stand - unwahrscheinlich sein", teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Druck in den Leitungen habe sich entsprechend der Wassertiefe auf einem niedrigen Niveau eingestellt. Über die Ursachen der Lecks konnte bisher nur spekuliert werden. Das Präsidialamt in Moskau schloss Sabotage nicht aus. Auch der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki ist dieser Meinung. „Wir kennen heute noch nicht die Details dessen, was da passiert ist, aber wir sehen deutlich, dass ein Sabotogeakt vorliegt", sagte Morawiecki am Dienstag im polnischen Goleniow bei Stettin, wo er an der Eröffnung der Gaspipeline Baltic Pipe teilnahm. Dieser Sabotageakt sei „wahrscheinlich die nächste Stufe der Eskalation, mit der wir es in der Ukraine zu tun haben".

Deutschland kann den führenden Forschungsinstituten zufolge eine Rezession nicht verhindern. Für dieses Jahr erwarten die Fachleute demnach nur noch ein Wirtschaftswachstum (BIP) von rund 1,4 Prozent und für 2023 einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandproduktes um etwa 0,4 Prozent, wie Reuters berichtete. Die Inflation werde von 8,4 Prozent im Jahresschnitt dann im nächsten Jahr auf 8,8 Prozent steigen. Die Institute veröffentlichen ihr Herbstgutachten am Donnerstag.

EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane hat vor einer Lohn-Preis-Spirale gewarnt. „Die hohe Inflation wird ihren Niederschlag in höheren Löhnen finden müssen. Aber es braucht ein Gleichgewicht", sagte Lane dem „Standard“. Der Versuch, die Arbeitnehmer durch höhere Einkommen voll und ganz vor der Inflation zu bewahren, würde die Kosten der Unternehmen deutlich in die Höhe treiben und zu Zweitrundeneffekten führen, so Lane.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat um Entschuldigung dafür gebeten, ukrainischen Flüchtlingen „Sozialtourismus“ vorgeworfen zu haben. Er hatte Bild TV gesagt: „Wir erleben mittlerweile einen Sozialtourismus dieser Flüchtlinge: nach Deutschland, zurück in die Ukraine, nach Deutschland, zurück in die Ukraine.“ Der Hintergrund laut Merz: Anfangs hatten Ukraine-Flüchtlinge Anspruch auf Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - seit Juni erhalten sie die höhere Grundsicherung, also die gleichen Leistungen wie etwa Hartz-IV-Empfänger.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) befürchtet angesichts der Energiekrise einen nachhaltig schweren Schaden für die deutsche Wirtschaft. Habeck sagte der dpa: „Teils ist es erst ein Schwelbrand, teils brennt schon die Hütte. In jedem Fall ist die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft in Gefahr, es drohen Dauerschäden. Wir müssen jetzt alle Finanzkraft aufbringen, um die gute Substanz unserer Wirtschaft über die Krise zu bringen, Arbeitsplätze zu sichern und die Investitions- und Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft zu schützen.“ Dafür setze er sich mit ganzer Kraft ein, betonte Habeck. „Wir arbeiten im Bundeswirtschaftsministerium mit Hochdruck daran, die Hilfsprogramme aufzusetzen und besprechen die wichtige Finanzierungsfrage in der Regierung. Wir dürfen hier keine Zeit verlieren."

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich verschlechtert. Die ifo Exporterwartungen sind im September auf minus 6,0 Punkte gefallen, von minus 2,8 Punkten im August. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2020. „Zuwächse beim Export sind gegenwärtig nicht in Sicht. Auch mittelfristig ist aufgrund der abkühlenden Weltkonjunktur kaum eine größere Dynamik zu erwarten“, urteilte das ifo-Institut. In den meisten Industriebranchen seien die Exporterwartungen negativ, hieß es weiter. Die chemische Industrie gehe von einem deutlichen Rückgang aus. Die Metallindustrie blicke erheblich pessimistischer auf die Auslandsgeschäfte in den kommenden drei Monaten. Die Automobilbranche gehe indes davon aus, im vierten Quartal mehr zu exportieren.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die von Moskau angeordnete Teilmobilmachung im Angriffskrieg gegen sein Land als zynisch kritisiert. Der Schritt Russlands sei nichts anderes als ein „Versuch, Kommandeure vor Ort mit einem anhaltenden Strom von Kanonenfutter zu versorgen", sagte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft. Obwohl die Sinnlosigkeit des Krieges für Russland offenkundig sei und die Besatzer die Initiative verloren hätten, schicke die russische Militärführung nach wie vor Soldaten in ihren Tod. Mit der Teilmobilmachung wolle der Kreml, so Selenskyj, lediglich den Moment der eigenen Niederlage hinauszögern. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche die Mobilisierung von 300.000 Reservisten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine angekündigt. Landesweit gibt es Proteste. Mehrfach gab es auch schon Angriffe auf Einberufungszentren.

In den Erdgas-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 ist es zu einem Druckabfall gekommen. Beide Stränge der Nord-Stream-1-Pipeline fallen deshalb für einen Monat aus. Es handele sich um die Anschlussleitungen Opal und Nel, teilte die Betreibergesellschaft am Montagabend mit. Die Störung an der Greifswalder Erdgasübernahmestation werde voraussichtlich vom 26. September bis zum 26. Oktober andauern. Bei der Pipeline Nord Stream 2 wurde ein Leck in der Nähe der dänischen Insel Bornholm entdeckt. Die Bundesnetzagentur sieht nach dem Druckabfall in der Nord-Stream-1-Pipeline keine Gefahr für die Versorgungssicherheit. „Wir sind dabei, im Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium und den betroffenen Behörden auch hier den Sachverhalt aufzuklären. Aktuell kennen wir die Ursachen für den Druckabfall nicht", sagte ein Sprecher der Behörde. „Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit sehen wir nicht", ergänzt er. Es fließt seit dem russischen Stopp der Lieferungen Anfang September kein Gas mehr durch Nord Stream 1. Die Speicherstände steigen gleichwohl weiter an. Sie liegen der Behörde zufolge aktuell bei rund 91 Prozent.

Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen sind im Zeitraum Januar bis August geschrumpft. Wie aus den Daten des Nationalen Statistikamtes hervorgeht, fielen die Gewinne in acht Monaten um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und die Aussichten sind eher trübe, aufgrund der Immobilienkrise und der Maßnahmen gegen das Coronavirus.


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