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FX-Mittagsbericht: US-Dollar mit frischem 22-Monatstief

Der US-Dollar leidet nach wie vor unter der ultralockeren Geldpolitik der Federal Reserve Bank sowie der Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung und ist zum Wochenschluss auf den tiefsten Stand seit September 2018 gefallen.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,16045 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,27389 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar setzt im europäischen Handel zum Wochenschluss seinen jüngsten Sinkflug fort und hat auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) den tiefsten Stand seit September 2018 erreicht.

Der US-Dollar leidet nach wie vor unter der ultralockeren Geldpolitik der Federal Reserve Bank sowie der Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung, die sich in den USA schwieriger gestalten könnte als in anderen entwickelten Märkten. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA hat sich in nur sechs Wochen auf über vier Millionen verdoppelt, das letzte Viertel kam dabei in gerade einmal 15 Tagen hinzu.

EUR/USD legt am Freitag weiter zu, bewegt sich aber noch unterhalb seines am Donnerstag bei 1,1627 erreichten 22-Monatshochs. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang 1,1621. Die Wirtschaft in der Eurozone erholt sich weiter von dem coronabedingten Lockdown. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ist im Juli vorläufigen Daten zufolge über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gestiegen und hat bei 51,1 Zählern ein Anderthalbjahreshoch erreicht. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs auf 49,6 Punkte gerechnet, nach 47,4 Zählern im Juni. Dessen Pendant für den Dienstleistungssektor stieg von zuvor 48,3 Punkten auf aktuell 55,1 Zähler (erwartet 51,0 Punkte). Bitte lesen Sie auch die ausführlichere EUR/USD-News.

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GBP/USD hat zunächst bei 1,2773 ein frisches Sechswochenhoch erreicht, fällt jedoch im weiteren Handelsverlauf zurück und notierte bislang bei 1,2715 im Tief. Die jüngst aus Großbritannien gemeldeten Wirtschaftsdaten sind überwiegend besser ausgefallen als erwartet. Die Einzelhandelsumsätze sind im Juni um 13,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 8,0 Prozent gerechnet, nach plus 12,0 Prozent im Mai.

Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Großbritannien legte im Juli oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten weiter auf 53,6 Zähler zu. Erwartet worden war im Konsens ein Plus auf 52,0 Punkte, nach 50,1 Zählern im Juni. Dessen Pendant für den Dienstleistungssektor stieg von zuvor 47,1 Punkten auf aktuell 56,6 Zähler (erwartet 51,5 Punkte). Lediglich das GfK-Verbrauchervertrauen enttäuschte im August mit einem unveränderten Wert von minus 27 Zählern (Konsens minus 25 Punkte). Bitte beachten Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

Der japanische Yen ist im Umfeld der getrübten Stimmung, den Verlusten an den internationalen Aktienmärkten und den Streitigkeiten zwischen den USA und China als „sicherer Hafen“ gefragt. Nachdem die USA China aufgefordert hatten, ihr Konsulat im texanischen Houston zu schließen, konterte China zum Wochenschluss mit der Schließung des US-Konsulats in Chengdu.

In Russland steht im weiteren Handelsverlauf am Freitag ein Zinsentscheid an. Analysten erwarten im Konsens, dass die russische Notenbank nach Monaten mit unveränderten Zinsen ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf dann 4,25 Prozent senken wird. USD/RUB notierte bislang bei 71,743 im Hoch.

Aus den USA werden zum Wochenschluss die Markit-Einkaufsmanagerindizes für Juli sowie die die Neubautenverkäufe im Juni gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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