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11:23 Uhr, 17.05.2024

FX-Mittagsbericht: US-Dollar erholt sich von Fünfwochentief

Laut FedWatch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Leitzinsen nach dem September-Treffen der Fed niedriger liegen werden als heute, von gestern 72,4 Prozent auf aktuell 68,4 Prozent gesunken.

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  • EUR/USD
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  • GBP/USD
    ISIN: GB0031973075Kopiert
    Kursstand: 1,26490 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der US-Dollar erholt sich im europäischen Handel am Freitagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter von seinem gestern markierten Fünfwochentief.

Am Donnerstag hatten die Notierungen nach nach schwächer als zuvor ausgefallenen US-Verbraucherpreisinflationsdaten und enttäuschenden US-Einzelhandelsumsätzen im April ein Fünfwochentief erreicht, da die Daten die Erwartung schürten, dass die Federal Reserve Bank (Fed) bereits im September eine erste Zinssenkung vornehmen könnte.

Im weiteren Handelsverlauf warnten Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) jedoch vor Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung. Die Fed müsse noch viel mehr Vertrauen darin gewinnen, dass die Inflation über die April-Werte hinaus weiter zurückgehe, hieß es. Die Inflation liegt weiterhin deutlich über dem jährlichen Inflationsziel der Fed von zwei Prozent, auch wenn sie in der Kernrate im April mit 3,6 Prozent auf Jahressicht ein Dreijahrestief erreicht hat.

Laut FedWatch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Leitzinsen nach dem September-Treffen der Fed niedriger liegen werden als heute, von gestern 72,4 Prozent auf aktuell 68,4 Prozent gesunken. Bis zum Jahresende erscheinen zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte weiterhin am wahrscheinlichsten.

Die nächsten wichtigen Daten, die neue Hinweise auf die US-Leitzinsentwicklung geben könnten, stehen am 31. Mai 2024 mit dem zu den US-Konsumausgaben (PCE) im April gehörenden Preisindex an, dem bevorzugten Inflationsmaß der Fed.

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EUR/USD fällt im europäischen Handel am Freitagvormittag weiter von seinem gestrigen Achtwochenhoch bei 1,0895 zurück. Im Tief erreichten die Notierungen bislang 1,0841. Die Verbraucherpreisinflation in der Eurozone lag im April laut endgültiger Veröffentlichung, wie bereits gemeldet und wie im Vormonat auch, auf Jahressicht bei 2,4 Prozent. In der Kernrate betrug die Teuerung 2,7 Prozent (ebenfalls wie bereits gemeldet), nachdem sie im März auf dieser Basis bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während GBP/USD von seinem gestrigen Fünfwochenhoch bei 1,2701 bislang bis 1,2644 nachgibt, erholt sich USD/JPY weiter von seinem am Donnerstag erreichten Anderthalbwochentief bei 153,60 bis bislang 155,98 im Hoch.

NZD/USD fällt zum Wochenschluss von seinem gestrigen Zweimonatshoch bei 0,6140 zurück. Im Tief notierte das Währungspaar bislang bei 0,6101. Die über Nacht gemeldeten neuseeländischen Erzeugerpreise sind im ersten Quartal 2024 outputseitig um 0,9 Prozent im Quartalsvergleich gestiegen – der stärkste Anstieg seit dem vierten Quartal 2022. Analysten hatten im Konsens mit einer Teuerung um 0,5 Prozent gerechnet, nach plus 0,7 Prozent im vierten Quartal 2023. Bitte beachten Sie auch die heutige NZD/USD-News.

Aus den USA werden am Freitagnachmittag lediglich die Frühindikatoren im April gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftskalender.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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