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19:00 Uhr, 06.03.2026

ÜBERBLICK am Abend /Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Einzelhandelsumsatz sinkt im Januar weniger als erwartet

Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Januar etwas besser als erwartet entwickelt. Wie das Handelsministerium mitteilte, sank er gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert. Die Umsätze ohne Kfz und Tankstellen stiegen dagegen um 0,3 Prozent. Erwartet worden waren unveränderte Umsätze. Im Dezember hatte der Umsatz in beiden Kategorien stagniert, wie das Ministerium bestätigte. Die Zahlen werden nicht preisbereinigt.

US-Beschäftigung sinkt im Februar unerwartet

Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im Februar unerwartet gesunken, während die Arbeitslosenquote leicht stieg und die Löhne deutlicher als erwartet anzogen. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, gingen in der Privatwirtschaft und beim Staat per Saldo 92.000 Stellen verloren. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen einen Zuwachs um 50.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 69.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für Januar nun ein Stellenplus von 126.000 (vorläufig: 130.000) und für Dezember einen Stellenverlust von 17.000 (plus 48.000).

Kuwait drosselt Ölproduktion wegen aufgestauter Vorräte - Kreise

Kuwait hat mit der Reduzierung der Produktion auf einigen Ölfeldern begonnen. Dem Land fehle der Platz zur Lagerung seines aufgestauten Rohöls, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Kuwait diskutiere darüber, seine Produktions- und Raffineriekapazitäten weiter einzuschränken, ergänzten die Personen. Die Kapazitäten sollten auf das Maß begrenzt werden, das lediglich zur Deckung des Inlandsverbrauchs benötigt werde. Eine Entscheidung über diese weitreichenderen Kürzungen werde innerhalb weniger Tage erwartet, sagten sie.

Schweiz wird aus Kostengründen weniger F-35-Kampfjets beschaffen

Die Schweiz wird in den USA weniger F-35-Kampfjets kaufen als ursprünglich geplant. Die Regierung begründete dies am Freitag mit steigenden Preisen. Zudem wird die Beschaffung eines weiteren europäischen Luftabwehrsystems erwogen. Der Schweizer Bundesrat teilte am Freitag mit, dass er nur rund 30 F-35A-Kampfjets statt der ursprünglich geplanten 36 kaufen werde, um gestiegene Kosten als Folge von Inflation, Rohstoffpreisen und weiteren, nicht näher spezifizierten Gründe auszugleichen.

Ungarn beschlagnahmt Millionen USD der staatlichen, ukrainischen Oschadbank

ngarische Behörden haben sieben Mitarbeiter der zweitgrößten Bank der Ukraine festgenommen und mehr als 80 Millionen US-Dollar in bar sowie Gold beschlagnahmt. Die Fracht wurde in zwei gepanzerten Lastwagen von Österreich über Ungarn in die Ukraine transportiert. Dieser Schritt markiert eine erhebliche Eskalation im schwelenden Streit zwischen den beiden Nachbarländern über Öllieferungen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hatte seine Konfrontation mit der Ukraine verschärft, nachdem diese die Öllieferungen nach Ungarn nur zögerlich wieder aufnahm, als eine Pipeline Ende Januar beschädigt worden war. Angesichts der bevorstehenden Parlamentswahlen am 12. April hat Orbán diesen Streit zum Kernstück eines zunehmend nationalistischen Wahlkampfs gemacht, nachdem seine Umfragewerte im Kampf um eine fünfte Amtszeit gesunken sind.

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