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FX-Mittagsbericht - Euro-Bullen halten sich im Vorfeld der EZB-Ratssitzung bedeckt

Trotz der positiven Entwicklung in der Eurozone wird dem Euro derzeit wenig Potenzial zugetraut. Zu unsicher ist die weitere Entwicklung im Gemeinsamen Währungsraum. Zudem warten die Marktteilnehmer auch auf die Details zum QE-Programm der EZB.

Erwähnte Instrumente

  • EUR/USD
    ISIN: EU0009652759Kopiert
    Kursstand: 1,1120 $ (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • EUR/UAH
    ISIN: EU000A0C4FQ8Kopiert
    Kursstand: 31,7816 (FOREX) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Der Euro präsentiert sich am Mittwoch zu den anderen Hauptwährungen erneut schwach. Zum Dollar verliert die Einheitswährung gegen Mittag mehr als ein halbes Prozent und landet bei 1,1120. Am Vormittag war der Kurs bis auf knapp 1,1116 eingebrochen, dem tiefsten Stand seit dem 25. Januar. Bei 1,11 befindet sich das Jahrestief. Sollte der Kursverfall hier nicht gestoppt werden können, sind weitere Abgaben bis auf unter 1,10 nicht ausgeschlossen.

Die aktuellen Konjunkturindikatoren der Eurozone bestätigen eine moderate Erholung. So hat sich die Geschäftsstimmung unter Europas Dienstleistern auch im Februar weiter aufgehellt, wenn auch in etwas geringerem Ausmaße als zunächst ermittelt. Der Einkaufsmanagerindex stieg auf 53,3 Punkte, nach 52,6 Punkten im Vormonat, wie das Forschungsinstitut Markit mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2014. Zunächst hatte Markit einen Wert von 53,5 Punkten veröffentlicht. Zudem erfreuten sich die Einzelhändler im Euroraum in Januar prosperierender Geschäfte. Wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte, erhöhten sich die Umsätze der Branche zum Vormonat um 1,1 Prozent. Das lag klar über den Markterwartungen und der stärkste Anstieg seit April 2011.

Trotz der positiven Entwicklung in der Eurozone wird dem Euro derzeit wenig Potenzial zugetraut. Zu unsicher ist die weitere Entwicklung im Gemeinsamen Währungsraum. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Finanzierung Griechenlands tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Zudem wird man auch die Details zum QE-Programm abwarten, die am morgigen Donnerstag von der Europäischen Zentralbank erwartet werden.

Die ukrainische Nationalbank (NBU) ist mit einem Kraftakt gegen den Absturz der Landeswährung Hrywnja eingeschritten. Am Dienstag senkten die Währungshüter den Schlüsselzinssatz von bisher 19,5 Prozent auf 30,0 Prozent. Notenbankchefin Gontarewa erklärte, wegen der jüngsten Abwertung der Währung bleiben zudem die jüngst verschärften Kapitalverkehrskontrollen weiterhin in Kraft. Der Hrywnja legte nach der Entscheidung kurzzeitig zu, heute lässt die Währung aber erneut Federn. UAH/USD gibt 0,41 Prozent auf 0,344 ab. Die Währung hat seit einem Jahr etwa 60 Prozent ihres Werts zum Dollar verloren und war die sich am schlechtesten entwickelte Währung der Welt.

Wie jetzt bekanntgegeben wurde, hat die Dänische Zentralbank mittlerweile Devisenreserven in Höhe von rund 25 Milliarden Dollar angehäuft. Damit stiegen die Reserven allein seit Anfang des Jahres um gut 65 Prozent. Die Bank sah sich angesichts des massiven Abwertungsdrucks auf den Euro genötigt, die eigene Währung zu schwächen. Ziel ist das Einhalten einer Bandbreite von maximal einem Prozent um den festgelegten EUR/DKK-Kurs von 7,46038. Mitte Januar fiel das Währungspaar bis auf 7,43. Aktuell hält sich das Kursniveau um 7,4576.

Neben dem Fed Beige Book (20 Uhr MEZ) werden zuvor am Nachmittag wieder Vorboten für den US-Arbeitsmarktbericht, dem Impulsgeber am Freitag, erwartet. Hier gilt der Blick den Zahlen des privaten Dienstleisters ADP und dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistunggewerbe. Überzeugen heute die US-Konjunkturdaten wäre mit anziehenden Zinsspekulationen der Marktteilnehmer mit einem erstarkenden Dollar zu rechnen.

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  • bembes
    bembes

    Der Euro fällt und fällt.................was soll das....................Die EZB betreibt Börsenmanipulation und das ist eigentlich strafbar....................Draghi darf jedoch alles............!!

    17:43 Uhr, 04.03.2015

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Über den Experten

Bernd Lammert
Bernd Lammert
Finanzredakteur

Bernd Lammert arbeitet als Redakteur seit 2010 bei der BörseGo AG. Er ist studierter Wirtschafts- und Medienjurist sowie ausgebildeter Journalist. Das Volontariat absolvierte er noch beim Radio, beruflich fand er dann aber schnell den Weg in andere Medien und arbeitete u. a. beim Börsen-TV in Kulmbach und Frankfurt sowie als Printredakteur bei der Financial Times Deutschland in Berlin. In seinen täglichen Online-Berichten bietet er Nachrichten und Informationen rund um die Finanzmärkte. Darüber hinaus analysiert er wirtschaftsrelevante Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte für eine Finanzagentur. Grundsätzlich ist Bernd Lammert der Ansicht, dass aktuelle Kenntnisse über die Märkte sowie deren immanente Risiken einem keine Erfolge schlechthin garantieren, aber die Erfolgschancen deutlich erhöhen können.

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