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Frontier Markets: Die nächste Generation der Emerging Markets

Frontier Markets sind die nächste Generation der Emerging Markets. ING-Finanzexperte Marco Ruijer erwartet, dass sich die Volkswirtschaften und Kapitalmärkte dieser Länder so entwickeln, wie die Emerging Markets in den letzten Jahrzehnten.

Frankfurt (BoerseGo.de) - Zwar sollen die Emerging Markets (EM) auch in den nächsten Jahren noch eine gute Performance liefern, doch werden die immensen Zuwachsraten der letzten Jahrzehnte wohl kaum zu erreichen sein. Die EM sind sowohl größenmäßig als auch im Hinblick auf ihr Wachstumstempo in eine neue Phase eingetreten. Größere politische Stabilität, Infrastrukturverbesserungen, finanzielle Vertiefung und rapide Ausweitung des Handels haben die aufstrebenden Volkswirtschaften in ihrer Substanz dramatisch verändert. Doch mit zunehmender Entwicklung der EMs sind die Risikoprämien deutlich gesunken und damit auch die Renditen von EM-Investments, wie Marco Ruijer, Lead Portfolio Manager im ING Investment Managements Emerging Markets Debt Team, im aktuellen „Spotlight“ schreibt.

Insofern böten sich die Frontier Markets als eine relativ neue Chance an, denn diese Märkte wiesen heute viele Merkmale auf, die auch den Schwellenmärkten eigen waren, als sie 1988 erstmals als Anlagegruppe wahrgenommen wurden. Die meisten von ihnen befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium der wirtschaftlichen, politischen, finanziellen, institutionellen und kommerziellen Entwicklung und böten deshalb langfristig attraktive Aussichten. Hier gehe es in erster Linie um Aufholen und Konvergenz. Das Wirtschaftswachstum an den Frontier Markets stütze sich auf eine günstige demografische Entwicklung und steigende Produktivität, während ausländische Direktinvestitionen, ein leistungsfähigerer institutioneller Rahmen sowie ein überschaubares Schuldenniveau ebenfalls wachstumsfördernd wirkten, heißt es weiter.

„Mit zunehmendem Anlegerinteresse dürften sich Breite und Tiefe der Frontier Markets weiter den Niveaus der Schwellenmärkte annähern. Und dennoch sind Investments in Frontier Markets risikoreicher als Anlagen in entwickelten oder aufstrebenden Märkten. Viele Grenzmärkte hatten in den vergangenen Jahrzehnten mit politischer und wirtschaftlicher Instabilität zu kämpfen. Definitionsgemäß mangelt es Frontier Markets an vielen Institutionen, die in entwickelten bzw. stabileren Volkswirtschaften selbstverständlich sind. Doch das sprach vor nur wenigen Jahrzehnten auch gegen die aktuellen Schwellenländer. Viele Frontier Markets könnten potenziell eine ähnliche Richtung einschlagen und in den kommenden Jahr-zehnten rascher wachsen als der Rest der Welt. Wenn die Entwicklung, welche die Schwellenländer im letzten Vierteljahrhundert erlebten, auch nur annähernd als Richtschnur gelten kann, dann sind Anleger gut beraten, sich den Frontier Markets eingehend zu widmen“, so Ruijer.

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Über den Experten

Tomke Hansmann
Tomke Hansmann
Redakteurin

Nach ihrem Studium und einer anschließenden journalistischen Ausbildung arbeitet Tomke Hansmann seit dem Jahr 2000 im Umfeld Börse, zunächst als Online-Wirtschaftsredakteurin. Nach einem kurzen Abstecher in den Printjournalismus bei einer Medien-/PR-Agentur war sie von 2004 bis 2010 als Devisenanalystin im Research bei einer Wertpapierhandelsbank beschäftigt. Seitdem ist Tomke Hansmann freiberuflich als Wirtschafts- und Börsenjournalistin für Online-Medien tätig. Ihre Schwerpunkte sind Marktberichte und -kommentare sowie News und Analysen (fundamental und charttechnisch) zu Devisen, Rohstoffen und US-Aktien.

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